psychogene nicht epileptische anfälle
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Author(s):  
Philine Senf-Beckenbach ◽  
Kim Hinkelmann ◽  
Matthias Hoheisel ◽  
Janine Devine ◽  
Matthias Rose

ZusammenfassungPsychogene nicht-epileptische Anfälle (PNES) treten im Kontext verschiedener Erkrankungen auf. Die Ätiologie ist noch weitgehend unverstanden. Bisherige Konzepte gehen von einer erhöhten Rate an Trauma – Folgestörungen als ätiologische Erklärung für PNES aus, was sich durch Studien mehrfach belegen ließ 1 2. Klinisch imponiert das Krankheitsbild bedrohlich, wodurch die Betroffenen häufig intensivmedizinische Maßnahmen erhalten, ohne dass sie davon profitieren 3. v. a. in Epilepsiezentren häufen sich Betroffene, da hier eine diagnostische Abgrenzung zu epileptischen Anfällen möglich ist. Oft gestaltet sich der Übergang von der Diagnosestellung in der Epileptologie zur Weiterbehandlung in die Psychosomatik schwierig, da sowohl Patienten/innen als auch Behandelnde oft in somatischen Krankheitskonzepten verhaftet sind 28. Aufgrund der notwendigen Interdisziplinarität zwischen Neurologie und Psychosomatik wurde an der Charité Universitätsmedizin Berlin eine Spezialambulanz für Menschen mit dissoziativen Anfällen gegründet, welche sich im Übergang von Neurologie zu Psychosomatik ansiedelt und als Kooperationsprojekt funktioniert 27. Aus der Ambulanz heraus wurde zudem ein Gruppenbehandlungsprogramm (Kördis) entwickelt. Dieses modularisierte 10-wöchige Therapieprogramm wird im Folgenden inhaltlich vorgestellt und ist weiterhin Gegenstand einer aktuell noch laufenden randomisierten, kontrollierten Evaluationsstudie. In den hier vorgestellten Pilotdaten aus der laufenden RCT Studie zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Anfallsstärke (gemessen mit der Liverpool Seizure Severity Scale LSSS) sowie der Dissoziationsneigung (gemessen mit dem Fragebogen für dissoziative Symptome FDS-20) durch das Therapieprogramm (LSSS-Wert prä-interventionell: 49,2±4,2; LSSS-Wert post-interventionell: 46,8±5,4; t(10)=2,73; p=0,02; FDS-20 -Wert prä-interventionell: 25,3±14,6; FDS-20 -Wert post-interventionell: 19,7±8,8; t(10)=2,18; p=0,05).


2006 ◽  
Vol 25 (05) ◽  
pp. 346-350
Author(s):  
H. Strenge

ZusammenfassungZwischen 10 und 30% der neurologischen Patienten weisen „medizinisch unerklärte” Körpersymptome auf. Die häufigsten somatoformen Symptome sind Schmerzen, Schwindel, Sensibilitätsstörungen, Gangstörungen sowie psychogene nicht-epileptische Anfälle. Die Diagnose einer somatoformen Störung stützt sich auf psychologische Kriterien und das Fehlen typischer Zeichen und Symptome einer organischen Grunderkrankung. Viele Patienten weisen eine psychiatrische Komorbidität mit depressiven und Angststörungen sowie Persönlichkeitsstörungen auf. Somatoforme Störungen bei organ-neurologischen Erkrankungen sind nicht selten und können zu diagnostischen Problemen führen. Die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung steigen bei unterstützender positiver Diagnosemitteilung durch den Neurologen und enger Kooperation mit Psychiatern und Hausärzten.


2001 ◽  
Vol 58 (11) ◽  
pp. 668-670
Author(s):  
Matthias Schmutz ◽  
A. Toygar

Bei einer Zahl von Epilepsiepatienten liegen psychische Störungen vor, welche zugunsten einer erfolgreichen Epilepsiebehandlung psychiatrisch-psychotherapeutisch adäquat zu behandeln sind. Im Wesentlichen handelt es sich um Störungen aus dem Bereich der Depressionen und Psychosen. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielen psychogene nicht-epileptische Anfälle. Neben einem Überblick über Klassifikation und Formen werden Richtlinien zur medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung formuliert.


2001 ◽  
pp. 236-245
Author(s):  
Gudrun Gröppel ◽  
Georg Glauninger ◽  
Thomas Kapitany

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