intestinale mikrobiota
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2021 ◽  
Author(s):  
KM Schneider ◽  
LS Candels ◽  
JR Hov ◽  
M Myllys ◽  
R Hassan ◽  
...  

2021 ◽  
Vol 2 (3) ◽  
pp. 104-109
Author(s):  
Michael Scharl ◽  
Gerhard Rogler

ZusammenfassungDas Mikrobiom oder die intestinale Mikrobiota ist in den letzten Jahren zunehmend ins wissenschaftliche wie öffentliche Interesse gerückt. Es ist Inhalt einer Vielzahl von Medienberichten und Publikationen. Insbesondere die Rolle des Mikrobioms in der Entstehung verschiedenster Erkrankungen sowie die Möglichkeiten, die intestinale Mikrobiota in ihrer Zusammensetzung in therapeutischer Absicht zu beeinflussen, ist von grossem Interesse. Hier rückte in den letzten Jahren zunehmend die fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT) in den Fokus, in deren Rahmen der Spenderstuhl einem anderen Patienten verabreicht wird. Die FMT ist inzwischen die Therapie der Wahl für die Behandlung der rezidivierenden C.-difficile-Kolitis. Einmalig via Koloskopie verabreicht, stellt sie eine sichere und hocheffiziente Therapieform dar. Da das Mikrobiom auch mit zahlreichen anderen Erkrankungen assoziiert ist, wird die FMT auch zur Therapie verschiedenster anderer gastroenterologischer, chronisch-entzündlicher, metabolischer, maligner oder neuropsychiatrischer Erkrankungen erwogen. Hier ist die Datenlage allerdings noch dünn und weitere Forschung ist dringend nötig.


2021 ◽  
Vol 49 (02) ◽  
pp. 110-120
Author(s):  
Melanie Werner ◽  
Stefan Unterer

ZusammenfassungAntibiotika werden bei Hunden mit Magen-Darm-Problemen wie akutem Durchfall (AD) in Deutschland häufig eingesetzt. In Einklang mit den weltweiten Bemühungen, den Antibiotikaeinsatz einzuschränken, soll diese Literaturübersicht einen Überblick über den rationalen und sinnvollen Einsatz von Antibiotika beim AD liefern. Antibiotika können zu gastrointestinalen Nebenwirkungen, negativen Auswirkungen auf die intestinale Mikrobiota und zur Entstehung von Resistenzen führen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass chronische immunologische Erkrankungen durch die Verabreichung von Antibiotika ausgelöst werden können. Daher sollten sie bei unkompliziertem AD ohne Anzeichen einer Sepsis oder einer systemischen Entzündungsreaktion nicht verabreicht werden. Darüber hinaus spielen enteropathogene Bakterien bei der Ätiologie akuter Durchfälle beim Hund kaum eine Rolle. Bei bestimmten Krankheitsbildern, wie dem akuten hämorrhagischen Durchfallsyndrom, wird eine Antibiotikatherapie nur dann empfohlen, wenn Hinweise auf eine bakterielle Translokation mit nachfolgender Sepsis vorliegen. Dagegen ist die Gabe von Antibiotika bei der Parvovirose aufgrund der immunologischen Inkompetenz des Hundes, die durch die hochgradige Neutropenie verursacht wird, unumgänglich.


2020 ◽  
Vol 23 (4) ◽  
pp. 198-205
Author(s):  
Kai Markus Schneider ◽  
Christian Trautwein

Zusammenfassung Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist mit weiter steigender Inzidenz die weltweit häufigste Lebererkrankung. Während Adipositas der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung einer NAFLD ist, demonstrieren aktuelle Forschungsarbeiten, dass neben genetischen Faktoren und westlicher Diät die Darm-Leber-Achse und besonders die intestinale Mikrobiota eine Schlüsselrolle während der Krankheitsprogression spielen. Eine ungünstige Komposition der Mikrobiota beeinflusst nicht nur den Leberstoffwechsel, sondern moduliert durch mikrobielle Moleküle und Metaboliten das inflammatorische Milieu in der Leber. Hier zeigen sich vielversprechende Regelkreise für die zukünftige Diagnostik und Therapie.


