medizinische fachangestellte
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2021 ◽  
Vol 60 (02) ◽  
pp. 95-101
Author(s):  
Joachim Weis ◽  
Carolin Dresch ◽  
Hans Helge Bartsch ◽  
Ulrich Kurlemann ◽  
Phillip Maiwald ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Aus Perspektive verschiedener Expertengruppen, die in der Versorgung onkologisch Erkrankter tätig sind, werden Barrieren bei der Antragstellung zu onkologischen Rehabilitationsmaßnahmen identifiziert. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen zur Optimierung abgeleitet. Die Studie wurde von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) gefördert. Methodik Auf Basis einer Interviewstudie (N=61) wurde ein Fragebogeninstrument mit 55 Items zu möglichen Barrieren im Antragstellungsprozess konzipiert und online eingesetzt. Teilnehmer mit mehr als 33% fehlenden Werten wurden von den Analysen ausgeschlossen. Mittelwertanalysen wurden zur Identifikation der bedeutsamsten Relevanz angewendet. Um übergeordnete Dimensionen zu identifizieren, wurde eine exploratorische Faktorenanalyse durchgeführt. Ergebnisse Insgesamt wurden 606 Experten aus dem onkologischen Bereich in die Auswertung eingeschlossen. Darunter waren 249 Ärzte, 194 Sozialarbeiter, 105 Pflegefachkräfte / Medizinische Fachangestellte, 55 Psychologen / Psychoonkologen und 3 sonstige Berufsgruppen. Die befragten Experten waren im Mittel 51 Jahre alt (SD=10,4) und seit 17 Jahren (SD=9,8) im onkologischen Bereich tätig. Die Barrieren konnten folgenden 7 faktoranalytisch bestimmten Inhaltsbereichen zugeordnet werden: Krankheitsverarbeitung, Antragsverfahren, Rehafähigkeit, Koordination, soziale Verpflichtungen, Patientenwünsche und Stellenwert der Reha. Die Experten gaben an, dass insbesondere der Wunsch des Patienten nach Normalität, die zu starre Frist für die Anschlussrehabilitation (AHB) und das für Patienten mit Migrationshintergrund schlecht verständliche Antragsverfahren einer Antragstellung entgegenstehen kann. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Vermittlung von multimorbiden Patienten in die Rehabilitationseinrichtungen schwierig sei. Schlussfolgerung Aus der Expertenstudie können folgende Handlungsempfehlungen für einen erleichterten Rehabilitationszugang abgeleitet werden: Optimierung der Koordination zwischen verschiedenen Expertengruppen; Einrichtungen und mit den Kostenträgern, Flexibilisierung der AHB-Frist, Vereinfachung der Antragstellung, Bereitstellung von Anträgen / Informationsmaterialien in weiteren Sprachen, Ausrichtung der Reha-Kliniken auf spezifische Patientengruppen.


