ZeHf – Zeitschrift für empirische Hochschulforschung
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Published By Barbara Budrich Publishers

2367-3052, 2367-3044

2021 ◽  
Vol 4 (2-2020) ◽  
pp. 144-164
Author(s):  
Max Knaut ◽  
Matthias Ziegler

Die Auswahl von Promovierenden ist für Wissenschaftsorganisationen von hoher Relevanz. Dennoch existieren bisher kaum Studien zu diesen Prozessen. Die Arbeit adressiert diese Lücke, indem sie Akzeptanzurteile für Auswahlverfahren bei N = 170 potenziell Bewerbenden erfragte. Frei geführte Auswahlgespräche, berufliche Erfahrungen, Arbeitsproben und strukturierte Auswahlgespräche erhielten die höchsten Akzeptanzwerte. Persönlichkeitseigenschaften der Befragten und vorher erbrachte Leistungen in den Verfahren hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Akzeptanzurteile. Welche Verfahren eingesetzt werden, hatte Einfluss auf eine mögliche Bewerbungsabsicht. Zusätzlich wurde bei N = 164 Promovierenden erhoben, wie diese tatsächlich ausgewählt wurden. Promotionsstellen wurden am häufigsten durch frei geführte Auswahlgespräche und persönliche Kontakte besetzt. Es werden Implikationen für die Gestaltung von Auswahlverfahren von Promovierenden mit Blick auf Akzeptanz, Validität und Fairness diskutiert.


2021 ◽  
Vol 4 (2-2020) ◽  
pp. 111-129
Author(s):  
Stefanie Brenning ◽  
Elke Wolf

An deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften existieren zahlreiche Angebote, um Schülerinnen für Studiengänge und Berufe im MINT-Bereich zu begeistern. Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über deren Wirksamkeit fehlen jedoch weitgehend. Ausgehend vom aktuellen Forschungsstand entwickeln wir eine mehrstufige Wirkungslogik dieser Maßnahmen und analysieren anschließend die Methodik der uns vorliegenden 13 Evaluationen mithilfe einer Meta-Evaluation. Die Befunde zeigen, dass diese Evaluationen von MINT-Projekten nur sehr eingeschränkt der Erfolgsmessung dienen, da sich die schriftlichen Fragebögen größtenteils auf kurzfristige Erfolgsindikatoren beschränken und die Untersuchungsdesigns nicht den Ansprüchen einer Kausalanalyse genügen.


2021 ◽  
Vol 4 (2-2020) ◽  
pp. 130-143
Author(s):  
Johannes Schult

Fachspezifische Studierfähigkeitstests haben sich auch im deutschsprachigen Raum als valide Prädiktoren des Bachelorstudienerfolgs und somit als hilfreiche standardisierte Auswahlinstrumente erwiesen. Anhand der Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) wurde untersucht, ob sich ein vergleichbares Muster auch für das konsekutive Masterstudium zeigt. Die Analysestichprobe umfasste 118 Studierende der Wirtschaftswissenschaften, die zum Ende ihres Bachelorstudiums einen fachspezifischen Kompetenztest bearbeiteten und ein Masterstudium aufnahmen. Der Test zeigte eine niedrige Validität (r = –.23) bezüglich der Masternoten. Es zeigte sich dabei keine inkrementelle Validität über die Bachelornote hinaus. Bei gleichem Testscore waren Frauen im Schnitt um 0.17 Notenpunkte besser als Männer. Die Ergebnisse sprechen gegen den Einsatz des wissenslastigen Fähigkeitstests zur Studierendenauswahl im Master. Gelingensfaktoren für eine erfolgreiche Studierendenauswahl werden im Kontext von Prädiktorenkombinationen diskutiert.


