soziale schicht
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2020 ◽  
Vol 14 (1) ◽  
pp. 65-76
Author(s):  
Barbara Stollberg-Rilinger
Keyword(s):  

Wir haben es mit einer Zeit beschleunigten Wandels zu tun. Die sozialen Unterschiede verschärfen sich; es gibt Gewinner und Verlierer dieses Wandels. Viele fühlen sich durch die Dynamik abgehängt und sehen ihre altvertrauten Selbstverständlichkeiten bedroht. Ein Thema beherrscht den gesellschaftlichen Diskurs und wirkt in einem bisher unbekannten Ausmaß polarisierend; es provoziert jeden Einzelnen zur eindeutigen Parteinahme. Der Zwang zum Bekenntnis der richtigen Gesinnung nimmt zu, das wechselseitige Misstrauen steigt. Die Spaltung verläuft quer durch jedes Land, jede soziale Schicht, mitunter sogar quer durch die Familien. Gemäßgte, vermittelnde Stimmen haben es immer schwerer, sich Gehör zu verschaffen. Die gemeinsame Basis an fraglos geteilten Überzeugungen und Verfahren, auf der man sich über die feindlichen Lager hinweg verständigen kann, wird immer schmaler.


2012 ◽  
Vol 15 (1) ◽  
pp. 44-44
Author(s):  
Beate Schumacher
Keyword(s):  

2011 ◽  
Vol 19 (1) ◽  
pp. 13-22 ◽  
Author(s):  
Helge Danker ◽  
Esther Herrmann ◽  
Judith Keszte ◽  
Alexandra Meyer ◽  
Dorit Wollbrück ◽  
...  

Zusammenfassung. Tabak- und Alkoholkonsum sind Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Kehlkopfkrebs. Post-operativ fortgesetztes Risikoverhalten kann negative gesundheitliche Auswirkungen haben. Ziel der Arbeit waren die Beschreibung des Alkohol- und Tabakkonsums von Patienten nach krebsbedingter Kehlkopfteilresektion und die Identifizierung von Bedingungen, die die Wahrscheinlichkeit gesundheitlichen Risikoverhaltens beeinflussen. Es wurden 151 Kehlkopfkrebspatienten nach Larynxteilresektion befragt. Untersucht wurden postoperativer Alkohol- und Tabakkonsum sowie soziodemografische, medizinische und psychosoziale Parameter: Depressivität, Ängstlichkeit, erlebte soziale Unterstützung, Progredienzangst, Geschlecht, soziale Schicht, Alter und Tumorstadium. Binär logistische Regressionsanalysen wurden zur Schätzung gesundheitlichen Risikoverhaltens eingesetzt. Zum Zeitpunkt der Befragung waren 22% Raucher. Personen, die kaum soziale Unterstützung erhielten, hatten im Vergleich zu Personen mit guter Unterstützung eine höhere Chance (OR = 8,67) weiterhin zu rauchen. Der Alkoholkonsum war bei 28% der Männer gesundheitsschädigend hoch. Nur zwei der Befragten brachten ihren Alkoholkonsum mit der Krankheitsentstehung in Zusammenhang und 44% mit dem Rauchen. Anders als beim Rauchen bedingte hohe soziale Unterstützung postoperativen Alkoholkonsum (OR = 11,20). Gesundheitliches Risikoverhalten wird nicht selten nach einer Erkrankung an Kehlkopfkrebs aufrechterhalten. Während den Betroffenen die Schädlichkeit des Rauchens weitgehend bekannt erscheint, ist sie hinsichtlich des Alkohols deutlich weniger bewusst. Dies könnte sich auch in dem Umstand widerspiegeln, dass gute soziale Unterstützungssysteme einerseits den Alkoholkonsum stimulieren und andererseits den Tabakkonsum verhindern helfen. Ein Bedarf an professioneller Aufklärung und Unterstützung scheint in Anbetracht der Studienergebnisse angezeigt.


2005 ◽  
Vol 62 (9) ◽  
pp. 591-595 ◽  
Author(s):  
Meier ◽  
Ackermann-Liebrich

Seit langer Zeit ist bekannt, dass zwischen der sozialen Schicht sowie dem Vorkommen und Verlauf bestimmter Krankheiten ein Zusammenhang besteht. Nach wie vor weiß man aber zu wenig darüber, was den Zusammenhang ausmacht, welches die hauptsächlichen Risikofaktoren sind und wie die fast durchwegs schlechtere Prognose in den unteren sozioökonomischen Schichten im Einzelnen verbessert werden könnte. Die Definition der sozialen Schicht kann über verschiedene Indikatoren erfolgen, häufig gebraucht werden Beruf und berufliche Stellung oder die letzte abgeschlossene Ausbildung, hierzu existieren auch internationale Klassifikationen. Heute stellen zahlreiche Studien aus Europa in den unteren Schichten eine schlechtere kardiovaskuläre Gesundheit sowie ein gehäuftes Vorkommen der klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren fest. Der Zugang zu medizinischen Einrichtungen scheint aber in den meisten Ländern für alle Schichten gewährleistet. Die Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung zeigen ebenfalls ein unterschiedliches Vorkommen kardiovaskulärer Risikofaktoren oder Erkrankungen in drei Bildungsschichten: verhaltensbedingte Faktoren wie Rauchen, Übergewicht und körperliche Inaktivität kommen in den unteren Schichten vermehrt vor. Als Folge werden vermehrt kardiovaskuläre Risikofaktoren, wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin getestet und erhöhte Werte medikamentös therapiert. Die Diskussion um den Einfluss der sozialen Schicht auf das kardiovaskuläre Risiko geht heute aber über die klassischen Risikofaktoren hinaus. Es werden auch psychosoziale Belange wie Eigenkontrolle, Selbstwertgefühl und Bewältigungsstrategien (Coping) für die kardiovaskuläre Gesundheit verantwortlich gemacht. Die Aufgabe der Prävention besteht somit nicht nur darin, Risikofaktoren zu verhindern, Werte zu messen und zu therapieren, sondern auch darin, Verhältnisse für eine gesunde Lebensweise zu schaffen und die Motivation sowie die Möglichkeit zu einem entsprechenden Verhalten vor allem auch in unteren sozioökonomischen Schichten zu fördern.


2003 ◽  
Vol 55 (3) ◽  
pp. 543-556 ◽  
Author(s):  
Peter Kriwy ◽  
John Komlos ◽  
Marieluise Baur
Keyword(s):  

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