Tyndallometrie der Augenvorderkammer nach verschiedenen Anti-VEGF-Injektionen

2016 ◽  
Vol 2 (2) ◽  
pp. 66-67
Author(s):  
Uwe Pleyer

Zielsetzung: Beurteilung der inflammatorischen Reaktion auf intravitreal appliziertes Aflibercept (IVA) oder Ranibizumab (IVR) bei Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD). Methoden: Insgesamt 60 Augen von 60 Patienten mit neovaskulärer AMD und 30 Augen von 30 nach dem Lebensalter gepaarten gesunden Personen als Kontrollgruppe wurden in diese prospektive, vergleichende Beobachtungsstudie eingeschlossen. Die AMD-Patienten wurden im Verhältnis 1:1 mit IVA oder IVR behandelt. Der Tyndall-Effekt in der Vorderkammer wurde an Tag 0, 1 und 30 mit dem Laser-Flare-Meter Kowa FM-600 gemessen (Kowa Company, Ltd., Tokio, Japan). Der mittlere Flare-Wert mit Standardabweichung wurde als Photonenzahl pro Millisekunde erfasst. Ergebnisse: An der Studie nahmen 51 (56,7%) Männer und 39 (43,3%) Frauen teil; das mittlere Lebensalter betrug 72,7 ± 7,5 Jahre. Die mittleren Flare-Werte des Kammerwassers zu Studienbeginn, an Tag 1 und an Tag 30 betrugen in der IVR-Gruppe 7,08 ± 2,44, 7,23 ± 2,56 und 6,99 ± 2,29, in der IVA-Gruppe 6,87 ± 3,18, 6,86 ± 3,19 und 6,53 ± 2,79 und in der Kontrollgruppe 6,4 ± 3,29, 6,41 ± 3,06 und 6,42 ± 3,05. Bei den Flare-Werten zu Studienbeginn bestanden keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den drei Gruppen (p = 0,666). Bei der Untersuchung an Tag 1 zeigte sich eine leichte, jedoch nicht signifikante Zunahme des Flare in der Ranibizumab-Gruppe. Ein signifikanter Unterschied bei den Flare-Werten bestand weder innerhalb der mit Ranibizumab oder der mit Aflibercept behandelten Gruppe (p = 0,768 bzw. p = 0,387) noch zwischen den Gruppen (p = 0,635). Weder vor noch nach den intravitrealen Injektionen mit Ranibizumab bzw. Aflibercept waren signifikante klinische entzündliche Reaktionen festzustellen. Schlussfolgerung: Die mit Aflibercept oder Ranibizumab behandelten Augen mit neovaskulärer AMD zeigten kurzfristig keine signifikante intraokulare Inflammation. Aflibercept besitzt zwar im Vergleich zu Ranibizumab ausgeprägtere immunogene Merkmale, z.B. einen zusätzlichen Fc-Anteil, und ist ein größeres Molekül, verhindert aber wahrscheinlich durch seine stärkere antiinflammatorische Wirkung die Induktion entzündlicher Reaktionen. Übersetzung aus Ophthalmic Res 2016;56:35-40 (DOI:10.1159/000444497) © 2016 S. Karger GmbH, Freiburg

2019 ◽  
Vol 28 (6) ◽  
pp. 947-951 ◽  
Author(s):  
Irmak Karaca ◽  
Suzan Güven Yılmaz ◽  
Melis Palamar ◽  
Halil Ateş

2016 ◽  
Vol 2 (2) ◽  
pp. 92-95
Author(s):  
Hisashi Matsubara ◽  
Ryohei Miyata ◽  
Maki Kobayashi ◽  
Hideyuki Tsukitome ◽  
Kengo Ikesugi ◽  
...  

Intravitreale Injektionen mit Wirkstoffen gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) sind eine gängige Behandlungsmaßnahme bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD). Obwohl diese Behandlungen sehr effektiv sind, sind in jüngster Zeit multiple Injektionen empfohlen worden, um auch langfristig für eine günstige Prognose zu sorgen. Es liegen jedoch Berichte über einen Anstieg des Augeninnendrucks (AID) nach multiplen Injektionen mit Anti-VEGF-Wirkstoffen vor. Wir präsentieren hier einen Fall von unkontrollierter persistierender AID-Erhöhung nach der Umstellung von intravitrealen Ranibizumab- auf Aflibercept-Injektionen. Bei einem 74-jährigen japanischen Mann ohne Glaukom in der Vorgeschichte, der zur Behandlung einer nAMD 22 Ranibizumab-Injektionen erhalten hatte, stieg nach der 22. Injektion der AID unvermittelt an. Die daraufhin eingeleitete medikamentöse Therapie führte zwar zur Normalisierung des AID, doch unterhalb der Fovea centralis lag auch nach der 25. Ranibizumab-Injektion noch subretinale Flüssigkeit vor. Daher erfolgte eine Umstellung der Therapie von Ranibizumab auf 2-monatliche intravitreale Injektionen mit Aflibercept, begleitet von Glaukom-Medikamenten. Der AID kehrte daraufhin in den Normalbereich zurück. Nach der 11. Aflibercept-Injektion kam es trotz der weiterhin angewandten Glaukom-Medikamente wiederum zu einem plötzlichen AID-Anstieg. Aufgrund dieser anhaltenden AID-Erhöhung wurden die Aflibercept-Injektionen für 16 Wochen ausgesetzt. Da es auch mit einem umfassenden Glaukom-Medikationsschema nicht gelang, den AID zu normalisieren, unterzog sich der Patient einer Trabekulotomie, die zur Rückkehr des AID in den Normalbereich führte. Wir gelangen zu der Schlussfolgerung, dass Patienten, die serielle intravitreale Injektionen eines Anti-VEGF-Wirkstoffs erhalten, aufmerksam überwacht werden müssen, da sich eine schwere und anhaltende okuläre Hypertension entwickeln kann.