2021 ◽  
Vol 4 (2-2020) ◽  
pp. 165-184
Author(s):  
Katharina Thies ◽  
Robert Kordts-Freudinger

Die Untersuchung der Gründe für den Studienabbruch von Studierenden in MINT-Fächern ist wegen des akuten Fachkräftemangels von großer Bedeutung. Dabei ist bisher wenig über Unterschiede zwischen MINT-Studiengängen, aber auch im Vergleich zu anderen Studiengängen, hinsichtlich der Abbruchgründe bekannt. Die längsschnittlich angelegte Studie untersucht daher individuelle Einflussfaktoren auf den Studienerfolg und Studienabbruch in zwei typischen MINT-Studiengängen (Chemie und Maschinenbau) und kontrastierend dazu in Studiengängen aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich (Politikwissenschaft, Soziologie, Soziale Arbeit). Während in bisherigen Studien (z.B. Heublein et al., 2017) fachübergreifende Prädiktoren für den Studienabbruch identifiziert werden konnten, wurde in den Analysen dieser Studie festgestellt, dass sich diese zwischen den Fächern und auch zwischen unterschiedlichen Hochschultypen sehr unterschiedlich auswirken. Vor allem die Sozialwissenschaften zeigen im Vergleich zu den MINT-Fächern einen deutlich geringeren Einfluss des Fachwissens auf den Studienabbruch.


2021 ◽  
Vol 4 (1-2020) ◽  
pp. 13-31
Author(s):  
Daniel Klein ◽  
Lars Müller

Wir untersuchen mit Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), inwiefern soziale, ethnische und geschlechtsspezifische Ungleichheiten beim Studienabbruch auf unterschiedliche akademische Leistungen vor und während des Studiums zurückzuführen sind. Theoretisch folgen wir der Unterscheidung zwischen leistungsbedingten (primären) und entscheidungsbasierten (sekundären) Effekten. Ergebnisse logistischer Regressionen zeigen, dass die Schulabschlussnote für die Erklärung gruppenspezifischer Ungleichheiten relevanter ist als die Studiennote. Das geringfügig höhere Studienabbruchrisiko von Männern ist vollständig auf Leistungsdefizite zurückzuführen. Soziale und ethnische Ungleichheiten sind in unterschiedlichem Ausmaß jeweils nur teilweise durch Leistungsunterschiede zu erklären. Die Ergebnisse implizieren, dass hochschulische Interventionen zur Reduktion von Leistungsdefiziten zu spät ansetzen und bezüglich ethnischer und sozialer Ungleichheiten beim Studienabbruch zu kurz greifen.


2021 ◽  
Vol 4 (1-2020) ◽  
pp. 32-54
Author(s):  
Hüseyin Hilmi Yildirim ◽  
Julia Zimmermann ◽  
Kathrin Jonkmann

Obwohl immer mehr Bildungsausländer*innen an deutschen Hochschulen studieren, ist über die Einflussfaktoren auf ihren Studienerfolg bisher wenig bekannt. Da sie besonders gefordert sind, den Lernstoff eigenständig vor- und nachzuarbeiten, untersuchte die vorliegende Studie ihr Nutzungsverhalten kognitiver und metakognitiver Lernstrategien als Schlüsselkomponenten selbstregulierten Lernens und deren längsschnittliche Effekte auf Studienzufriedenheit und Abbruchintention. Anhand latenter Profilanalysen wurden bei N = 3,837 Bildungsausländer*innen vier Lernerprofile (Maximal-, Tiefen-, Durchschnitts- und Minimallerner) im ersten Studiensemester ermittelt und ihre prospektive Vorhersagekraft für die Studienzufriedenheit und Abbruchintention am Ende des ersten Studienjahres bestätigt. Aus den Befunden lassen sich Implikationen für die Gestaltung von (profil-)spezifischen Trainings- und Unterstützungsangeboten für Bildungsausländer*innen in Deutschland ableiten.


2021 ◽  
Vol 4 (1-2020) ◽  
pp. 5-12
Author(s):  
Carola Grunschel ◽  
Markus Dresel

Der Aufsatz gibt eine Einführung in das Themenheft zu Studienerfolg und Studienabbruch in der Zeitschrift für empirische Hochschulforschung (ZeHf). Darin sind vier Beiträge enthalten, die im Rahmen von Forschungsprojekten der BMBF-Förderlinie „Studienerfolg und Studienabbruch“ aus psychologischer, soziologischer, erziehungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Perspektive entstanden sind.


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