perioperative komplikationen
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2020 ◽  
Vol 51 (05) ◽  
pp. 475-481
Author(s):  
Patricia John ◽  
Peter Albers ◽  
Andreas Hiester ◽  
Axel Heidenreich

ZusammenfassungDie retroperitoneale Lymphadenektomie ist integraler Bestandteil der stadienadaptierten Therapie von testikulären Keimzelltumoren. Verschiedene Ansätze der retroperitonealen Lymphadenektomie werden auf Basis unterschiedlicher Indikationen durchgeführt.Die nervschonende retroperitoneale Lymphadenektomie als primäre Therapieoption bei nicht seminomatösen Keimzelltumoren im klinischen Stadium I sollte risikoadaptiert erfolgen. Geringfügige perioperative Komplikationen wie Wundinfekte, Lymphozelen und paralytischer Ileus treten bei in etwa 14 % der Patienten auf. Schwerwiegendere Komplikationen wie chylärer Aszites und Lungenarterienembolien treten bei ca. 5,4 % der Patienten auf. Die häufigste Langzeitkomplikation ist hierbei das Auftreten einer Retrograden Ejakulation. Der Erhalt der antegraden Ejakulation kann jedoch bei weit über 90 % der Patienten erreicht werden.Die postchemotherapeutische retroperitoneale Lymphadenektomie ist integraler Bestandteil der multimodalen Therapie bei retroperitonealen Residualbefunden. Bei residuellen Befunden > 3 cm beim fortgeschrittenen Seminom dient das FDG PET als zuverlässige Entscheidungshilfe zur Durchführung einer retroperitonealen Lymphadenektomie.Bei ca. 30 % der Patienten mit nicht seminomatösen Keimzelltumoren finden sich residuelle retroperitoneale Tumorbefunde. Diese sollten unabhängig von der Größe der Befunde bei negativen Serumtumormarkern oder Serumtumormarkern im Plateau komplett reseziert werden. Die postchemotherapeutische retroperitoneale Lymphadenektomie stellt einen herausfordernden Eingriff dar und sollte primär an ausgewiesenen Zentren durchgeführt werden. Bei bis zu 25 % der Patienten ist im Rahmen der postchemotherapeutischen retroperitonealen Lymphadenektomie die Resektion umgebender Strukturen indiziert. Eine Beteiligung der aorta abdominalis liegt in 6 – 10 % der Fälle vor, eine Beteiligung der vena cava in ca. 2 % der Fälle. Komplikationsraten liegen bei der postchemotherapeutischen retroperitonealen Lymphadenektomie höher als bei der primären nervschonenenden Lymphadenektomie mit signifikant höherem intraoperativen Blutverlust und signifikant höherer Transfusionsrate. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 2 – 7 % tritt chylärer Aszites nach postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie häufiger auf. Jedoch kann auch im Rahmen der postchemotherapeutischen Lymphadenektomie bei bis zu 85 % der Erhalt der antegraden Ejakulation erreicht werden. Entscheidend für den Erhalt der antegraden Ejakulation und einer Verbesserung der Morbidität insgesamt ist auch hier das nach Möglichkeit das Anstreben eines nervsparenden Vorgehens durch Anpassung der Felder.


2019 ◽  
Vol 47 (01) ◽  
pp. 25-34 ◽  
Author(s):  
André Kleinpeter ◽  
Agnes Göpfert ◽  
Elisa Köhler ◽  
Walter Brehm

Zusammenfassung Ziel dieser Arbeit war die retrospektive Betrachtung der im Zeitraum 2006–2013 in der Tierklinik Alt Sammit mittels intravitrealer Low-Dose-Gentamicininjektion behandelten an ERU erkrankten Pferden hinsichtlich Visus und Rezidiven. Material und Methoden Das Patientengut umfasste 50 Pferde (61 erkrankte Augen) unterschiedlichen Alters und Rasse, bei denen verschiedene Erkrankungsstadien vorlagen. Die Injektionslösung mit einem Gentamicingehalt von 4,0 mg pro Auge wurde jeweils unter sterilen Kautelen frisch hergestellt. Die Injektion erfolgte nach der von Pinard et al. 2005 beschriebenen Methode am Patienten in Allgemeinanästhesie und Seitenlage jeweils in einem entzündungsfreien Zeitraum. Der postoperative Beobachtungszeitraum betrug 2–96 Monate (Mittelwert 25,8 Monate, Median 15 Monate). Ergebnisse 56 von 61 (91,8 %) behandelte Augen zeigten sich im Nachbeobachtungszeitraum rezidivfrei. Bei fünf Augen (8,2 %) traten in einem Zeitraum von 2 Wochen bis 28 Monate nach dem Eingriff Rezidive auf. Bei 43 von 61 Augen (70,5 %) blieb der Visus langfristig erhalten. Postoperativ kam es bei 18 Augen zur Erblindung, wobei jedoch ein Großteil hiervon bereits präoperativ deutliche pathologische Veränderungen mit zum Teil hochgradiger Visuseinschränkung aufgewiesen hatten. Hauptursache für einen Visusverlust war die Progression einer präoperativ bestehenden Kataraktbildung. Perioperative Komplikationen beschränkten sich auf Reflux von Glaskörpermaterial in den subkonjunktivalen Raum in zwei Fällen, zwei subkonjunktivale Blutungen im Bereich der Injektionsstelle, eine intravitreale Blutung sowie zwei Fälle mit einer unmittelbar postoperativ aufgetretenen Schmerzreaktion auf die intravitreale Injektion als solche. Schlussfolgerung und klinische Relevanz Die erzielten Therapieresultate lassen sich hinsichtlich Visus und Rezidiv mit denen der Vitrektomie vergleichen. Die Komplikationsrate ist bei korrekt angewendeter Injektionstechnik und -menge äußerst gering. Die intravitreale Low-Dose-Gentamicininjektion stellt damit eine kostengünstige und komplikationsarme Alternative zur Vitrektomie dar.


