hilfe und kontrolle
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2020 ◽  
Vol 28 (2) ◽  
pp. 78-100
Author(s):  
Franz Zahradnik
Keyword(s):  

Sich von anderen in moralischer Weise abzugrenzen ist eine verbreitete Reaktionsweise, wenn man sich durch äußere Zuschreibungen in die Nähe von stigmatisierten Gruppen wie etwa Drogenkonsument*innen gestellt sieht. Dieser bekannte, bisher nur im Querschnitt untersuchte Forschungsbefund wird im vorliegenden Beitrag anhand einer theorieorientierten Fallrekonstruktion von vier Längsschnittinterviews mit einem wegen Drogendelikten strafrechtlich verurteilten Mann tiefergehend untersucht. Es zeigt sich im Zeitverlauf, dass sich verändernde soziale Kontexte je spezifische moralisch begründete Abgrenzungen und Zugehörigkeitsbekundungen mithervorbringen. Als moralische Differenzierungslinien dienen vor allem Arbeitsorientierung, alltägliche Lebensführung, Kontrolle des Drogenkonsums sowie Kriminalität. Die narrativen Positionierungen verweisen auf Anerkennungsund Statuskonflikte, die in den verschiedenen Phasen auf spezifische Weise herausgefordert werden und sich teils deutlich zuspitzen. Es zeigt sich, dass hierbei die jeweiligen Erfahrungen der Einbindung in Institutionen der Hilfe und Kontrolle eine bedeutsame Rolle spielen. Die Ablösung von diesen Institutionen, insbesondere durch die Integration in Erwerbsarbeit, beruhigt die Abgrenzung von stigmatisierten Gruppen und bringt neue moralische Differenzierungslinien hervor.


2017 ◽  
pp. 219-241 ◽  
Author(s):  
Heinz-Jürgen Dahme ◽  
Norbert Wohlfahrt
Keyword(s):  

2017 ◽  
Vol 40 (3) ◽  
pp. 71-84
Author(s):  
Marga Günther ◽  
Anke Kerschgens

Wir gehen den Spannungsfeldern im Kontext der Frühen Hilfen in der Sozialen Arbeit nach, zum Beispiel dem grundlegenden zwischen Hilfe und Kontrolle. Davon ausgehend fokussieren wir den Bezug dieser präventiv angelegten Angebote auf Migranten und insbesondere auf geflüchtete Familien. Mit dem Blick auf die Situation in Erstaufnahmeeinrichtungen arbeiten wir heraus, welche Bedarfe Familien dort haben und wie sich innere Welt und äußere Realität dabei verknüpfen. Wir fragen, wie gelingende Beziehungsarbeit in diesem Feld aussehen könnte und was dafür notwendig wäre.


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