2021 ◽  
Author(s):  
Iris-Katharina Penner ◽  
Melanie Filser ◽  
Sharon Jean Bätge ◽  
Alina Renner ◽  
Sebastian Ullrich ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Patienten mit Multipler Sklerose (MS) leiden in 40–70 % der Fälle unter kognitiven Störungen. Der kognitive Status gilt erwiesenermaßen als Prädiktor für Berufsfähigkeit und frühzeitige Berentung. Eine regelmäßige Erfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit ist somit dringend indiziert. Zielsetzung Die deutsche Fassung der international empfohlenen BICAMS (Brief International Cognitive Assessment for Multiple Sclerosis) -Batterie wurde auf Praktikabilität in der klinischen Routine neurologischer Praxen in Deutschland multizentrisch überprüft. Material und Methoden Medizinische Fachangestellte (MFAs) wurden hinsichtlich der Durchführung und Auswertung von BICAMS geschult. Alle ausgewerteten Testbögen wurden von unabhängigen neuropsychologischen Experten überprüft. Ergebnisse Insgesamt 1606 BICAMS-Datensätze wurden in 65 Zentren erhoben. Von diesen konnten 1573 analysiert werden. 49,7 % der erhobenen Datensätze wurden inklusive aller Auswerteschritte korrekt durchgeführt. Bei den anderen 50,3 % fanden sich Durchführungs‑, Auswerte- oder Transformationsfehler. Nach Bereinigung der Stichprobe durch fehlerbehaftete Fälle ergaben sich Werte der Interrater-Reliabilität pro Testverfahren in Höhe von ICC $$\geq$$ ≥ 0,953. Diskussion Grundsätzlich ist BICAMS für den Einsatz im klinischen Alltag sehr zu empfehlen. Es bleibt allerdings zu betonen, dass obgleich die Interrater-Reliabilität für die final bereinigte Stichprobe sehr hoch war, im Gesamtdatensatz 50,3 % Durchführungs‑, Auswerte- oder Transformationsfehler gefunden wurden. Daraus lässt sich die Notwendigkeit ableiten, nichtpsychologisches Personal noch eingehender in der Anwendung und Auswertung von BICAMS durch Experten zu schulen und zu supervidieren.


Im OP ◽  
2020 ◽  
Vol 11 (01) ◽  
pp. 16-19
Author(s):  
Christoph R. Löser ◽  
Gerd Gauglitz ◽  
Thomas Dirschka

Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte waren in der Weiterbildung auf dermatologischen Fachkongressen hinsichtlich der Dermatochirurgie lange unterrepräsentiert. Dabei spielen sie eine wichtige Rolle in der Verwirklichung einer patientenzentrierten und qualitätsgesicherten ambulanten Versorgung, gerade bei operativen Eingriffen. Deshalb wurden bereits seit 2011 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) dermatochirurgische Weiterbildungsseminare für Pflegekräfte und Fachangestellte auf der jährlichen Fortbildungsveranstaltung in Frankenthal (heute „Derm“) angeboten. Diese Seminare waren nicht nur ausgezeichnet frequentiert, sondern erfreuten sich einer engagierten Mitarbeit der Teilnehmer und haben so zu einer Bedarfsanalyse beigetragen. Auf den gewonnenen Erfahrungen der Interaktion mit den Seminarteilnehmern basiert dieses Curriculum. Zunächst werden die Themen angelehnt an den Praxisablauf chronologisch aufgelistet und im zweiten Abschnitt inhaltlich präzisiert.


2020 ◽  
Author(s):  
Carolin Dresch ◽  
Hans Helge Bartsch ◽  
Ulrich Kurlemann ◽  
Phillip Maiwald ◽  
AnnaLena Rademaker ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie In dieser von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund geförderten Studie wurden Barrieren bei der Antragstellung zu onkologischen Rehabilitationsleistungen aus Sicht von verschiedenen Expertengruppen untersucht. Methodik In einer exploratorischen multizentrischen qualitativen Querschnittsstudie wurden 61 teilstrukturierte Interviews mit in der onkologischen Versorgung tätigen Experten durchgeführt: Ärzte (n=26), Sozialarbeiter (n=22), Psychologen/Psychoonkologen (n=6), Pflegepersonal/Medizinische Fachangestellte (n=5), Verwaltungsangestellte der DRV (n=2). Mittels eines Leitfadens wurden die Teilnehmer zu ihren Erfahrungen mit Reha-Anträgen sowie ihren Einschätzungen und Bewertungen bezüglich möglicher Barrieren im Prozess der Antragstellung befragt. Die Auswertung der Interviewdaten erfolgte EDV-gestützt nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring. Ergebnisse Die Befragten waren im Mittel 52,51 Jahre alt (SD=10,06; min=25, max=71) und arbeiteten im Durchschnitt seit 19,26 Jahren (SD=10,15; min=1, max=42) in der Beratung oder Behandlung von onkologischen Patienten. Insgesamt wurden 854 Aussagen codiert und den folgenden drei Hauptkategorien zugeordnet: Expertenbezogene, Systembezogene und Patientenbezogene Barrieren. Zentral in der erstgenannten Hauptkategorie war die Skepsis bezüglich des Nutzens von Rehabilitationsleistungen und ein unzureichend gedeckter Informationsbedarf aufseiten der Experten. In der Hauptkategorie Systembezogene Barrieren wurden Aspekte erwähnt, die das Antragsverfahren, die geringe Verfügbarkeit z. B. von ambulanten Reha-Angeboten sowie die Abwesenheit eines funktionierenden Zuweisungssystems thematisierten. Die Hauptkategorie Patientenbezogene Barrieren umfasste psychosoziale Faktoren, wie bspw. verschiedene Themen der Krankheitsverarbeitung, wie den Wunsch des Patienten nach Hause zu kommen und den Alltag wieder erleben zu können sowie die Angst, mit der Krankheit konfrontiert zu werden. Schlussfolgerung Durch die explorative Studie konnten potenzielle Barrieren bei der Beantragung von onkologischen Rehabilitationsleistungen aus Expertensicht abgebildet werden. Die Befunde bilden insbesondere die Grundlage für ein multidimensionales Assessmentinstrument, mittels dessen die Barrieren standardisiert erfasst und individuelle Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können.