intensiv ◽  
2018 ◽  
Vol 26 (06) ◽  
pp. 317-322
Author(s):  
Manuel Kaider

ZusammenfassungUm Menschen vor einer Operation optimal auf den Eingriff vorzubereiten, hat sich seit vielen Jahren in den USA das präoperative Anästhesiepflegegespräch bewährt. Es kann vorhandene Ängste, perioperative Komplikationen und postoperative Schmerzen bei den Patienten mindern – und leistet gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Qualitätssteigerung der Pflege.


Author(s):  
Florian Kühn ◽  
Maximilian Nixdorf ◽  
Frank Schwandner ◽  
Ernst Klar

Zusammenfassung Hintergrund Trotz der Weiterentwicklung der medikamentösen Therapie und eines mittlerweile signifikant späteren OP-Zeitpunkts wird bei einem Großteil der Patienten mit Morbus Crohn im Laufe der weiterhin kausal unheilbaren Erkrankung eine oder mehrere chirurgische Interventionen notwendig. Methodik Retrospektive Analyse 120 konsekutiver Patienten, die aufgrund eines Morbus Crohn an der Universitätsmedizin Rostock (UMR) operiert wurden. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS. Ergebnisse Insgesamt wurden 284 Operationen an 120 Patienten erfasst, wovon 207 Eingriffe an der UMR durchgeführt wurden. Das mittlere Alter bei Erstoperation lag bei 38 Jahren (Range: 17 – 66), die Erstdiagnose des Morbus Crohn erfolgte im Alter von 30 Jahren (Range: 9 – 62). Jeder Patient wurde während seiner Erkrankung 2 – 3 × operiert (Range: 1 – 9). Je älter Patienten bei Erstdiagnose waren, desto kürzer war das Intervall bis zur Erstoperation. Die Anzahl der Operationen pro Patient wurde von Lokalisation und Verhalten der Erkrankung signifikant beeinflusst, wobei ein penetrierendes Verhalten mit einer höheren und ein Befall des terminalen Ileums (L1) mit einer niedrigeren OP-Frequenz assoziiert waren. Risikofaktoren für Komplikationen > Grad III nach Clavien-Dindo waren unter anderem ein höheres Alter bei Operation sowie bei Erstdiagnose, ein verminderter Albuminspiegel und ein erhöhtes CRP. Anastomoseninsuffizienzen waren ebenfalls mit den genannten Risikofaktoren sowie der präoperativen Einnahme von > 20 mg Prednisolonäquivalent pro Tag bzw. einer Gesamtdosis von > 280 mg über die letzten 14 Tage vor OP assoziiert. Anastomosenkonfiguration sowie ein mikroskopischer Befall der Resektionsränder hatten keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Entstehung einer Anastomoseninsuffizienz. Schlussfolgerung Eine Diagnosestellung nach dem 30. Lebensjahr war in dieser Analyse mit einem signifikant früheren OP-Zeitpunkt assoziiert. Patienten mit Befall des terminalen Ileums (L1) hatten eine signifikant geringere OP-Frequenz als Patienten mit Kolon- oder kombiniertem Morbus-Crohn-Befall. Alter, Albumin, CRP und eine Steroidmedikation > 20 mg pro Tag zeigten sich als Prädiktoren für perioperative Komplikationen.


2018 ◽  
Vol 58 (01) ◽  
pp. 45-51
Author(s):  
Benjamin Ulmar ◽  
Tobias Dorn ◽  
Nikolay Dimitrov ◽  
Alin-Ionud Mandache ◽  
Stefan Rehart ◽  
...  

Zusammenfassung„Rheumatiker“ haben ein erhöhtes Frakturrisiko. Die chirurgische Versorgung eines akuten Traumas bzw. der eingetretenen Traumafolgen ist aufgrund der schlechten ossären und weichteiligen Gewebestrukturen anspruchsvoll. Das Risiko für perioperative Komplikationen ist erhöht. Die Behandlung von „Rheumatikern“ nach Trauma ist komplex und erfordert eine individuelle multimodale Rehabilitation in spezialisierten Einrichtungen, welche die muskulo-skelettale und systemische Manifestation der Grunderkrankung und der additiv vorliegenden Traumafolgen adressieren kann.


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