Öffentliche Mobilität
Latest Publications


TOTAL DOCUMENTS

12
(FIVE YEARS 12)

H-INDEX

0
(FIVE YEARS 0)

Published By Springer Fachmedien Wiesbaden

9783658321055, 9783658321062

2021 ◽  
pp. 77-101
Author(s):  
Stephan Daubitz

ZusammenfassungWaren Verkehrspolitik und -planung in der Vergangenheit zumeist beschränkt auf die Verringerung von Raumwiderständen zur Herstellung von reibungslosen automobilen ‚Verkehrsflüssen‘, hat sich durch die Einbeziehung von Gerechtigkeitskonzeptionen und die präzise Unterscheidung zwischen den Begriffen Verkehr und Mobilität sowie den Einbezug des Individuums mit seinen subjektiven Wahrnehmungen die Möglichkeit eröffnet, eine innovative Form von Verkehrsplanung bzw. Mobilitätspolitik zu gestalten.


2021 ◽  
pp. 211-237
Author(s):  
Oliver Mietzsch

ZusammenfassungMit der Herausbildung integrativer Planungsansätze zur besseren Erfassung des Phänomens stellt sich nicht nur die Frage nach geeigneten Messinstrumenten zur Beschreibung der Komplexität der Bewegung von Menschen in Raum und Zeit. Vielmehr ergeben sich daraus auch gänzlich neue Anforderungen an den Bereich der Governance, d. h. die immateriellen und materiellen Rahmenbedingungen von Mobilität. Zu den immateriellen Rahmenbedingungen gehören die im historischen Kontext verorteten ethischen Begründungen für die Organisation von Mobilität ebenso wie die daraus entstandenen Handlungsmuster und Routinen, d. h. die Mobilitätskultur (siehe den Beitrag von Hoor in diesem Band).


2021 ◽  
pp. 53-76
Author(s):  
Oliver Schwedes

ZusammenfassungNachdem der öffentliche Verkehr in den ersten Nachkriegsjahrzehnten im Zuge der wirtschaftlichen Prosperität stetig an Bedeutung zugunsten des privaten Autoverkehrs verloren hatte, wurde er in den 1970er Jahren wiederentdeckt. Allerdings war das wiedererwachte Interesse der Verkehrsplaner*innen am öffentlichen Verkehr mehrheitlich dadurch motiviert, den rasant wachsenden Autoverkehr zu entlasten, um die Stauanfälligkeit zu reduzieren und damit die ‚freie Fahrt für freie Bürger‘ zu gewährleisten. Damals etabliert sich der verkehrspolitische Konsens, dass der öffentliche Verkehr auch zukünftig als Teil der Daseinsvorsorge, ein Mindestmaß an Mobilität für diejenigen erbringen soll, die sich kein Auto leisten können.


2021 ◽  
pp. 197-210
Author(s):  
Jens Holger Kirchner

ZusammenfassungSeit vielen Jahren hat in Berlin der Fahrradverkehr zugenommen – absolut und auch relativ. Einige behaupten, wegen der kommunalpolitischen Bemühungen, Andere behaupten, trotz dessen. In einigen Gegenden der Stadt nimmt der Radverkehr schon gefühlt einen Anteil von 50 % auf der Fahrbahn, d. h. gegenüber dem Kfz-Verkehr, ein.


2021 ◽  
pp. 269-300
Author(s):  
Sven Hausigke ◽  
Carolin Kruse

ZusammenfassungWie mobil eine Person ist, wird bestimmt von der Anzahl und Qualität ihrer Möglichkeiten – dem Möglichkeitsraum. Die Mobilität von Menschen ist daher von den äußeren, öffentlichen Einflussfaktoren abhängig, die sich aus dem Verkehrssystem selbst als auch aus den räumlichen, gesellschaftlichen und ökonomischen Einflussfaktoren ergeben. Um Mobilität für alle zu gestalten, sind somit die Bedarfe der Bevölkerung und ihre bestehenden Möglichkeitsräume in der Verkehrsplanung zu berücksichtigen.