2020 ◽  
Author(s):  
Martin Bortz ◽  
Jeannine Schübel ◽  
Maik Pochert ◽  
Antje Bergmann ◽  
Karen Voigt

Zusammenfassung Hintergrund Um dem demografischen Wandel und dem Hausärztemangel zu begegnen, wird die Delegierbarkeit von Hausbesuchen diskutiert. Bisher gibt es wenig Evidenz, in welchem Ausmaß eine Delegation von Hausbesuchen innerhalb Deutschlands erfolgt. Ziel dieses Artikels ist es, Unterschiede im soziodemografischen und organisatorischen Profil delegierender bzw. nicht-delegierender Hausärzte in Sachsen zu untersuchen sowie den Qualifikationsstand nicht-ärztlicher Mitarbeiter zu beschreiben. Methodik Diese Querschnittstudie ist Teil einer Serie epidemiologischer Studien in der Allgemeinmedizin in Sachsen (SESAM). Alle in Sachsen niedergelassenen Hausärzte wurden 2014 angeschrieben (n=2677), wovon 11,2% an der Studie teilnahmen. In einem Zeitraum von 12 Monaten sollten Hausarztpraxen alle Hausbesuche dokumentieren, welche innerhalb einer zufällig zugeordneten Woche durchgeführt wurden. Des Weiteren wurden soziodemografische und organisatorische Merkmale der Hausarztpraxen, sowie der Qualifikationsstand der nicht-ärztlichen Mitarbeiter abgefragt. Ergebnisse Insgesamt nahmen 274 Hausarztpraxen an der Studie teil. 52,9% der teilnehmenden Hausärzte erklärten ihre Bereitschaft zur Delegation von Hausbesuchen, jedoch wurden lediglich 8,5% der Hausbesuche durch nicht-ärztliche Mitarbeiter erbracht. Es zeigten sich nicht-signifikante Trends zwischen Delegationsbereitschaft und Selbstständigkeit vs. angestellter Tätigkeit (92,4 vs. 84,6%; p=0,06), sowie Niederlassung in einer Gemeinschafts- vs. Einzelpraxis (35,2 vs. 31,4%; p=0,09) und höheren Scheinzahlen pro Quartal (x̄+= 1183,08 vs. 1092,16; p=0,07). Die Gruppe der 224 nicht-ärztlichen Praxismitarbeiter, welche an der Studie teilnahmen, war mehrheitlich ausgebildet in der Gesundheits- und Krankenpflege (39,7%) oder als Medizinische Fachangestellte (50,8%). Die überwiegende Mehrheit der Praxismitarbeiter (82,5%) wies keine Weiterbildung oder Zusatzqualifikation auf. 12,6 bzw. 7% absolvierten eine Weiterbildung zur Versorgungsassistentin oder nicht-ärztlichen Praxisassistentin. Schlussfolgerung Unter den sächsischen Hausärzten herrscht eine hohe Delegationsbereitschaft, welche jedoch nicht in ausreichendem Maße umgesetzt werden kann. Ein Großteil der Delegation erfolgte zum Zeitpunkt der Studienerhebung eher auf persönlicher Vertrauensbasis ohne formale Weiterbildung. Qualifizierte Delegation sichert eine hochwertige Patientenversorgung und dieses Potenzial scheint in der sächsischen Primärversorgung, insbesondere in ländlichen Gegenden mit drohender Unterversorgung, noch nicht ausgeschöpft. Eine vermehrte Aufklärungsarbeit über Chancen und Möglichkeiten der qualifizierten Delegation erscheint nötig.


