interventionelle verfahren
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2021 ◽  
Vol 05 (02) ◽  
pp. 79-84
Author(s):  
Axel Neulen ◽  
Max Jägersberg ◽  
Carolin Brockmann ◽  
Florian Ringel

ZusammenfassungSakrale Wurzeltaschenzysten (Tarlov Zysten) sind Zysten, die von den sakralen Nervenwurzeln ausgehen. Sie stellen in der wirbelsäulenchirurgischen Sprechstunde ein eher seltenes Krankheitsbild dar. Allerdings berichten radiologische Studien von einer relativ hohen Prävalenz von bis zu 8,9%, wobei nur ein sehr kleiner Teil der Zysten symptomatisch wird. Die Symptome können sich einerseits in mono- oder polyradikulären Beschwerden wie Ischialgien, sensiblen Defiziten, Paresen oder Blasen-/Mastdarmstörungen äußern, andererseits in Schmerzen wie tief sitzenden Lumbalgien, sakralen Schmerzen, einer Coccygodynie oder auch abdominellen Schmerzen. Die Diagnose einer Wurzeltaschenzyste wird in der Schnittbildgebung gestellt, meist in der Magnetresonanztomographie. Eine Myelographie erlaubt die Differenzierung zwischen Zysten mit und ohne freier Kommunikation mit dem Liquorraum. Bei persistierenden der Zyste zuzuordnenden Beschwerden stehen operative wie auch interventionelle Verfahren zur Verfügung.


2021 ◽  
Vol 40 (03) ◽  
pp. 120-131
Author(s):  
Janne Gierthmühlen ◽  
Ralf Baron

ZUSAMMENFASSUNGDas komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) ist gekennzeichnet durch sensorische (Spontanschmerzen, Hypästhesie, Hypo- oder Hyperalgesie, Allodynie), motorische (v. a. eingeschränkter Bewegungsumfang und Feinmotorik, fehlender Faustschluss, fehlende Abrollbewegung des Fußes, mitunter auch Tremor oder Dystonie) und autonome (Veränderungen des Haut-, Haar- und Nagelwachstums, des Hautkolorits und der -temperatur, der Schweißsekretion, Ödem) Symptome, die sich hinsichtlich Ausmaß und Auftreten individuell unterscheiden. Typisch ist jedoch eine distale Generalisierung der Symptomatik mit Ausdehnung in Hände und Füße, häufig mit handschuh- bzw. strumpfförmigem Verteilungsmuster. Die Diagnose wird klinisch anhand der Budapest-Kriterien gestellt, bei denen sowohl Symptome (Beobachtungen des Patienten) als auch Befunde (Erhebung des Arztes) berücksichtigt werden. Zur Unterstützung der Diagnose ist als einziges bildgebendes Verfahren die 3-Phasen-Skelettszintigrafie geeignet, die in der Spätphase im ersten Jahr der Erkrankung häufig ein typisches bandförmiges Verteilungsmuster mit erhöhtem Knochenstoffwechsel der kleinen Finger- bzw. Zehengelenke zeigt. Die Therapie ist multimodal und beinhaltet je nach Schweregrad bzw. Symptomatik sowohl eine topische als auch systemische Pharmakotherapie, interventionelle Verfahren, eine temporäre Kortisontherapie, Lymphdrainage, Physio-, Ergo- und Psychotherapie. Bei frühzeitiger und adäquater Behandlung ist die Prognose gut, jedoch ist der Verlauf häufig langwierig.


2020 ◽  
Vol 39 (10) ◽  
pp. 644-650
Author(s):  
Peter A. Ringleb ◽  
Tilman Reiff

ZUSAMMENFASSUNGDie Sekundärprävention von Hirninfarkt und TIA umfasst neben wichtigen Maßnahmen der Lebensstiländerung zur Risikofaktorenmodifikation verschiedene medikamentöse und interventionelle Verfahren. Durch Behandlung von arterieller Hypertonie und Hyperlipidämie können erneute vaskuläre Ereignisse, Schlaganfall wie Herzinfarkt, verhindert werden. Eine große Bedeutung hat auch die antithrombotische Sekundärprävention durch Thrombozytenaggregationshemmer und orale Antikoagulantien sowie deren Kombination. Bei Vorliegen symptomatischer intra- oder extrakranieller arteriosklerotischer Stenosen können auch gefäßchirurgische oder neuroradiologisch interventionelle Verfahren der Verhinderung weiterer Schlaganfälle dienen.


