B. �Biologische� Faktoren als Ursache biologischer Strahlen-Wirkungen.

Keyword(s):  
2010 ◽  
Vol 67 (3) ◽  
pp. 105-116 ◽  
Author(s):  
Johannes Bitzer ◽  
Judith Alder

Die Sexualmedizin ist in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem integralen Bestandteil der medizinischen Grundversorgung von Frauen geworden. Ärzte brauchen deshalb einerseits die kommunikativen Fertigkeiten, um mit Patientinnen ein Gespräch über Sexualität zu führen und andrerseits ein Wissen über Modelle zur menschlichen Sexualität, über Klassifikationssysteme von Sexualstörungen und über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Der diagnostische Prozess reicht von der Deskription des sexuellen Problems hin zur Abklärung der konditionierenden Faktoren. Diese lassen sich differenzieren in biologische Faktoren, intraindivuelle und interpersonelle psychologische Faktoren und schließlich soziokulturelle Faktoren, die jeweils als prädisponierende, auslösende und erhaltende Faktoren wirksam werden können. Der therapeutische Prozess ist gekennzeichnet durch ein Stufenprogramm, welches auf psychoedukativen und beratenden Interventionen basiert. Darauf aufbauend besteht die Therapie häufig aus einer Kombination pharmakologischer Interventionen (Hormone, PDE5-Hemmer) und spezifische psychotherapeutischer Maßnahmen (sensate focus, kognitive Interventionen, paartherapeutische Verfahren).


2012 ◽  
Vol 61 (2) ◽  
pp. 103-132 ◽  
Author(s):  
Knut Kaiser ◽  
Sebastian Lorenz ◽  
Sonja Germer ◽  
Olaf Juschus ◽  
Mathias Küster ◽  
...  

Abstract. Die Kenntnis der regionalen Paläohydrologie ist eine wesentliche Grundlage für das Verständnis aktueller Umweltfragen, wie zum Beispiel nach den Gründen von hydrologischen Veränderungen, dem Einfluss von Landnutzungsstrategien und der Wirksamkeit von Renaturierungsvorhaben in Feuchtgebieten. Auch die Interpretation von Modellierungsergebnissen zu den künftigen Einflüssen des Klima- und Landnutzungswandels auf das Gewässersystem kann durch die Einbeziehung (prä-) historischer Analogien verbessert werden. Für das glazial geprägte nordostdeutsche Tiefland wurde eine Übersicht der vorliegenden paläohydrologischen Befunde für den Zeitraum der letzten etwa 20.000 Jahre erarbeitet. Die Entwicklung der Flüsse wurde mit Blick auf die Tal-/Auengenese und das Ablagerungsmilieu, die Veränderung des Tal- und Gerinneverlaufs sowie den Paläoabfluss bzw. das Paläohochwasser betrachtet. Wesentliche genetische Unterschiede bestehen zwischen Alt- (Elster- und Saalekaltzeit) und Jungmoränengebieten (Weichselkaltzeit) sowie zwischen hoch und tief gelegenen Tälern. Letztere sind stark durch Wasserspiegelveränderungen in der Nord- und Ostsee beeinflusst worden. Die Entwicklung der Seen wurde hinsichtlich der Seebildung, die überwiegend eine Folge der spätpleistozänen bis frühholozänen Toteistieftau-Dynamik ist, und der Veränderungen im Ablagerungsmilieu analysiert. Weiterhin standen Seespiegelveränderungen im Fokus, wobei sich hoch variable lokale Befunde mit einigen Übereinstimmungen zeigten. Der Überblick zur Moorentwicklung konzentrierte sich auf hydrogenetische Moorentwicklungsphasen und auf die langfristige Entwicklung des Grundwasserspiegels. Enge Beziehungen zwischen der Entwicklung der Flüsse, Seen und Moore bestanden insbesondere im Spätholozän durch komplexe Vermoorungsprozesse in den großen Flusstälern. Bis in das Spätholozän wurde die regionale Hydrologie überwiegend durch klimatische, geomorphologische und nicht-anthropogene biologische Faktoren gesteuert. Seit dem Spätmittelalter wurde in der Region das Gewässernetz und der Wasserkreislauf im starken Maß durch anthropogene Interventionen beeinflusst (z.B. Aufstau von Flüssen und Seen, Bau von Kanälen und Deichen, Moorkultivierung). In den letzten etwa 50 Jahren haben dann sogar die kurzfristigen anthropogenen Eingriffe, z.B. in Form von Abflussregulierung, Hydromelioration und künstlicher Seebildung, die Wirksamkeit langfristiger klimatischer und geomorphologischer Prozesse übertroffen.


2008 ◽  
Vol 08 (01) ◽  
pp. 18-23 ◽  
Author(s):  
Kai von Klitzing

ZusammenfassungAffektive Störungen mit Depressions- und/oder Angstsymptomen sind klinisch häufig vorkommende Phänomene im Kindes- und Jugendalter. Im Säuglings- und Kleinkindesalter äußern sie sich vorwiegend in verminderter Aktivität, Anhedonie und Entwicklungsverzögerung. Im Vorschulund Schulalter stehen Spielunlust und Spielhemmung, später Lernhemmung sowie psychosomatische Beschwerden und Verhaltensstörungen im Vordergrund. In der Adoleszenz stellen sich dann die typischen Symptome phasisch verlaufender depressiver Störungen oder länger anhaltender Dysthymien ein mit dem typischen Verhältnis von 2 : 1 weiblichen gegenüber männlichen Jugendlichen. Als ätiologische Faktoren spielen soziale Beziehungsbeeinträchtigungen sowie psychologische und biologische Faktoren eine Rolle, die auf komplexe Weise miteinander interagieren. Entsprechend der Multikausalität richtet sich eine adäquate Behandlung multimodal aus und bezieht soziale (Familien- und Gleichaltrigen-) Interventionen, psychotherapeutische Maßnahmen und in schweren Fällen die psychopharmakologische Behandlung in ein integratives Behandlungskonzept ein.


