hereditäre erkrankungen
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2018 ◽  
Vol 86 (09) ◽  
pp. 535-542
Author(s):  
Maggie C. Walter ◽  
Peter Reilich

ZusammenfassungMuskeldystrophien (MD) sind eine heterogene Gruppe genetisch determinierter, progredienter Erkrankungen der Muskulatur. Gemeinsames Merkmal aller MD ist eine fortschreitende Muskelschwäche und -atrophie, deren Schweregrad und Verteilungsmuster bei den verschiedenen Formen deutliche Unterschiede zeigt. Durch enorme Fortschritte in der Grundlagenforschung und ein verbessertes Verständnis der Pathophysiologie haben sich in letzter Zeit vielfältige molekulare Therapieansätze für Muskeldystrophien ergeben; zahlreiche molekulare Therapien befinden sich in der Entwicklung. Neue Entwicklungen im Bereich der personalisierten Gentherapie zielen strategisch auf bestimmte, genetisch determinierte Subtypen der Erkrankung, basierend auf dem jeweiligen Krankheitsmechanismus und dem resultierenden Phänotyp, und setzen damit ein Beispiel für andere hereditäre Erkrankungen. Der Erkenntnisgewinn in diesem Bereich nimmt stetig zu; dennoch ist es noch ein weiter Weg, bevor diese Therapieformen Phänotyp und Pathologie und der betroffenen Patienten tatsächlich werden korrigieren können.


2011 ◽  
Vol 11 (01) ◽  
pp. 19-24
Author(s):  
S. Martini

ZusammenfassungEine Hämaturie wird in der kinderärztlichen Praxis regelmäßig diagnostiziert. Ziel dieses Artikels ist es, dem niedergelassenen Kollegen einen diagnostischen Leitfaden zu geben. Man unterscheidet zwischen Makrohämaturie und Mikrohämaturie. Zahlreiche erworbene oder hereditäre Erkrankungen führen zu einer Hämaturie. Entscheidend für die differenzialdiagnostische Abklärung ist die Differenzierung zwischen glomerulärer und nicht glomerulärer Hämaturie.Die Diagnostik beruht auf Anamnese, körperlicher Untersuchung und Urinuntersuchung. Der Urinteststreifen stellt einen einfachen und sensitiven Test dar, ist jedoch wenig spezifisch. Jeder Verdacht auf Hämaturie sollte mikroskopisch gesichert werden. Die Beurteilung der Erythrozytenmorphologie ermöglicht, zwischen glomerulärer und nicht glomerulärer Hämaturie zu unterscheiden. Dysmorphe Erythrozyten sind ein Hinweis auf das Vorliegen von Glomerulopathien. Zur genauen Differenzierung sind weitere laborchemische Untersuchungen sowie eine Nierenbiopsie erforderlich. Diese sollte bei anhaltender Proteinurie, arterieller Hypertonie oder eingeschränkter Nierenfunktion durchgeführt werden.Der mikroskopische Nachweis von eumorphen Erythrozyten erlaubt, eine glomeruläre Erkrankung auszuschließen. Sonografie, Urinkultur und Untersuchung des Urins auf lithogene Substanzen liefern entscheidende Hinweise auf die Ursache der nicht glomerulären Hämaturie.


2009 ◽  
Vol 18 (04) ◽  
pp. 293-303
Author(s):  
D. Renz ◽  
L. Graul-Neumann ◽  
P. Robinson ◽  
G. Schwabe

ZusammenfassungUnter Gelenkhypermobilität versteht man die Überbeweglichkeit eines oder mehrerer Gelenke. Hypermobilität ist oftmals mit extraartikulären Begleitmanifestationen vergesellschaftet und tritt gehäuft bei hereditären Erkrankungen des Bindegewebes und Skeletts, wie Marfan-Syndrom (MFS), marfanoiden Erkrankungen, Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS), Osteogenesis imperfecta (OI) und weiteren Skelettdysplasien auf. Während das MFS durch Fibrillin-1 (FBN1)-Mutationen hervorgerufen wird, führen Mutationen in den TGFbeta-Rezeptoren TGFBR1 und TGFBR2 zum marfanähnlichen Loeys-Dietz-Syndrom (LDS). Untersuchungen an Mausmodellen und bei Patienten zeigen, dass eine erhöhte Verfügbarkeit von Transforming-Growth- Factor (TGF)-beta ein wichtiger Faktor bei der Pathogenese des MFS und LDS ist. Demgegenüber werden die unterschiedlichen EDS- und OI-Formen durch Mutationen verursacht, die die Synthese und Modifikation verschiedener fibrillärer Kollagene betreffen. In diesem Übersichtsartikel präsentieren wir eine aktuelle Zusammenfassung bedeutsamer klinischer und genetischer Erkenntnisse von hereditären Erkrankungen des Bindegewebes und Skeletts mit Gelenkhypermobilität.


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