radikale zystektomie
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Author(s):  
Hubert John ◽  
Orlando Burkhardt ◽  
Gabriel Frölicher ◽  
Christoph Schregel ◽  
Christian Padevit
Keyword(s):  

2021 ◽  
Vol 42 (06) ◽  
pp. 433-439
Author(s):  
David Pfister ◽  
Günter Niegisch

ZusammenfassungAuch heute noch stellt die radikale Zystektomie mit Anlage einer Harnableitung einen der komplikationsträchtigsten Eingriffe in der Uroonkologie dar. Insbesondere im Langzeitverlauf, aber auch perioperativ spielen dabei durch die Harnableitung bedingte Probleme eine wesentliche Rolle. Perioperativ stehen dabei im Wesentlichen gastrointestinale Probleme wie etwa ein Ileus, aber auch Infekte und frühe Komplikationen der unterschiedlichen Anastomosen im Vordergrund. Während ein Ileus ebenso wie perioperative Infekte i. d. R. medikamentös behandelt werden können, erfordern Insuffizienzen der intestinalen Anastomose regelhaft und Insuffizienzen der ureterointestinalen Anastomosen häufig operative Revisionen.Im Langzeitverlauf können Narbenbildungen zu chronischen Harnabflussbehinderungen und bei kontinenten Harnableitungen zur Steinbildung führen und ebenso wie parastomale Hernien weitere Therapien erforderlich machen. Funktionelle Darmprobleme können die Lebensqualität der Patienten nachhaltig beeinflussen.Durch eine verbesserte Vorbereitung präoperativ und die begleitenden Maßnahmen während des stationären Aufenthalts können nicht operationsbedingte Komplikationen signifikant reduziert werden.Die Zystektomie mit der therapieassoziierten Morbidität ist ein Paradebeispiel für eine zentrumsbasierte Operation, um Komplikationen sowohl perioperativ als auch im weiteren Follow-up zu reduzieren.


Author(s):  
Nathalie Garstka ◽  
Shahrokh F. Shariat

ZusammenfassungFrauen werden bis zur endgültigen Diagnosestellung eines Harnblasenkarzinoms (BCa) häufiger symptomatisch fehlbehandelt, wodurch es zu einer Diagnoseverzögerung kommt. Bei Frauen wird zum Zeitpunkt der Erstdiagnose eher ein fortgeschrittenes BCa festgestellt als bei Männern. Die krebsspezifische Mortalität ist bei Frauen insbesondere in den ersten 2 Jahren nach der Erstdiagnose höher als bei Männern. Die meisten Studien zeigen eine schlechtere Überlebensrate bei Frauen, welche aufgrund eines BCa eine radikale Zystektomie (RC) erhalten. Allerdings ist im Fall einer durchgeführten neoadjuvanten Chemotherapie (NAC) ein besseres krebsspezifisches Überleben zu erwarten. Es gibt Hinweise, welche den Outcomeunterschied zwischen Männern und Frauen erklären; diese beziehen sich auf unterschiedliche Risikofaktoren, Diagnosestellungen, Behandlungen und hormonelle Faktoren. Weitere Studien sind notwendig, um diese Mechanismen genauer zu untersuchen. Dies gilt insbesondere auch für neuere systemische Therapie, wie Immuntherapeutika.


2021 ◽  
Vol 12 (02) ◽  
pp. 67-75
Author(s):  
David Pfister ◽  
Günter Niegisch

ZUSAMMENFASSUNGAuch heute noch stellt die radikale Zystektomie mit Anlage einer Harnableitung einen der komplikationsträchtigsten Eingriffe in der Uro-Onkologie dar. Insbesondere im Langzeitverlauf, aber auch perioperativ spielen dabei durch die Harnableitung bedingte Probleme eine wesentliche Rolle.Perioperativ stehen dabei im Wesentlichen gastrointestinale Probleme wie etwa ein Ileus, aber auch Infekte und frühe Komplikationen der unterschiedlichen Anastomosen im Vordergrund. Während ein Ileus ebenso wie perioperative Infekte i. d. R. medikamentös behandelt werden können, erfordern Insuffizienzen der intestinalen Anastomose regelhaft und Insuffizienzen der ureterointestinalen Anastomosen häufig operative Revisionen.Im Langzeitverlauf können Narbenbildungen zu chronischen Harnabflussbehinderungen und bei kontinenten Harnableitungen zur Steinbildung führen und ebenso wie parastomale Hernien weitere Therapien erforderlich machen. Funktionelle Darmprobleme können die Lebensqualität der Patienten nachhaltig beeinflussen.Durch eine verbesserte Vorbereitung präoperativ und die begleitenden Maßnahmen während des stationären Aufenthalts können nicht operationsbedingte Komplikationen signifikant reduziert werden.Die Zystektomie mit der therapieassoziierten Morbidität ist ein Paradebeispiel für eine zentrumsbasierte Operation um Komplikationen sowohl perioperativ als auch im weiteren Follow-up zu reduzieren.