1999 ◽  
Vol 8 (1) ◽  
pp. 23-35 ◽  
Author(s):  
Dieter Wolke ◽  
Renate Meyer

Zusammenfassung. Die Bayerische Entwicklungsstudie untersuchte die Entwicklung von Kindern, die innerhalb der ersten zehn Lebenstage in eine Kinderklinik in Südbayern aufgenomen wurden zu fünf Zeitpunkten während der ersten neun Lebensjahre. Dazu gehörten sehr Frühgeborene < 32 Tragzeitwochen, neonatale Risikokinder > 31 Tragzeitwochen und reifgeborene Kontrollkinder. Sehr Frühgeborene hatten mehr als zehnmal häufiger kognitive Defizite als reifgeborene Kontrollen und besondere Probleme bei der ganzheitlichen Informationsverarbeitung. Oft waren mehrere Funktionsbereiche gleichzeitig betroffen (IQ, Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprache). Es traten häufiger Aufmerksamkeitsprobleme auf und 22% der sehr Frühgeborenen besuchten eine Sonderschule. Auch die größeren Hoch-Risikokinder hatten häufiger kognitive Probleme. Dieses Defizit wurde jedoch ab dem dritten Lebensjahr besser durch soziale als durch biologische Faktoren erklärt. Im Gegensatz dazu waren protektive Faktoren für die Entwicklung der sehr Frühgeborenen geringe neonatale Komplikationen, geringere Intensität der Versorgung und frühes Kopfaufholwachstum. Die Probleme sehr früher Geburt sind langfristig und bei anhaltenden Defiziten wahrscheinlich hirnorganischer Natur. Interventionen zur Vermeidung sekundärer Schäden sollten vor der Entlassung aus der Klinik einsetzen. Größere Frühgeborene (> 31 Tragzeitwochen) profitieren am meisten von psycho-pädagogischen Maßnahmen in der frühen Kindheit.


2019 ◽  
Vol 28 (1) ◽  
pp. 2-5
Author(s):  
Franz Petermann
Keyword(s):  

Zusammenfassung. Die Kenntnis früher Entwicklungsrisiken und Schutzfaktoren tragen dazu bei, abweichende Entwicklungen in der Kindheit rechtzeitig zu erkennen und Therapieschritte einleiten zu können. Die Ursachen einer abweichenden Entwicklung umfassen sowohl Schwangerschaftsrisiken, frühe Umwelteinflüsse und ungünstige biologische Faktoren als auch sozioökonomische, familiäre und partnerschaftsbezogene Einflüsse. Gut geplante Längsschnittstudien tragen dazu bei, die Startbedingungen von Kleinkindern und ihrer Entwicklung in den ersten Lebensjahren systematisch zu dokumentieren. Längsschnittstudien bilden auch das entscheidende Fundament, um Präventionsmaßnahmen zu begründen und in ihrer Wirksamkeit zu überprüfen.


2021 ◽  
Author(s):  
Markus A. Landolt

Gewalterleben, Vernachlässigung, Unfälle, Naturkatastrophen und lebensbedrohliche Krankheiten gehören zu den häufigsten Ursachen für die Entwicklung von Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen. Wie entstehen solche Störungen? Wie können sie erfasst werden? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es und welche therapeutischen Behandlungen sind geeignet und wirksam? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Kinderpsychotraumatologie, über deren aktuelle Entwicklungen dieses Buch einen Überblick gibt. Die vorliegende Neuauflage geht auf die Klassifikation von Traumafolgestörungen nach DSM-5 und ICD-11 ein und informiert über neue Methoden und Weiterentwicklungen im Bereich der Diagnostik und Behandlung solcher Störungsbilder. Aktuelle Forschungsbefunde, u.a. in Hinblick auf Entstehungsmodelle und biologische Faktoren, werden dargestellt, und es wird ein Überblick über Interventionsmöglichkeiten in der Notfallpsychologie und in der Behandlung von Traumafolgestörungen gegeben. Der Band bietet somit eine wertvolle Hilfe für alle, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten.


2018 ◽  
Vol 43 (02) ◽  
pp. 100-102

Bei einer rheumatoiden Arthritis (RA) stellen Angststörungen und Depressionen häufige Begleiterkrankungen dar – je nach Definition schwanken Literaturangaben zur Prävalenz und reichen bis zu 70% für Angststörungen und bis zu 20% Depressionen. Teilweise lassen sich diese Befunde mit der Belastung durch die chronische Erkrankung erklären, aber möglicherweise spielen auch weitere, biologische Faktoren eine Rolle.


1939 ◽  
Vol 52 (3) ◽  
pp. 72-75 ◽  
Author(s):  
C. Bärenfänger
Keyword(s):  

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