disease management programm
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2021 ◽  
Vol 15 (03) ◽  
pp. 138-142
Author(s):  
Matthias Blüher

ZusammenfassungDie Versorgungssituation für Menschen mit Adipositas ist in Deutschland defizitär. Dies liegt auch daran, dass es bisher keine gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine leitlinien- und bedarfsgerechte Versorgung von Menschen mit Adipositas gab. Mit der Annahme des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung durch den Deutschen Bundestag am 11. Juni 2021 wurden die formalen Voraussetzungen für ein strukturiertes Behandlungsprogramm für Menschen mit Adipositas in Deutschland geschaffen. Ein in diesem Gesetz gefordertes Disease Management Programm Adipositas könnte die Qualität der Versorgung für Betroffene erheblich verbessern.


2021 ◽  
Vol 30 (02) ◽  
pp. 119-132
Author(s):  
Andreas A. Kurth

ZusammenfassungEine zentrale Herausforderung im Gesundheitswesen stellt der Ausbau von Versorgungsstrukturen für die bessere Diagnostik, Therapie und Prävention von chronischen Erkrankungen dar. Aufgrund festgestellter Defizite in der Versorgung chronisch Kranker in Deutschland wurden im Jahr 2002 flächendeckend Disease-Management-Programme (DMPs) als Behandlungsprogramme im ambulanten Bereich implementiert. Dies sind strukturierte Behandlungsprogramme mit dem Ziel der Verbesserung des Behandlungsablaufs und der Qualität in der medizinischen Versorgung chronisch kranker Patienten. Osteoporose ist in Deutschland als Volkskrankheit anzusehen, und die Herausforderungen bei der Osteoporose-Behandlung bestehen einerseits in der aktuellen diagnostischen und therapeutischen Unterversorgung sowie einer strukturierten Vorgehensweise.Mit Inkrafttreten des G-BA-Beschlusses zum DMP Osteoporose im Juli 2020 wurde der Notwendigkeit für eine strukturierte Behandlung von Osteoporose-Patienten Rechnung getragen. Die bessere Kooperation der verschiedenen behandelnden Ärzte sowie eine engere Arzt-Patienten-Bindung sollen dazu beitragen, die Versorgungslücken zu schließen.Kernelemente bestehen in einer Strukturierung der Behandlungsabläufe und einer klaren Orientierung von Diagnostik und Therapie, basierend auf aktuellen evidenzbasierten Leitlinien. Die konkreten Therapieziele des DMP Osteoporose liegen in der Vermeidung von Frakturen, der Schmerzreduktion, der Sturzprophylaxe und einer Verbesserung der Lebenserwartung und in der Lebensqualität der Patienten. Dafür können sich die teilnehmenden Ärzte an der Leitlinie Osteoporose des Dachverbands Osteologie e. V. (DVO) orientieren.In dem vorliegenden Artikel werden die Entwicklung der DMPs in Deutschland und im Speziellen die Erarbeitung des DMP Osteoporose und die GBA-Richtlinien dargestellt.


2021 ◽  
Vol 15 (01) ◽  
pp. 49-51
Author(s):  
Stefanie Gerlach

München, 03.11.2020 Als „sinnvoll und zielführend … für die Versorgung von Versicherten mit krankhaftem Übergewicht“ (Adipositas) bezeichnet das Bundesgesundheits-ministerium (BMG) die gesetzliche Beauftragung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für die Entwicklung eines strukturierten Behandlungsprogramms (Disease-Management-Programm = DMP) in einer aktuellen Stellungnahme 1. Es sei beabsichtigt, das Vorhaben „zeitnah in einem geeigneten Gesetzgebungsverfahren [GVWG] 2 grundsätzlich aufzugreifen“. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) begrüßt diesen lange fälligen Schritt als „Quantensprung“, denn eine „leitliniengerechte und bedarfsorientierte“ Regelversorgung von Menschen mit Adipositas über die gesetzlichen Krankenkassen rückt nun in greifbare Nähe. „Ein DMP Adipositas hat das Potential, die defizitäre Versorgungssituation von Menschen mit Adipositas in Deutschland nachhaltig zu verbessern und langfristig Krankheitslast und vorzeitige Todesfälle zu verringern“, so DAG-Präsidentin Professorin Martina de Zwaan.


Author(s):  
Azat Samigullin ◽  
Hans-Peter Hammes ◽  
Erhard Siegel ◽  
Thomas Helms ◽  
Bjoern Andrew Remppis ◽  
...  

ZusammenfassungTyp-2-Diabetes(T2 D)-Patienten weisen im Vergleich zur Normalbevölkerung eine erhöhte Sterblichkeit auf. Ein Teil der Patienten ist mit dem Ziel einer besseren Versorgung in das nationale „Disease-Management-Programm Diabetes“ (DMP) Typ-2-Diabetes eingeschlossen. In dieser Arbeit werden Mortalitätsdaten von T2D-Patienten aus der Routineversorgung mit Mortalitätsdaten der Allgemeinbevölkerung und von T2D-Patienten aus verschiedenen Studienkollektiven verglichen. Die Sterblichkeit der deutschen T2D-Patienten insgesamt ist etwa 3,1-fach höher als in der Allgemeinbevölkerung. Die Sterblichkeit von deutschen T2D-Patienten innerhalb des DMP ist 2,4-fach höher. Inwieweit sich dieser Mortalitätsunterschied durch einen Selektionsbias oder durch die Teilnahme am DMP selbst erklären lässt, ist mit den verfügbaren Daten nicht eindeutig zu beantworten. Die Tatsache aber, dass im Vergleich dazu das Sterblichkeitsrisiko innerhalb kontrollierter T2D-Interventionsstudien trotz zusätzlicher kardiovaskulärer Komorbidität nochmals niedriger ist, gibt einen wichtigen Hinweis darauf, dass die kardiovaskuläre Pathophysiologie im bisherigen DMP nicht ausreichend berücksichtigt wird und dieser Tatbestand ein wichtiges Verbesserungspotenzial für eine Optimierung des DMP darstellt.


2020 ◽  
Vol 49 (03) ◽  
pp. 52-52

Mitte Januar hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein Disease-Management-Programm (DMP) für Osteoporose-Patientinnen und -patienten beschlossen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) begrüßt die Einführung eines strukturierten Behandlungsprogramms für Menschen, bei denen eine medikamentös behandlungsbedürftige Osteoporose diagnostiziert worden ist. Die Fachgesellschaft weist jedoch auf weiterhin bestehende Defizite bezüglich der Früherkennung hin, die für eine frühzeitige Behandlung bei Knochenschwund wichtig ist. Die DGE fordert daher mehr Aufklärung der Bevölkerung.


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