Zeitschrift für Sprachlich-Literarisches Lernen und Deutschdidaktik
Latest Publications


TOTAL DOCUMENTS

4
(FIVE YEARS 4)

H-INDEX

0
(FIVE YEARS 0)

Published By Universitatsbibliothek Der Ruhr-Universitat Bochum

2701-0589

Author(s):  
Birgit Mesch ◽  
Sandra Pappert

Kennzeichnend für die deutsche Bildungssprache ist die Verdichtung von Informationen mittels Komposita und komplexer Nominalphrasen. Deren Länge und morpho-syntaktische Komplexität stellen Schüler*innen vor Herausforderungen. Unklar ist, welche der oft komplementären Konstruktionen leichter zu lesen sind und ob sich dies im Leseerwerb verändert. In einem Lesezeitexperiment wurde getestet, ob Komposita oder komplexe Nominalphrasen in Satzkontexten schneller leise gelesen werden. Präsentiert wurden Teil-Ganzes-Beziehungen in Konstruktionen wie Komposita (Apfelkern), Nominalphrasen mit Genitiv- (Kern des Apfels) und Präpositionalattribut (Kern vom Apfel). Teilgenommen haben Leseanfänger*innen (Jg. 2) und leicht fortgeschrittene Leser*innen (Jg. 4). Insgesamt haben die Lesefortgeschrittenen schneller gelesen als die Leseanfänger*innen. Komposita und Nominalphrasen mit Präpositionalattribut wurden von beiden Gruppen schneller gelesen als Nominalphrasen mit Genitivattribut. Die Effekte waren unabhängig vom sprachlichen Hintergrund. Das Ergebnis relativiert die Möglichkeiten der syntaktischen Paraphrasierung von Komposita zur Heranführung an Bildungssprache.


Author(s):  
Michael Becker-Mrotzek

Der folgende Beitrag befasst sich mit der Theorie und Empirie sprachlichen Lernens. Zu Beginn wird der Begriff Sprachkompetenz definiert und anschließend aus drei verschiedenen Perspektiven analysiert: 1.) im Kontext von Sprechen und Zuhören, 2.) im Kontext von Lesen und Schreiben und 3.) im Kontext digitaler Medien. Dabei wird auf grundlegende sprachliche Funktionen eingegangen. Im weiteren Verlauf des Beitrags werden anhand aktueller Studien (PISA, IQB-Bildungstrends, ICILS) die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen in Deutschland thematisiert. Daran anknüpfend erfolgt ein Einblick in bildungspolitische (Förder-)Maßnahmen. Des Weiteren wird auf bestehende Forschungsdesiderate eingegangen, bevor daraus thematisiert wird, welche aus einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive besonders dringlich sind. Dabei wird auch erörtert, warum insbesondere der Deutschdidaktik in diesem Kontext eine zentrale Bedeutung zukommt.


Author(s):  
Iris Winkler
Keyword(s):  

Der vorliegende Beitrag stellt die These auf, dass die deutschsprachige Literaturdidaktik von einer stärkeren Berücksichtigung internationaler Forschung in mehrfacher Hinsicht profitieren kann. Dabei geht er von zwei in der deutschsprachigen Literaturdidaktik weithin akzeptierten Grundannahmen zum literarischen Lernen aus: erstens der Annahme, dass dem Wechselspiel von leser- und textorientierten Zugängen eine besondere Bedeutung beikommt, und zweitens der Annahme, dass das literarische Gespräch bei Einhaltung vorwiegend normativ gesetzter Kriterien eine zentrale Lehr- und Lernform ist. Zur Untersetzung dieser These wird der aktuelle deutschdidaktische Forschungsstand in Relation zu englischsprachigen internationalen literaturdidaktischen Forschungen gesetzt, die die ausgewählten Grundannahmen tangieren. Aus der gewählten Perspektive werden im deutschsprachigen Diskurs vorherrschende Annahmen und Befunde teils bestätigt, teils erweitert, teils in ein neues Licht gerückt.


Author(s):  
Reinold Funke
Keyword(s):  

Die Bedingungen des Publizierens gehören zu den zentralen Determinanten der wissenschaftlichen Arbeit einer forschenden Disziplin. Sie werden nicht willkürlich geschaffen, sondern ergeben sich aus dem Kontext, in dem ein Fach seine Arbeit tut. Der Beitrag geht von dem Kontext aus, wie er sich mit Blick auf die Deutschdidaktik darstellt, und erörtert die Konsequenzen für Publizieren unter vier Aspekten: (1) Nachfrage- und Angebotsorientierung beim Publizieren, (2) Internationalität und Interdisziplinarität, (3) Peer Review und Qualitätssicherung, (4) Zitieren und Plagiieren.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document