Uro-News ◽  
2020 ◽  
Vol 24 (12) ◽  
pp. 16-19
Author(s):  
Michael Zellner
Keyword(s):  

2020 ◽  
Author(s):  
Franz F. Dressler ◽  
Serkan Dogan ◽  
Martin Hennig ◽  
Tanja Frank ◽  
Julian Struck ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund und Zielsetzung Die radikale Zystektomie (RCX) ist die kurative Standardbehandlung für muskelinvasive Harnblasenkarzinome. Aufgrund des operativen Ausmaßes und der damit verbundenen komplexen stationären Betreuung ist die RCX mit hoher Morbidität und Mortalität verbunden. Ziel war es, Daten aus dem klinischen Alltag zur gegenwärtigen Praxis des perioperativen Managements zu erfassen. Methoden Mitglieder der DGU und der German Society of Residents in Urology beantworteten anonym einen 24 Fragen umfassenden Online-Fragebogen. Gegenstand waren sowohl klinisch relevante Aspekte der gegenwärtigen EAU/DGU-Leitlinien als auch kontrovers diskutierte klinische Fragen. Ergebnisse Durch die Teilnehmer konnten mindestens 19 % aller infrage kommenden deutschen Zentren erfasst werden. Mehrheitlich wird das präoperative Staging mittels CT-Urografie und CT-Thorax durchgeführt. Die meistgenutzte Antibiotikaprophylaxe umfasst ein Drittgenerations-Cephalosporin plus Metronidazol (46 %), welche im Median für 5 Tage verabreicht werden. Harnleiterschienen (HS) werden im Mittel beim Ileumconduit am 11. und bei der Neoblase am 12. Tag nach RCX entfernt. Gemessen an Surrogatparametern wie oraler Darmvorbereitung, Beginn des Kostaufbaus und Einsatz einer Magensonde sind aktuelle Fast-Track-Konzepte noch nicht allgemein verbreitet (< 50 %). Schlussfolgerungen Die meisten Aspekte des perioperativen Managements werden leitliniengerecht durchgeführt, so z. B. Staging-Untersuchungen, Einsatz von Antibiotika und Entfernung der HS. Andere klinische Fragestellungen wie Durchführung einer Bildgebung vor Entfernung der HS und Fast-Track-Konzepte werden unterschiedlich gehandhabt, obwohl zunehmende Evidenz in diesen Bereichen existiert. Leitlinienadhärenz war nicht mit Zentrumsgröße oder Anzahl der Eingriffe assoziiert.


2020 ◽  
Vol 51 (04) ◽  
pp. 344-347
Author(s):  
Maximilian Burger

ZusammenfassungDas Hochrisiko-NMIBC ist eine Herausforderung, da es zwar noch nicht muskelinvasiv ist, aber eine hohe Progressionsneigung aufweist. Eine Erfassung der Prognosegruppe ist wichtig und über Nomogramme empfohlen. Neben einer gründlichen transurethralen Resektion empfiehlt sich eine adjuvante Therapie mit BCG, was momentan teils aber nur eingeschränkt verfügbar ist. Daneben ist eine hypertherme Chemotherapie untersucht, deren Datenbasis zum jetzigen Zeitpunkt aber keine breite Anwendung rechtfertigt. Neue Ansätze wie die Checkpoint-Blockade-Inhibition werden untersucht, bieten aber keine Möglichkeit zur breiten praktischen Anwendung bei uns. Eine radikale Zystektomie ist daher in Anbetracht der hohen Progressionsneigung bei ungünstiger Tumorkonstellation immer zu indizieren.