2019 ◽  
Vol 144 (24) ◽  
pp. 1726-1730
Author(s):  
Jan H. Schirmer ◽  
Bimba F. Hoyer

Was ist neu? Übersicht und Nomenklatur Die IgG4-assoziierte Erkrankung (IgG4-RD) ist eine erst kürzlich beschriebene heterogene Krankheitsentität, der viele vorher als eigenständige Einzelorganerkrankungen interpretierte Manifestationen zugerechnet werden. Hauptsymptom ist die Schwellung oder Vergrößerung betroffener Organe. Diagnose und Klassifikation Die Diagnose wird in Zusammenschau von Anamnese, klinischem Bild, Bildgebung, Histopathologie und IgG4-spezifischen Tests in Labor und Histologie gestellt. Labor und Bildgebung Häufige Laborbefunde sind: erhöhtes Serum-IgG4, IgE und CRP, Hypergammaglobulinämie, Hypokomplementämie und Eosinophilie. Histopathologie. Das typische Bild umfasst folgende Hauptcharakteristika: dichte lymphoplasmazelluläre Infiltrate, storiforme Fibrose und obliterative Phlebitis. Ferner treten vermehrte IgG4-positive Plasmazellen auf. Differenzialdiagnostische Abgrenzung Diverse andere Krankheitsbilder können die IgG4-RD imitieren. Medikamentöse Therapie Neu sind eine Studie zu Mycophenolat-Mofetil und Daten zu Rituximab bei sonst weitgehend fehlender Evidenz aus Studien zur Behandlung der IgG4-RD. Glukokortikoide Glukokortikoide (GC) sind die Grundlage der medikamentösen Therapie. Konventionelle Immunsuppressiva Es herrscht weiterhin kein Konsens, ob konventionelle Immunsuppressiva als GC-sparende Therapie immer oder nur in besonderen Fällen Teil der medikamentösen Therapie sein sollten. Biologika Rituximab ist eine etablierte Reservetherapie. Interventionelle und chirurgische Verfahren Mechanische Obstruktionen und Kompressionen können chirurgische und interventionelle Verfahren notwendig machen.


2019 ◽  
Vol 144 (24) ◽  
pp. 1675-1680
Author(s):  
René Müller-Wille ◽  
Moritz Wildgruber ◽  
Walter A. Wohlgemuth

Was ist neu? Klassifikation von vaskulären Malformationen Während Hämangiome zu den vaskulären Tumoren zählen, sind vaskuläre Malformationen angeboren und bilden sich von selbst nicht zurück. Sie werden nach der ISSVA-Klassifikation unterschieden. Indikation zur Therapie Ziele der Therapie von Gefäßmalformationen sind die Linderung der Symptome, der Organerhalt und die Verhinderung von Krankheitsprogress und Komplikationen. Nichtinvasive Therapieoptionen Die Kompressionstherapie sowie physiotherapeutische Maßnahmen zählen zu den wichtigsten konservativen Therapieoptionen. Invasive Therapieoptionen Die chirurgische Resektion, die oberflächliche Lasertherapie und die interventionelle Therapie stellen die invasiven Therapieoptionen dar. Für die Behandlung symptomatischer Gefäßmalformationen stehen mittlerweile zahlreiche minimalinvasive interventionelle Verfahren zur Verfügung. Slow-Flow-Malformationen können relativ komplikationsarm mittels perkutaner Sklerotherapie behandelt werden, die zu einem zeitversetzten entzündlichen Verschluss der Läsion führt. Dysplastische Venen wie die Marginalvene können mittels endoluminaler Verfahren erfolgreich verödet werden. Die zumeist Katheter-gesteuerten Embolisationsverfahren mittels Flüssigembolisaten, Plugs und Coils erlauben den Verschluss von Fast-Flow-Gefäßmalformationen.


2019 ◽  
Vol 23 (05) ◽  
pp. 220-225
Author(s):  
Moritz Schanz

ZUSAMMENFASSUNGEine renale Funktionseinschränkung liegt bei etwa 2 Dritteln der akut dekompensierten, herzinsuffizienten Patienten vor. Therapeutisch stehen neben konservativen Optionen auch interventionelle Verfahren zur Verfügung. Die konservativen Therapiemöglichkeiten der akut dekompensierten Herzinsuffizienz kommen gerade bei renaler Insuffizienz oftmals an ihre Grenzen, z. B. durch Entwicklung einer Diuretikaresistenz. In diesem Fall kommen interventionelle Verfahren zum Einsatz – entweder zur alleinigen Ultrafiltration bei isolierter Volumenüberladung oder in Form einer Nierenersatztherapie mittels Hämo- oder Peritonealdialyse. Bei der reinen Ultrafiltration zum Volumenentzug ist die Studienlage uneinheitlich, sodass ein Nutzen unter prognostischen Gesichtspunkten nicht eindeutig belegt ist. Bei zusätzlich bestehenden Zeichen von renal-metabolischen Entgleisungen ist die Dialysetherapie Mittel der Wahl. Hierbei ist besonders die Peritonealdialyse aufgrund der höheren hämodynamischen Stabilität, positiven kardialen Effekte und hohen Patientenautonomie als vorteilhaft hervorzuheben.


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