Der Internist ◽  
2020 ◽  
Vol 61 (9) ◽  
pp. 992-994
Author(s):  
M. J. G. T. Vehreschild ◽  
A. Tsakmaklis ◽  
S. Nitschmann

2020 ◽  
Vol 162 (S4) ◽  
pp. 9-14 ◽  
Author(s):  
Peter Konturek ◽  
Kathrin Konturek ◽  
Yurdagül Zopf ◽  
Igor A. Harsch

2019 ◽  
Vol 13 (04) ◽  
pp. 223-229
Author(s):  
Christoph Lübbert

ZusammenfassungDie humane intestinale Mikrobiota hat wichtige metabolische und immunologische Funktionen für das Individuum und ist Bestandteil der Abwehr gegenüber pathogenen Erregern im Gastrointestinaltrakt. Antibiotika, Probiotika, diätetische Maßnahmen wie Präbiotika sowie als relativ neu etablierte Methode der fäkale Mikrobiom-Transfer (FMT, auch fäkale Mikrobiota-Transplantation) können die Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms beeinflussen. Als FMT wird die Übertragung von Stuhlmikroorganismen, vornehmlich Bakterien, aber auch Bakteriophagen, Pilzen und Viren eines gesunden humanen Spenders in den Gastrointestinaltrakt eines Patienten bezeichnet. Diese Maßnahme soll der Wiederherstellung einer normalen Darmmikrobiota bei Patienten mit einer Dysbiose-assoziierten Erkrankung dienen. Die bislang einzige Indikation für einen FMT ist die multipel rezidivierende Clostridioides difficile-Infektion (CDI). Über 85 % betroffener Patienten können in dieser Situation durch eine „Stuhltransplantation“ erfolgreich und dauerhaft geheilt werden. Als mögliche weitere Anwendungsgebiete werden chronisch-entzündliche und funktionelle Darmerkrankungen, nicht-alkoholisch bedingte Fettlebererkrankung, Insulinresistenz, morbide Adipositas, multiple Sklerose (MS) oder idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP) diskutiert. Die Evaluation in klinischen Studien ist noch unvollständig. Die Durchführung des FMT unterliegt in Deutschland dem Arzneimittelgesetz (AMG) als individuelle Heilmittelzubereitung, an deren Herstellung und Durchführung der behandelnde Arzt verantwortlich und persönlich beteiligt sein muss. Notwendig ist eine sorgfältige Spenderselektion durch genaue Anamnese, klinische Untersuchung, Blut- und Stuhluntersuchungen.


2019 ◽  
Vol 51 (03) ◽  
pp. 108-112
Author(s):  
Burkhard Schütz ◽  
Heiko Hofmann ◽  
Ricarda Deutschbein

ZusammenfassungDas physiologische intestinale Mikrobiom (Bakterien des Darmes) ist wesentlich für Funktion und Integrität des Darmes. Mikrobiom-Abweichungen können für die onkologische Therapie wichtige Hinweise liefern: Ein vermehrtes Auftreten des als invasiv bekannten Sulfatreduzierers Fusobacterium nucleatum (FN) im Mikrobiom zeigt eine hohe Korrelation mit dem Auftreten des kolorektalen Karzinoms. Hintergrund ist die Eigenschaft von FN, am Darmepithel ein entzündliches Mikroklima zu erzeugen, das den Darm schädigt und die Tumorprogression ebenso fördert wie die durch FN erzeugte Freisetzung des Transkriptionsfaktors NF-κB über die Expression von Onkogenen und weiteren proinflammatorischen Genprodukten. Darüber hinaus lässt FN die T-Zell-Dichte und -Aktivität sinken und hemmt so die Tumorabwehr. Weiterhin aktivieren proentzündliche Zytokine den Abbau der Aminosäure Tryptophan (TRP) zu Kynurenin. Damit wird einerseits TRP der Proteinbio- und der Serotoninsynthese entzogen. Andererseits sind erhöhte Kynurenin-Spiegel mit verringerten Überlebensraten assoziiert, da Kynurenin immunsuppressiv wirkt. Eine Therapie, die auf den Darm, seine Mikrobiota und das Eindämmen der Entzündung abzielt, kann die negativen Auswirkungen eingrenzen und die Regeneration und Remission des Patienten unterstützen.


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