2020 ◽  
Vol 51 (04) ◽  
pp. 363-370
Author(s):  
Julia Rudolph ◽  
Thomas Martini ◽  
Felix Wezel

ZusammenfassungDie radikale Zystektomie stellt einen wesentlichen Einschnitt in das Leben betroffener Patienten dar. Insbesondere ältere Patienten weisen nach radikaler Zystektomie oft eine begrenzte Lebenserwartung auf. Daher treten neben der reinen Tumortherapie insbesondere Aspekte der Lebensqualität in den Vordergrund.In dieser narrativen Übersichtsarbeit wurden durch selektive Literaturrecherche Faktoren identifiziert, die einen Einfluss auf die Lebensqualität der betroffenen Patienten haben können. Dazu gehören neben Strategien zur Minimierung der perioperativen Morbidität eine optimale, individualisierte Therapieplanung. Diese sollte neben Faktoren wie Alter, Komorbiditäten, Wahl der Harnableitung auch altersspezifische, physiologische Gegebenheiten des Patienten wie die Gebrechlichkeit (Frailty) berücksichtigen. Patient-reported outcome measures (PROMs) sind essenzielle Instrumente, um die Lebensqualität standardisiert zu erfassen und sollten im klinischen Ablauf weiter etabliert werden.


2020 ◽  
Vol 51 (05) ◽  
pp. 456-462
Author(s):  
David Pfister ◽  
Günter Niegisch

ZusammenfassungAuch heute noch stellt die radikale Zystektomie mit Anlage einer Harnableitung einen der komplikationsträchtigsten Eingriffe in der Uro-Onkologie dar. Insbesondere im Langzeitverlauf, aber auch perioperativ spielen dabei durch die Harnableitung bedingte Probleme eine wesentliche Rolle.Perioperativ stehen dabei im Wesentlichen gastrointestinale Probleme wie etwa ein Ileus, aber auch Infekte und frühe Komplikationen der unterschiedlichen Anastomosen im Vordergrund. Während ein Ileus ebenso wie perioperative Infekte i. d. R. medikamentös behandelt werden können, erfordern Insuffizienzen der intestinalen Anastomose regelhaft und Insuffizienzen der ureterointestinalen Anastomosen häufig operative Revisionen.Im Langzeitverlauf können Narbenbildungen zu chronischen Harnabflussbehinderungen und bei kontinenten Harnableitungen zur Steinbildung führen und ebenso wie parastomale Hernien weitere Therapien erforderlich machen. Funktionelle Darmprobleme können die Lebensqualität der Patienten nachhaltig beeinflussen.Durch eine verbesserte Vorbereitung präoperativ und die begleitenden Maßnahmen während des stationären Aufenthalts können nicht operationsbedingte Komplikationen signifikant reduziert werden.Die Zystektomie mit der therapieassoziierten Morbidität ist ein Paradebeispiel für eine zentrumsbasierte Operation um Komplikationen sowohl perioperativ als auch im weiteren Follow-up zu reduzieren.


2020 ◽  
Vol 51 (04) ◽  
pp. 353-362
Author(s):  
Victor Schuettfort ◽  
Shahrokh F. Shariat ◽  
Michael Rink
Keyword(s):  

ZusammenfassungDie radikale Zystektomie ist der Goldstandard zur Behandlung des muskelinvasiven Urothelkarzinoms. Insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren spielen multimodale, neoadjuvante oder adjuvante Therapiekonzepte eine zunehmend wichtige Rolle für die optimale Patientenversorgung. Zudem sind bei älteren und komorbideren Patienten, die unfit für eine radikale Zystektomie sind, alternative Therapiekonzepte erforderlich. Dieser Artikel fasst die aktuelle Literatur multimodaler Therapien im neoadjuvanten und adjuvanten Setting zusammen und beleuchtet Alternativen zur radikalen Zystektomie mit kurativem Therapieansatz. Ebenfalls werden erste Erkenntnisse über den Einsatz neuer, vielversprechender Therapieoptionen wie der Immuncheckpoint-Blockade im multimodalen Therapieansatz zusammengefasst.


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