akute arthritis
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

4
(FIVE YEARS 1)

H-INDEX

0
(FIVE YEARS 0)

Author(s):  
H. Zeidler

ZusammenfassungEs werden 13 Fallberichte einer reaktiven Arthritis im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID‑19) referiert. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Arthritis manifestiert sich 4 bis 44 Tage nach der Infektion bzw. dem Auftreten der COVID‑19-Symptome. Die akute Arthritis ist monoartikulär oder oligoartikulär. Nur einer von 7 untersuchten Patienten war Humanes-Leukozyten-Antigen(HLA)-B27-positiv. Eine direkte virale Infektion des Gelenkes mit „severe acute respiratory syndrome coronavirus 2“ (SARS-CoV‑2) wurde in der Synovialflüssigkeit nicht nachgewiesen und in der Synovialis nicht untersucht. Die Arthritis wurde mit nichtsteroidalen Antirheumatika und/oder intraartikulären oder systemischen Kortikosteroiden erfolgreich behandelt. Die Pathogenese der post-COVID‑19-reaktiven Arthritis ist ungeklärt.


2018 ◽  
Vol 156 (06) ◽  
pp. 653-661
Author(s):  
Bettina Engel ◽  
Sylvia Schacher ◽  
Klaus Weckbecker ◽  
Annika Stausberg ◽  
Ingo Gräff

Zusammenfassung Hintergrund Die akute Arthritis urica ist eine i. d. R. durch Allgemeinmediziner behandelte Erkrankung. Die Prävalenz beträgt etwa 1,4% und kommt im höheren Lebensalter häufiger vor (bis zu 4,2% bei Männern > 75 Jahre). Bisher wurde in Deutschland noch nicht evaluiert, wann und bei welchen Patienten mit akuter Arthritis urica eine Behandlung in einer zentralen Notaufnahme stattfindet und ob diese leitliniengerecht stattfindet. Diese Studie evaluiert daher Charakteristika und Behandlungspfade von Notfallpatienten mit akutem Gichtanfall in einer zentralen Notaufnahme in Deutschland. Methoden Retrospektive Analyse der Patienten mit den ICD-Codes M10.xx von 05/2013 bis 04/2016 in der zentralen Notaufnahme eines universitären Krankenhauses. Ergebnisse 65 Patienten stellten sich im o. g. Zeitraum aufgrund eines akuten Gichtanfalles vor. 42 Patienten (65%) stellten sich außerhalb der Praxisöffnungszeiten vor. Anamnestisch gaben 31 (47,69%) Patienten eine bekannte Hyperurikämie an, davon 22 (70,96%) mit Gichtanfall in der Vorgeschichte. Es stellten sich 48 (73%) Patienten mit einer Monarthritis vor, davon 40 mit Podagra (68%). Diagnostisch wurde bei 57 (86%) eine Blutentnahme durchgeführt. Eine Röntgenaufnahme des betroffenen Gelenks erfolgte bei 31 (48%) Patienten, 67% davon ohne Indikation. Eine Gelenkpunktion mit Kristallnachweis erfolgte bei 4 Patienten. Zwölf Patienten (18%) wurden fachspezifisch stationär aufgenommen zur chirurgischen Revision und/oder antibiotischen Behandlung. 51 Patienten (78%) erhielten primär nicht steroidale Antirheumatika (NSAR), 7 in Kombination mit Glukokortikoiden und 4 Kolchizin. Vor der NSAR-Gabe war bei 17 Patienten die Nierenfunktion nicht bekannt oder eingeschränkt. Elf Patienten (16%) erhielten weder NSAR, Kortison noch Kolchizin. Zehn Patienten (15%) erhielten im akuten Gichtanfall eine harnsäuresenkende Therapie bzw. deren Dosierung wurde verändert. Zusätzlich erhielten 63% der Patienten eine Empfehlung zur Durchführung nicht medikamentöser Maßnahmen. Schlussfolgerungen Wir konnten zeigen, dass die pharmakologische Behandlung der Patienten mit einem akuten Gichtanfall größtenteils leitliniengerecht erfolgt. Jedoch sollte die Vigilanz bez. der Nierenfunktion vor NSAR-Gabe geschärft werden. Überwiegend stellten sich die Patienten außerhalb der Praxisöffnungszeiten vor, was die primär ambulante Versorgung der Gichtpatienten bestätigt. Die aktuellen Leitlinien empfehlen die Diagnose der unkomplizierten Gicht anhand rein klinischer Diagnosekriterien. Dementgegen fand sich eine Überversorgung mit diagnostischen Maßnahmen in der zentralen Notaufnahme. Abschließend zeigte unsere Untersuchung, dass diese klinischen Diagnosekriterien besser im klinischen Alltag implementiert werden sollten, um unnötige Röntgen- und Laboruntersuchungen zu vermeiden.


Praxis ◽  
2006 ◽  
Vol 95 (19) ◽  
pp. 775-776
Author(s):  
Freund

Parvovirus B19 kann sich vorwiegend im Erwachsenenalter durch Arthralgien oder eine Arthritis, die dem Bild einer Rheumatoiden Arthritis ähnelt, äussern, ohne dabei das für das Kindes- und Jugendalter typische Exanthem. Die Beschwerden heilen nach wenigen Tagen spontan und ohne Folgeschäden ab. Ein diagnostischer Nachweis kann mit einer Serologie erbracht werden. Das therapeutische Vorgehen ist symptomatisch.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document