Forum Kinder- und Jugendsport
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Published By Springer Science And Business Media LLC

2730-7212, 2730-7220

2021 ◽  
Vol 2 (2) ◽  
pp. 91-92
Author(s):  
Stefan Raid ◽  
Nils Neuber ◽  
Peter Lautenbach

Author(s):  
Anke Hanssen-Doose ◽  
Doris Oriwol ◽  
Claudia Niessner ◽  
Steffen Christian Eckehard Schmidt ◽  
Katja Klemm ◽  
...  

ZusammenfassungBereits im Kindes- und Jugendalter gilt die motorische Leistungsfähigkeit als wichtiger Gesundheitsmarker. Auf Basis von Daten der Motorik Modul-Studie wird in diesem Artikel längsschnittlich über die Jahre 2003–2017 untersucht, inwieweit sich Sportvereinsmitglieder, die konstant im Sportverein aktiv waren, hinsichtlich ihrer motorischen Entwicklung von denjenigen unterscheiden, die nie im Sportverein aktiv waren. Es wurden Daten aus drei Messwellen untersucht: T1 (2003–2006), T2 (2009–2012) und T3 (2014–2017). Aus insgesamt N = 1092 Teilnehmenden, von denen über T1 bis T3 Daten zur Motorik vorlagen, wurden all diejenigen mit konstanter Mitgliedschaft und Nicht-Mitgliedschaft im Sportverein über drei Messwellen ausgewählt. Das sind 46 % der Gesamtstichprobe (N = 498). Von den N = 498 Teilnehmer*innen (Alter T1: 8,9 ± 3,8 Jahre, T2: 15,1 ± 3,9 Jahre, T3: 20,3 ± 4,0 Jahre) waren 15 % dauerhafte Sportvereinsmitglieder mit Wettkampfengagement, 53 % dauerhafte Sportvereinsmitglieder ohne Wettkampfengagement sowie 32 % dauerhaft Sportvereinsabstinente. Zur Ermittlung der motorischen Leistungsfähigkeit wurden konditionelle und koordinative Fähigkeiten anhand des MoMo-Testprofils erhoben (Kondition: Standweitsprung, Liegestütz, Fahrrad-Ausdauertest, Koordination: Seitliches Hin- und Herspringen, Einbeinstand, Balancieren rückwärts). Die Unterschiede in der Entwicklung wurden anhand von alters- und geschlechtsadjustierten Perzentilen mittels Varianzanalysen mit Messwiederholung berechnet, mit dem Sozialstatus als Kovariate. Innerhalb der Sportvereinsmitglieder waren Teilnehmende mit niedrigem Sozialstatus deutlich unterrepräsentiert. Insgesamt betrachtet, ist die Entwicklung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten bei Sportvereinsmitgliedern als signifikant besser zu beurteilen im Vergleich zu Sportvereinsabstinenten (Modell Koordination * Sportverein: df = 3,870 | F = 2,931 | p = 0,021 | ETA = 0,015 | f = 0,123; Modell Kondition * Sportverein: df = 4 | F = 3,794 | p = 0,005 | ETA = 0,048 | f = 0,225). Die Ergebnisse untermauern die Wichtigkeit der Sportvereine für die motorische Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland.


Author(s):  
Oliver Kauer-Berk ◽  
Katharina Morlang ◽  
Peter Lautenbach

Author(s):  
Nils Neuber ◽  
Stefanie Dahl ◽  
Sebastian Salomon
Keyword(s):  

ZusammenfassungDas Konzept der Zeitperspektiven strukturiert das Jugendalter auf der Grundlage gegenwartsbezogener Entfaltung (Moratorium) und zukunftsbezogener Entwicklung (Transition). Der Beitrag bezieht dieses Modell auf die drei sportbezogenen Settings Schulsport, Vereinssport und Selbstorganisierter Sport und fragt nach den jeweiligen Entfaltungs- und Entwicklungspotenzialen aus der Sicht von Jugendlichen. Dabei werden Stichproben aus den Jahren 2002 und 2019 miteinander verglichen (N1 = 214; N2 = 502). Im Zeitvergleich zeigt sich, dass die Einschätzung gegenwartsbezogener Entfaltungsbedürfnisse und zukunftsbezogener Entwicklungsaufgaben in der Perspektive junger Menschen tendenziell unverändert bleibt, dass jedoch die Bedeutung sozialer Kontakte insbesondere im Selbstorganisierten Sport abnimmt. Damit deutet sich eine Tendenz vom spielerischen Sporterleben in der Freizeit zur körper- und fitnessbezogenen Selbstoptimierung an.


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