2021 ◽  
pp. 105-138
Author(s):  
Christina Wolking

ZusammenfassungDer Mobilitätssektor befindet sich in einem umfassenden Transformationsprozess. Gesellschaftliche Makroentwicklungen, wie die Urbanisierung, Individualisierung, demographischer Wandel und Digitalisierung, eröffnen neue Möglichkeiten, führen aber andererseits auch zu erweiterten Anforderungen an das Mobilitätssystem. Die veränderten Rahmenbedingungen auf übergeordneter Ebene stoßen einen Wandel in Hinblick auf das Mobilitätsverhalten, auf das Mobilitätsangebot, aber auch auf die Leitbilder und Strategien der Politik an. Die Debatte um eine Verkehrswende verdeutlicht die Notwendigkeit von Veränderungen des Verkehrssystems. Durch den kontinuierlich hohen Anteil an den Treibhausgasemissionen in Deutschland kommt dem Verkehrssektor, als zweitgrößter Emittent nach der Energiewirtschaft, eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel zu.


2021 ◽  
pp. 239-267
Author(s):  
Alexander Rammert

ZusammenfassungMobilität erstens messen und zweitens bewerten zu können, ist eine Grundvoraussetzung für ihre planungspraktische Operationalisierung. Hierbei gilt es eine Vielzahl an Spezifika zu beachten, welche die Mobilität von klassischen verkehrsplanerischen Mess- und Bewertungsgrößen unterscheidet. Diese mobilitätsspezifischen Besonderheiten führen dazu, dass neue in der Verkehrswissenschaft ungebräuchliche Methoden zur Anwendung kommen müssen. Eine dieser Methoden ist die Indexbildung, welche die Mobilität großflächig messbar und bewertbar macht. Eine zentrale Voraussetzung um den Anspruch einer Öffentlichen Mobilität überprüfen zu können.


2021 ◽  
pp. 165-194
Author(s):  
Maximilian Hoor

ZusammenfassungDer vorliegende Beitrag setzt sich aus einer kulturtheoretischen Perspektive mit neuen Mobilitätskulturen und ihrer Bedeutung für die Öffentliche Mobilität auseinander. Wenn es das verkehrsplanerische und -politische Ziel ist, jede*r Bürger*in die gesellschaftliche Teilhabe zu gewähren, aber den dadurch verursachten Verkehr in seinen negativen Auswirkungen zu begrenzen (siehe die Einleitung von Schwedes in diesem Band), dann werden vielfältige und mit Konflikten verbundene Umgestaltungs-, Umverteilungs- und Aushandlungsprozesse geführt werden müssen, die sowohl auf materieller wie auf symbolischer Ebene wirken: Es braucht eine neue Mobilitätskultur.


2021 ◽  
pp. 139-163
Author(s):  
Dirk von Schneidemesser

ZusammenfassungDer Anstoß für Deutschlands erstes Fahrradgesetz kam aus der Zivilgesellschaft. Der Impuls entstand aus dem weiterhin ungeklärten Konflikt zwischen der Autofixierung der konservativen deutschen Verkehrspolitik und dem progressiven Wunsch nach einer nachhaltigen Mobilität, die sich an den Bedürfnissen der Bürger*innen orientieren soll und eine Umverteilung des Straßenraumes zugunsten des Radverkehrs erforderte. Dass Verkehr nachhaltiger gestaltet werden muss, war Konsens. Über das Wie gingen die Meinungen stark auseinander.


2021 ◽  
pp. 1-20
Author(s):  
Oliver Schwedes

ZusammenfassungBei allen aktuellen gesellschaftlichen Kontroversen scheint eines sicher zu sein, wir leben in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen. Manche Beobachter*innen interpretieren die gesellschaftlichen Konflikte sogar als Ausdruck einer allgemeinen Verunsicherung und sehen darin den Beleg für den sich vollziehenden gesellschaftlichen Wandel, so als würden tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen notwendigerweise mit einer Verunsicherung der Bevölkerung einhergehen, die sich dem Wandel nicht gewachsen fühlt. Die vermeintlich neuen sozialen Phänomene wie Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Rassismus scheinen sich so zu erklären, wenn sie nicht sogar mit einer verängstigten Bevölkerung entschuldigt werden.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document