nördliche kalkalpen
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Humanities ◽  
2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 17
Author(s):  
Sean Ireton

Focusing on the so-called Nördliche Kalkalpen or Northern Limestone Alps of Germany and Austria, I will discuss how human interaction with these mountains during the age of the Anthropocene shifts from scientific and athletic exploration to commercial and industrial exploitation. More specifically, I will examine travel narratives by the nineteenth-century mountaineers Friedrich Simony and Hermann von Barth, juxtaposing their respective experiences in diverse Alpine subranges with the environmental history of those regions. This juxtaposition harbors a deeper paradox, one that can be formulated as follows: Whereas Simony and Barth both rank as historically important Erschließer of the German and Austrian Alps, having explored their crags and glaciers in search of somatic adventure and geoscientific knowledge, these very sites of rock and ice were about to become so erschlossen by modernized tourism that one wonders where the precise boundaries between individual-based discovery and technology-driven development lie. In other words, during the nineteenth century a kind of Dialektik der Erschließung (a variation on Horkheimer and Adorno’s Dialektik der Aufklärung) manifests itself in the increasing anthropogenic alteration of the Alps.


Grundwasser ◽  
2019 ◽  
Vol 25 (1) ◽  
pp. 71-80
Author(s):  
Katharina Lechner ◽  
Markus Ribis ◽  
Gerhard Poscher
Keyword(s):  

2017 ◽  
Vol 65 (2) ◽  
pp. 145-155 ◽  
Author(s):  
Andrew P. Moran ◽  
Susan Ivy-Ochs ◽  
Christof Vockenhuber ◽  
Hanns Kerschner

Abstract. Ein gut erhaltenes Moränensystem in der Mieminger Kette (österreichische nördliche Kalkalpen) stellt einen geomorphologischen Nachweis eines vergangenen Gletschervorstoßes dar, der deutlich weiter reichte als die spätere Vergletscherung der „Kleinen Eiszeit“. Der rekonstruierte Paläogletscher lässt auf eine Erniedrigung der Gleichgewichtslinie von -70 bis -120 m schließen, während Blöcke auf der Moräne mit 36Cl auf das frühe Holozän (~10,4 ka) datiert wurden. Somit erfolgte der Gletschervorstoß höchstwahrscheinlich in einer gletscherfreundlichen Klimaphase während des Präboreals. Auf der inneren Seite der Moräne, im Bereich der ehemaligen Gletscherzunge, wurden weitere Blöcke auf hügeligem Moränenmaterial datiert, die wesentlich jüngere Alter um ungefähr 9 ka aufweisen. In Verbindung mit mehreren fossilen Blockgletschern im Kar, die sich nach dem Gletschervorstoß bildeten, deuten diese Alter auf eine längere Phase instabiler Bedingungen hin. Diese ist möglicherweise durch die Bildung von diskontinuierlichem Permafrost und periglaziale Prozesse im Kar zu erklären. All jene Formen liegen deutlich oberhalb einer Abfolge von Ufermoränensegmenten, die in Verbindung mit dem „Egesenstadial“ (Jüngere Dryas Kaltphase) stehen. Die 36Cl Alter, die hier vorgestellt werden, sind die ersten Expositionsalter von einer Moräne in den Nordalpen und bilden einen ersten Baustein für die Erarbeitung einer numerisch datierten Moränenchronologie für diese Alpenregion.


2011 ◽  
Vol 61 (1) ◽  
pp. 16-31
Author(s):  
Diethard Sanders

Abstract. Im Einzugsgebiet des ‘Giessenbaches’ (Nördliche Kalkalpen, NKA) lagerte sich eine mächtige Sedimentabfolge während bis wenig nach dem Zerfall des hochglazialen Eispanzers ab. Das Einzugsgebiet liegt auf gestörten, geklüfteten triassischen Dolomitgesteinen. Die quartäre Abfolge besteht aus, (a) aufgearbeitetem Till mit Leitgeschieben des Letzten Glazialen Maximums (LGM), (b) alluvialen Kiesen, die vom Dolomitgesteins-Untergrund gespeist wurden, (c) Decklagen von Flusssedimenten auf Terrassen, und (d) grossen Schutthalden. Die ehemalige (Vor-LGM) obere Hälfte des Giessenbach-Laufs ist noch heute ein trockenes, erhöhtes Tal das wesentlich durch spätglaziale bis holozäne Sedimente verfüllt ist. Der heutige Giessenbach zeigt ein konvexes Längsprofil mit einer Klamm im Unterlauf; diese Klamm war wahrscheinlich teilweise durch Toteis versperrt während die Sedimentation der Eiszerfallsphase bereits eingesetzt hatte. Außer glazial überformten Felsflächen und ehemaligen Nunatakkern ist die heutige Morphologie des Einzugsgebiets im wesentlichen bestimmt durch (a) einen ‚Schub‘ sehr rascher Sedimentation vom Eiszerfall bis ins ?frühe Spätglazial, gefolgt von (b) Hangstabilisierung durch Bewachsung, und Einschneiden von Gerinnen. Die rasche Sedimentation wurde durch den Untergrund aus tektonisch verformtem Dolomitgestein gefördert, das unter reichlicher Schuttbildung abwittert. Ähnliche Verläufe von rapider Sedimentation vom Eiszerfall bis zum Spätglazial hin zu einem längeren Zeitabschnitt vorwiegend mit Einschneiden von Gerinnen sind in den NKA weit verbreitet.


2011 ◽  
Vol 59 (1/2) ◽  
pp. 66-75 ◽  
Author(s):  
Eberhard Grüger ◽  
Hermann Jerz
Keyword(s):  

Abstract. Auf dem stark verkarsteten, nahezu vegetationslosen Zugspitzplatt im Wettersteingebirge (Nördliche Kalkalpen) gibt es in 2290 m Höhe eine Doline mit einer fast 1 m mächtigen Füllung aus lössähnlichem Feinsediment. Dieser Feinstaub enthält Pollen und Sporen in Mengen, die trotz der Lage des Untersuchungspunktes weit oberhalb der heutigen Waldgrenze ohne weitere Anreicherung für Pollenanalysen ausreichten. Trotz schlechter Pollenerhaltung konnten die basalen Schichten dieses Profils pollenanalytisch datiert werden. Das älteste Sediment wurde während des frühen Atlantikums, zur Zeit des thermischen Optimums des Holozäns, abgelagert. Eine AMS-Datierung bestätigt dies (7415 ± 30 BP). Seitdem wurde der Untersuchungspunkt nicht mehr von einem Gletscher überfahren. Der gut belegte Gletschervorstoss der Löbben-Schwankung (sog. Plattstand, zwischen 3400 und 3100 Jahren BP) hat die Doline gerade nicht mehr erreicht. Die bekannten holozänen Gletscherstände sind in einer Übersicht dargestellt. Die Zusammensetzung der Pollenspektren der beiden ältesten Proben und deren sehr hohe Pollenkonzentrationen erlauben den Schluss, dass die Entfernung der Doline zum Wald während des Atlantikums sehr viel geringer war als derzeit.


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