multiprofessionelle versorgung
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2020 ◽  
Vol 17 (04) ◽  
pp. 266-271
Author(s):  
Nicole Ernstmann ◽  
Evamarie Midding ◽  
Sarah Halbach ◽  
Rachel Würstlein ◽  
Rainer Weber ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Brustkrebs beim Mann ist eine seltene Erkrankung, für die jedoch hochspezialisierte Versorgungsstrukturen zur Therapie des Brustkrebses der Frau zur Verfügung stehen. Bislang ist unbekannt, ob die Ausrichtung der Versorgungsstrukturen auf Frauen zu Defiziten in der Versorgung der betroffenen Männer führt. Daher ist es das Ziel der vorliegenden Untersuchung, mögliche Versorgungsdefizite aus der Perspektive der beteiligten Professionen zu identifizieren. Methodik Es wurden teilstandardisierte Leitfadeninterviews mit n = 23 Teilnehmer/innen sowie 2 Fokusgruppendiskussionen mit n = 7 bzw. n = 9 Teilnehmer/innen durchgeführt. Die Transkripte der Interviews und Fokusgruppendiskussionen wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse mit MAXQDA ausgewertet. Ergebnisse Einige Teilnehmer/innen sehen aufgrund des Erfahrungsmangels eigene Unsicherheiten in der Versorgung von Männern mit Brustkrebs. Häufig wird ein mangelndes Wissen bezüglich der Zuständigkeiten und Behandlungsmöglichkeiten, z. B. bei niedergelassenen Gynäkolog/innen, beklagt. Viele Befragte empfinden eine mangelnde interdisziplinäre Zusammenarbeit, v. a. in der Nachsorge. Einige Befragte sehen darüber hinaus einen Mangel an spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen für Männer mit Brustkrebs. Schlussfolgerung Männer mit Brustkrebs profitieren trotz der Seltenheit der Erkrankung von den hochentwickelten Strukturen zur Brustkrebsversorgung in Deutschland. Dennoch zeigen sich Versorgungsdefizite aus der Sicht der behandelnden Professionen. Diese Datengrundlage kann in Kombination mit der Perspektive der Betroffenen und weiteren repräsentativen Daten dazu dienen, Praxis-Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgungsqualität des männlichen Brustkrebses zu erarbeiten.


2020 ◽  
Vol 232 (06) ◽  
pp. 289-293
Author(s):  
Evelyn Reinke ◽  
Heribert Jürgens ◽  
Jörg Haier ◽  
Birgit Froehlich ◽  
Udo Kontny ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die pädiatrisch-onkologische Versorgungsstruktur nimmt in Deutschland eine Sonderrolle ein. An Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche werden bundesweit einheitlich in Therapiestudien und Registern sektorenübergreifend an Zentren behandelt, die eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Versorgung sicherstellen können. Für die Abrechnung der nicht-vollstationären Leistungen verwenden die Zentren heterogene Abrechnungsmodalitäten, die den erforderlichen Versorgungsaufwand monetär überwiegend nicht decken. Methode Es wurde deutschlandweit eine Umfrage aller Zentren der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (GPOH) durchgeführt. In der Umfrage wurde standardisiert abgefragt, über welche Versorgungsarten der nicht-vollstationäre Bereich in der Kinderonkologie finanziert wird und ob eine Kostendeckung erreicht werden kann. Ergebnisse Von 58 kinderonkologischen Zentren beteiligten sich insgesamt 18 (33%) an der Umfrage, darunter 8 (44%) Universitätsklinika. Die Inanspruchnahme verfügbarer Abrechnungsarten erwies sich als sehr heterogen. Im Mittel werden 3,33±1,49 Abrechnungsarten pro Zentrum angewandt. 17 der 18 teilnehmenden Zentren gaben an, mit den Erlösen die Kosten für die nicht-vollstationäre Versorgung nicht decken zu können. Diskussion und Schlussfolgerung Kinderonkologische Zentren in Deutschland können eine kostendeckende Versorgung im nicht-vollstationären Setting nicht erreichen. Für die nicht-vollstationäre Versorgung an Krebs erkrankter Kinder und Jugendlicher wird eine bundeseinheitliche und leistungsgerechte Versorgungsform dringend benötigt. Drei verschiedene Modelle, die einen adäquaten Handlungsrahmen bieten, wurden erarbeitet und vorgestellt.


2019 ◽  
Vol 82 (07) ◽  
pp. 614-619
Author(s):  
Nicole Ernstmann ◽  
Evamarie Midding ◽  
Sarah Halbach ◽  
Rachel Würstlein ◽  
Rainer Weber ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Brustkrebs beim Mann ist eine seltene Erkrankung, für die jedoch hochspezialisierte Versorgungsstrukturen zur Therapie des Brustkrebses der Frau zur Verfügung stehen. Bislang ist unbekannt, ob die Ausrichtung der Versorgungsstrukturen auf Frauen zu Defiziten in der Versorgung der betroffenen Männer führt. Daher ist es das Ziel der vorliegenden Untersuchung, mögliche Versorgungsdefizite aus der Perspektive der beteiligten Professionen zu identifizieren. Methodik Es wurden teilstandardisierte Leitfadeninterviews mit n=23 Teilnehmer/innen sowie 2 Fokusgruppendiskussionen mit n=7 bzw. n=9 Teilnehmer/innen durchgeführt. Die Transkripte der Interviews und Fokusgruppendiskussionen wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse mit MAXQDA ausgewertet. Ergebnisse Einige Teilnehmer/innen sehen aufgrund des Erfahrungsmangels eigene Unsicherheiten in der Versorgung von Männern mit Brustkrebs. Häufig wird ein mangelndes Wissen bezüglich der Zuständigkeiten und Behandlungsmöglichkeiten, z. B. bei niedergelassenen Gynäkolog/innen, beklagt. Viele Befragte empfinden eine mangelnde interdisziplinäre Zusammenarbeit, v. a. in der Nachsorge. Einige Befragte sehen darüber hinaus einen Mangel an spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen für Männer mit Brustkrebs. Schlussfolgerung Männer mit Brustkrebs profitieren trotz der Seltenheit der Erkrankung von den hochentwickelten Strukturen zur Brustkrebsversorgung in Deutschland. Dennoch zeigen sich Versorgungsdefizite aus der Sicht der behandelnden Professionen. Diese Datengrundlage kann in Kombination mit der Perspektive der Betroffenen und weiteren repräsentativen Daten dazu dienen, Praxis-Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgungsqualität des männlichen Brustkrebses zu erarbeiten.


2017 ◽  
Vol 8 (2) ◽  
pp. 79-84
Author(s):  
Sebastian Voigt-Radloff ◽  
Judith Schulte ◽  
Stefan Klöppel ◽  
Bernhard Heimbach

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