2019 ◽  
Vol 30 (5) ◽  
pp. 897-900 ◽  
Author(s):  
Pelin Kiyat ◽  
Melis Palamar ◽  
Suzan Guven Yilmaz ◽  
Sinan Emre

Purpose: To investigate the correlation between corneal involvement and anterior chamber flare using a laser flare meter in eyes with epidemic keratoconjunctivitis. Methods: A total of 82 eyes of 50 (32 female and 18 male) consecutive patients with epidemic keratoconjuctivitis were evaluated. Besides complete opthalmic examination, anterior chamber flare measurements with laser flare meter (FM 600, Kowa, Kowa Company Ltd., Nagoya, Japan) were performed. The relationship between corneal involvement, subepithelial deposits, and anterior chamber flare was assessed. Results: The mean age of the patients was 36.32 ± 18.77 (range 4–75) years and the mean duration of complaints was 5.28 ± 2.65 (range 1–12) days. The biomicroscopic findings were conjunctival hyperemia in 82 (100%), follicular reaction in 66 (80.5%), eyelid edema in 56 (68.3%), punctate epitheliopathy in 38 (46.3%), and subepithelial deposits in 36 (43.9%) eyes. The mean flare value was 17.35 ± 12.62 (range 2.0–45.0) photons/ms. Flare measurements were significantly higher in eyes with subepithelial deposits (p < 0.001). Conclusions: Subepithelial deposits seem to occur in eyes with higher anterior chamber inflammation in epidemic keratoconjunctivitis. The laser flare meter might be a useful tool to predict subepithelial deposit development in these patients.


1994 ◽  
Vol 33 (13) ◽  
pp. 2611 ◽  
Author(s):  
A.-K. Holmér ◽  
S. Hård ◽  
G. Helgason ◽  
A. Tønjum

2015 ◽  
Vol 1 (2) ◽  
pp. 80-81

Der Gehalt des Glaskörpers an vaskulärem endothelialem Wachstumsfaktor (VEGF), löslichem VEGF-Rezeptor 2 (sVEGFR-2), löslichem interzellulärem Adhäsionsmolekül 1 (sICAM-1), Monozyten-chemotaktischem Protein 1 (MCP-1) und Pentraxin 3 (PTX3) wurde bei 36 Patienten mit diabetischem Makulaödem (DMÖ) und 15 Patienten mit Makulaforamen (MF) mittels Enzymimmunoassay (enzyme-linked immunosorbent assay) bestimmt. Die Tyndall-Werte wurden mit einem Laser-Flare-Meter ermittelt und das Makulaödem mittels optischer Kohärenztomografie untersucht. Der Gehalt des Glaskörpers an VEGF, sVEGFR-2, sICAM-1, MCP-1 und PTX3 war bei den Patienten mit DMÖ signifikant höher als bei denen mit MF. Zwischen dem Glaskörper-Gehalt an sVEGFR-2 und den Konzentrationen von sICAM-1, MCP-1 und PTX3 bestand eine signifikante Korrelation. Der Tyndall-Wert korrelierte signifikant mit dem Glaskörper-Gehalt an sVEGFR-2, sICAM-1, MCP-1 und PTX3. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Entzündungsfaktoren bei DMÖ-Patienten eine erhöhte Gefäßpermeabilität induzieren und zur Unterbrechung der Blut-Kammerwasser-Schranke führen könnten. Übersetzung aus Noma H, et al: Role of inflammation in diabetic macular edema. Ophthalmologica 2014;232:127-135 (DOI: 10.1159/000364955)


1998 ◽  
Vol 29 (5) ◽  
pp. 380-384 ◽  
Author(s):  
Sherif M El-Harazi ◽  
Robert M Feldman ◽  
Alice Z Chuang ◽  
Richard S Ruiz ◽  
Guillermina Villanueva

1996 ◽  
Vol 209 (08/09) ◽  
pp. 89-93 ◽  
Author(s):  
Nhung Nguyen ◽  
Peter Martus ◽  
Michael Küchle

1998 ◽  
Author(s):  
Tomasz Zarnowski ◽  
Dariusz Haszcz ◽  
Ewa Rakowska ◽  
Zbigniew Zagorski

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