scholarly journals Late Quaternary evolution of rivers, lakes and peatlands in northeast Germany reflecting past climatic and human impact – an overview

2012 ◽  
Vol 61 (2) ◽  
pp. 103-132 ◽  
Author(s):  
Knut Kaiser ◽  
Sebastian Lorenz ◽  
Sonja Germer ◽  
Olaf Juschus ◽  
Mathias Küster ◽  
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Abstract. Die Kenntnis der regionalen Paläohydrologie ist eine wesentliche Grundlage für das Verständnis aktueller Umweltfragen, wie zum Beispiel nach den Gründen von hydrologischen Veränderungen, dem Einfluss von Landnutzungsstrategien und der Wirksamkeit von Renaturierungsvorhaben in Feuchtgebieten. Auch die Interpretation von Modellierungsergebnissen zu den künftigen Einflüssen des Klima- und Landnutzungswandels auf das Gewässersystem kann durch die Einbeziehung (prä-) historischer Analogien verbessert werden. Für das glazial geprägte nordostdeutsche Tiefland wurde eine Übersicht der vorliegenden paläohydrologischen Befunde für den Zeitraum der letzten etwa 20.000 Jahre erarbeitet. Die Entwicklung der Flüsse wurde mit Blick auf die Tal-/Auengenese und das Ablagerungsmilieu, die Veränderung des Tal- und Gerinneverlaufs sowie den Paläoabfluss bzw. das Paläohochwasser betrachtet. Wesentliche genetische Unterschiede bestehen zwischen Alt- (Elster- und Saalekaltzeit) und Jungmoränengebieten (Weichselkaltzeit) sowie zwischen hoch und tief gelegenen Tälern. Letztere sind stark durch Wasserspiegelveränderungen in der Nord- und Ostsee beeinflusst worden. Die Entwicklung der Seen wurde hinsichtlich der Seebildung, die überwiegend eine Folge der spätpleistozänen bis frühholozänen Toteistieftau-Dynamik ist, und der Veränderungen im Ablagerungsmilieu analysiert. Weiterhin standen Seespiegelveränderungen im Fokus, wobei sich hoch variable lokale Befunde mit einigen Übereinstimmungen zeigten. Der Überblick zur Moorentwicklung konzentrierte sich auf hydrogenetische Moorentwicklungsphasen und auf die langfristige Entwicklung des Grundwasserspiegels. Enge Beziehungen zwischen der Entwicklung der Flüsse, Seen und Moore bestanden insbesondere im Spätholozän durch komplexe Vermoorungsprozesse in den großen Flusstälern. Bis in das Spätholozän wurde die regionale Hydrologie überwiegend durch klimatische, geomorphologische und nicht-anthropogene biologische Faktoren gesteuert. Seit dem Spätmittelalter wurde in der Region das Gewässernetz und der Wasserkreislauf im starken Maß durch anthropogene Interventionen beeinflusst (z.B. Aufstau von Flüssen und Seen, Bau von Kanälen und Deichen, Moorkultivierung). In den letzten etwa 50 Jahren haben dann sogar die kurzfristigen anthropogenen Eingriffe, z.B. in Form von Abflussregulierung, Hydromelioration und künstlicher Seebildung, die Wirksamkeit langfristiger klimatischer und geomorphologischer Prozesse übertroffen.

2015 ◽  
Vol 21 ◽  
pp. 1-20
Author(s):  
Charles R. Marshall ◽  
Emily L. Lindsey ◽  
Natalia A. Villavicencio ◽  
Anthony D. Barnosky

A simple quantitative approach is presented for determining the relative importance of climate change and human impact in driving late Quaternary megafaunal extinctions. This method is designed to determine whether climate change or human impact alone can account for these extinctions, or whether both were important, acting independently (additively) and/or synergistically (multiplicatively). This approach is applied to the megafaunal extinction in the Última Esperanza region of southern Chile. In this region, there is a complex pattern of extinction. Records of environmental change include temperature proxies and pollen records that capture the transition from cold grasslands to warmer, moister forests, as well as evidence of initial human arrival. Uncertainty in extinction times and time of human arrival complicates the analysis, as does uncertainty about the size of local human populations, and the nature, strength, and persistence of their impacts through the late Pleistocene and early Holocene. Results of the Ultima Esperanza analysis were equivocal, with evidence for climate- and human-driven extinction, with each operating alone or additively. The results depend on the exact timing of extinctions and human arrival, and assumptions about the kinds of pressures humans put on the megafauna. There was little evidence for positive synergistic effects, while the unexpected possibility of negative synergistic interactions arose in some scenarios. Application of this quantitative approach highlights the need for higher precision dating of the extinctions and human arrival, and provides a platform for sharpening our understanding of these megafaunal extinctions.


2014 ◽  
Vol 21 (4) ◽  
pp. 1475-1481 ◽  
Author(s):  
Sara Varela ◽  
Matheus Souza Lima-Ribeiro ◽  
JosÉ Alexandre Felizola Diniz-Filho ◽  
David Storch

2007 ◽  
Vol 233 ◽  
pp. 592-604 ◽  
Author(s):  
Mark Horrocks ◽  
Scott L. Nichol ◽  
Donna M. D'Costa ◽  
Paul Augustinus ◽  
Tatjana Jacobi ◽  
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