2020 ◽  
Author(s):  
Florian Kaiser ◽  
Ursula Vehling-Kaiser ◽  
Ana Hoffmann ◽  
Michael von Bergwelt-Baildon ◽  
Tobias Weiglein ◽  
...  

ZusammenfassungDer Onko-Nexus („Kümmererprojekt“), gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, widmet sich der Verbesserung der ambulanten/stationären Schnittstellenproblematik für Patienten mit hochkomplexen malignen Erkrankungen, die einen Aufenthalt an einem universitären Zentrum benötigten. Die Patienten wurden von einer ambulanten und einer stationären „Kümmerin“ (medizinische Fachangestellte) mitbetreut. Zusätzlich wurde vom universitären Zentrum eine Spezialsprechstunde in der heimatnahen onkologischen Praxis angeboten. Während der 3-jährigen Laufzeit konnten 26 Patienten in das Projekt eingeschlossen werden. Nach Abschluss des Projektes wurden 9 Patienten und die 2 „Kümmerinnen“ mittels qualitativer Leitfadeninterviews befragt. Die Patienten profitierten v. a. von der intensivierten Betreuung, der Vermeidung von Fahrstrecken und dem engen Kontakt zwischen Klinik und Praxis. Das Projekt wirkte sich deutlich positiv auf die Lebensqualität der Patienten aus.


2020 ◽  
Vol 46 (06) ◽  
pp. 256-259
Author(s):  
C. R. Löser ◽  
G. Gauglitz ◽  
T. Dirschka

ZusammenfassungPflegekräfte und medizinische Fachangestellte waren in der Weiterbildung auf dermatologischen Fachkongressen hinsichtlich der Dermatochirurgie lange unterrepräsentiert. Dabei spielen sie eine wichtige Rolle in der Verwirklichung einer patientenzentrierten und qualitätsgesicherten ambulanten Versorgung, gerade bei operativen Eingriffen. Deshalb wurden bereits seit 2011 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) dermatochirurgische Weiterbildungsseminare für Pflegekräfte und Fachangestellte auf der jährlichen Fortbildungsveranstaltung in Frankenthal (heute „Derm“) angeboten. Diese Seminare waren nicht nur ausgezeichnet frequentiert, sondern erfreuten sich einer engagierten Mitarbeit der Teilnehmer und haben so zu einer Bedarfsanalyse beigetragen. Auf den gewonnenen Erfahrungen der Interaktion mit den Seminarteilnehmern basiert dieses Curriculum. Zunächst werden die Themen angelehnt an den Praxisablauf chronologisch aufgelistet und im zweiten Abschnitt inhaltlich präzisiert.


2020 ◽  
Vol 46 (03) ◽  
pp. 156-161
Author(s):  
L. Hagmeyer ◽  
G. Sofianos ◽  
U. Oesterlee ◽  
K. Steinraths ◽  
W. Randerath

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