Gewalt im Spätkapitalismus - Freie Assoziation
Latest Publications


TOTAL DOCUMENTS

186
(FIVE YEARS 44)

H-INDEX

1
(FIVE YEARS 0)

Published By Psychosozial Verlag

1434-7849, 2699-1519

2021 ◽  
Vol 24 (2) ◽  
pp. 36-48
Author(s):  
Alexandra Colligs ◽  
Jessica Lütgens

Jede Gesellschaft ist notwendigerweise auf Reproduktionsund Sorgearbeiten als Hintergrundbedingungen ihres Erhalts angewiesen. Diese Tätigkeiten finden entweder im Privaten statt, wo sie nicht als Arbeit anerkannt, sondern als bloßer Liebesdienst gerahmt, oder im professionellen Bereich, wo sie ungenügend entlohnt werden. Zumeist werden diese Arbeiten von Frauen verrichtet und sind daher Gegenstand und Bezugspunkt feministischer Kämpfe. Der Beitrag beschäftigt sich anlässlich der Ansprache der Bundeskanzlerin vom 18. März 2020 mit der Frage, was die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung über die vergeschlechtlichte Arbeitsteilung erkennen lassen und welche Folgen die Pandemie besonders für Frauen hat.


2021 ◽  
Vol 24 (2) ◽  
pp. 69-89
Author(s):  
Maximilian Hauer

Ziel des Aufsatzes ist es, den ontologischen Status der Covid-19-Pandemie im Spannungsfeld zwischen Naturkatastrophe und gesellschaftlichem Handeln zu bestimmen. Nach allgemeinen Überlegungen zum Verhältnis von Katastrophe und Ideologieproduktion sondiert der Autor aktuelle Verarbeitungsweisen der Pandemie, wie Verschwörungsdenken, Szientismus, Malthusianischen Fatalismus und soziozentrischen Dualismus. Der Text befragt diese weltanschaulichen Deutungsangebote auf ihre jeweiligen Konzeptualisierungen des gesellschaftlichen Naturverhältnisses. Auf den kritischen Durchgang durch die genannten Gestalten des Bewusstseins folgt der Vorschlag einer positiven Bestimmung der Pandemie als gesellschaftlich koproduzierte Naturkatastrophe. Dabei greift der Autor auf verschiedene Vertreter:innen des ökologischen Marxismus zurück.


2021 ◽  
Vol 24 (2) ◽  
pp. 5-9
Author(s):  
Markus Brunner ◽  
Christine Kirchhoff ◽  
Florian Knasmüller ◽  
Julia König ◽  
Jan Lohl ◽  
...  

2021 ◽  
Vol 24 (2) ◽  
pp. 130-135
Author(s):  
Jeja Klein ◽  
Tom D. Uhlig

2021 ◽  
Vol 24 (2) ◽  
pp. 90-106
Author(s):  
Malte Thießen

Angela Merkels Corona-Rede vom 18. März 2020 ist eine Zäsur. Zum ersten Mal setzte sich ein deutsches Regierungsoberhaupt in einer Ansprache mit einer Pandemie auseinander. Der Beitrag ordnet Merkels Deutungen der Corona-Pandemie in die Seuchengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ein, um nach Traditionen und Besonderheiten zu fragen: Ist Corona eine Zäsur, vielleicht sogar eine Zeitenwende? Und was sagt die Rede der Bundeskanzlerin aus über deutsche Risikowahrnehmungen und Sicherheitsvorstellungen?


2021 ◽  
Vol 24 (2) ◽  
pp. 49-68
Author(s):  
Bernadette Grubner

Der Beitrag analysiert den politischen Umgang mit dem Coronavirus in Deutschland unter gesellschaftskritischem und psychoanalytischem Blickwinkel. Auf der Grundlage insbesondere der lacanianischen Triebund Sozialtheorie werden die Auswirkungen der Maßnahmen auf das zwischenmenschliche Verhalten, ihre triebökonomischen Implikationen sowie der Zusammenhang zwischen Pandemiebekämpfung und spätkapitalistischen Herrschaftsformationen untersucht. Im Zentrum steht die These, dass sich die »neue Normalität« der Virusbekämpfung als Fortsetzung einer gesellschaftlichen Entwicklung begreifen lässt, die sich seit den 1960er und 1970er Jahren in den westlichen Industrieländern vollzogen hat und die mit einer Veränderung der Subjektivierungsweise (d.h. der Weise, in der das Begehren der Subjekte geformt und ihr Verhalten reguliert wird) einhergegangen ist. Dieser Blickwinkel erhellt einige der auffälligsten gesellschaftlichen Phänomene, die in Zusammenhang mit der Pandemiebewältigung auftreten. Doch auch andere Entwicklungen – wie etwa die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung – werden vor diesem Hintergrund fassbar und im Beitrag dargelegt.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document