galen von pergamon
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Author(s):  
Ulrich Koehler ◽  
Olaf Hildebrandt ◽  
Julian Koehler ◽  
Wulf Hildebrandt

ZusammenfassungZu allen Zeiten waren die Anatomen bemüht, der Medizin wissenschaftliche Grundlagen zu vermitteln. Der Anatom hat den toten Körper zergliedert, um damit den Lebenden zu dienen. Das Verständnis physiologischer und pathophysiologischer Prozesse setzt die Kenntnis der Anatomie voraus. Im Corpus Hippocraticum findet man keinen sicheren Hinweis auf die Durchführung menschlicher Sektionen. In Alexandria wurde um 300 vor Christus zum ersten Mal Anatomie an der menschlichen Leiche gelehrt. Mehr als 1300 Jahre standen die Anatomie und die Heilkunde dann unter dem Einfluss des Galen von Pergamon (131–201 n. Chr.). Der Italiener Mondino dei Luzzi (1275–1326) war der Erste, der den systematischen Anatomieunterricht unter regelmäßiger Einbeziehung von Lehrsektionen in den Lehrbetrieb in Bologna eingeführt hat. Andreas Vesalius (1514–1564) aus Belgien hat in der Neuzeit die wissenschaftlich fundierte Humananatomie begründet und viele Fehler der von Galen tradierten Ansichten der Anatomie korrigiert. Im 17. und 18. Jahrhundert waren die niederländischen Universitäten, allen voran die Universität in Leiden, führend im Hinblick auf die klinische und praktische Studentenausbildung.


2018 ◽  
Vol 13 (04) ◽  
pp. 68-71
Author(s):  
Ather Amina
Keyword(s):  

SummaryDie klassische arabische Medizin, auch Unani oder Tibb genannt, wird heute vor allem in Afghanistan, Pakistan, Nordindien und China praktiziert und sogar an Hochschulen gelehrt. Wie die Klostermedizin hat Unani seine Wurzeln vor allem in den Werken der griechischen Ärzte Hippokrates von Kos und Galen von Pergamon. Die arabische Medizin betrachtet Krankheit als natürlichen Zustand des menschlichen Körpers und nicht als Folge negativer Einflüsse.


2018 ◽  
Vol 56 (03) ◽  
pp. 249-254
Author(s):  
Frank Ursin ◽  
Florian Steger

Zusammenfassung Einleitung Gallensteine werden in den medizinischen Fachschriften der Antike selten erwähnt. Der Arzt Alexander von Tralleis nennt erstmals Steine in der Gallenblase als mögliche Ursache für einen obstruktiven Ikterus. Diese Nennung findet sich in seinem Lehrbuch der Heilkunde unter der Überschrift „Leberverstopfung“. Ausgehend von dieser Beobachtung beschreiben wir die antike Geschichte der Leberverstopfung und untersuchen den Zusammenhang mit der seltenen Erwähnung von Gallensteinen in den medizinischen Fachschriften der Antike. Methoden In einem ersten Schritt haben wir die seit 1900 erschienene medizinhistorische Forschungsliteratur zu Gallensteinen und Leberverstopfung in der Antike ausgewertet. Die dadurch ermittelten antiken Originaltexte haben wir hinsichtlich Ätiologie, Diagnostik und Therapie analysiert. In einem zweiten Schritt haben wir mit einer kombinierten Stichwortsuche in griechischen und lateinischen Textdatenbanken weitere Originaltexte gesucht. Mit den Ergebnissen haben wir die aus der Forschungsliteratur bekannten Erwähnungen von Gallensteinen und Leberverstopfung auf ihre Vollständigkeit hin überprüft. Ergebnisse Es sind zwei Erwähnungen von Steinen in Leber und Gallenblase belegbar: Aristoteles beschreibt wahrscheinlich Steine in der Leber geschlachteter Opfertiere und der spätantike Arzt Alexander von Tralleis in der Gallenblase eines Menschen. Die mechanische Obstruktion der Gallenwege als Ursache für einen Ikterus ist seit Diokles von Karystos (4. Jh. v. Chr.) bekannt. Das Krankheitsbild einer Leberverstopfung beschreibt erstmals Galen von Pergamon (2. Jh. n. Chr.). Er führte es auf die Koagulation der gelben Galle zurück, eines der vier Säfte der antiken Humoralpathologie. Schlussfolgerung Obwohl Gallensteine selten genannt wurden, war den antiken Autoren medizinischer Fachschriften das klinische Bild von Gallensteinleiden bekannt und wurde als Leberverstopfung bezeichnet.


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