gesetzliche regelungen
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Author(s):  
Stefan Salhofer ◽  
Elisabeth Schmied ◽  
Aleksander Jandric

ZusammenfassungWie in anderen Teilen der Welt wächst auch in Lateinamerika die Ausstattung der Haushalte mit elektrischen und elektronischen Geräten. Die daraus resultierenden Elektroaltgeräte treffen auf wenig entwickelte abfallwirtschaftliche Strukturen. In den meisten Ländern Lateinamerikas ist die getrennte Sammlung von Abfällen kaum entwickelt, Anlagen für eine spezifische Behandlung von Abfällen wie Elektroaltgeräte fehlen weitgehend. Sammlung und Behandlung werden hauptsächlich durch den informellen Sektor durchgeführt.In diesem Beitrag werden beispielhaft zwei Länder näher betrachtet.Nicaragua, als eines der am wenigsten entwickelten Länder, und Brasilien, ein großes und teilweise industrialisiertes Land, das allerdings keine entwickelten Strukturen zur Sammlung und Behandlung von Abfällen aufweist. In Nicaragua gibt es derzeit keine spezifischen gesetzlichen Regelungen für den Umgang mit Elektroaltgeräten und nur einzelne, kleinere Initiativen zur Sammlung sowie einen Behandlungsbetrieb in Managua.In Brasilien dominiert der informelle Sektor die Sammlung und Behandlung von Elektroaltgeräten. Gesetzliche Regelungen werden seit vielen Jahren diskutiert. Eine Branchenregelung soll Herstellerverantwortung einführen, allerdings sind die Rollen und Verpflichtungen der Stakeholder nicht geklärt. Im bestehenden Entsorgungssystem spielen Kooperativen eine wichtige Rolle.Für die Planung, Umsetzung und das Monitoring abfallwirtschaftlicher Systeme ist ExpertInnenwissen unerlässlich. Zurzeit bestehen in beiden Ländern kaum Möglichkeiten für eine fachliche Ausbildung in diesem Bereich. Um den zukünftig zu erwartenden Bedarf abzudecken wurde das Projekt LaWEEEda (im Erasmus+Programm gefördert) ins Leben gerufen. An den vier beteiligten Universitäten wurde ein akademisches Programm für Abfallwirtschaft und Behandlung von Elektroaltgeräten sowie ein berufsbegleitendes Ausbildungsprogramm für PraktikerInnen in diesem Bereich etabliert.


Author(s):  
Roland Frankenberger ◽  
Julia Winter ◽  
Gottfried Schmalz

ZusammenfassungDentales Amalgam wird seit über 180 Jahren erfolgreich in der zahnärztlichen Füllungstherapie kariöser Läsionen eingesetzt. Es ist langlebig, in der Verarbeitung wenig techniksensitiv und damit fehlertolerant. Seit vielen Jahren befindet sich das dentale Amalgam jedoch in der öffentlichen Diskussion, v. a. wegen seines Quecksilberanteils von ca. 50 %. Seit Veröffentlichung des „Minamata-Übereinkommens“ im Jahr 2013 mit dem primären Ziel, die Ausleitung anthropogenen Quecksilbers in die Umwelt zu reduzieren, ist die zwischenzeitlich fast verstummte Amalgamkritik wieder deutlich lauter geworden. Ein weiterer nicht unerheblicher Nachteil des Amalgams ist die silbrig-schwärzliche Farbe, die heute den ästhetischen Erfordernissen der Patienten oft nicht mehr entspricht.Der vorliegende Beitrag skizziert die Grundproblematik von Amalgam vor dem Hintergrund multipler biologischer, klinischer und gesundheitspolitischer Aspekte. Es wird Bezug genommen zu möglichen Auswirkungen, insbesondere des Minamata-Übereinkommens, auf gesetzliche Regelungen sowie auf die Verwendung von Werkstoffen und damit auch auf das Versorgungssystem der Zukunft. Außerdem werden mögliche Materialalternativen sowie biomedizinischer Forschungsbedarf auf dem Gebiet der restaurativen Zahnerhaltung dargestellt und abschließend die Frage gestellt, ob wir überhaupt die richtige Diskussion führen.


Author(s):  
Benjamin Strahl ◽  
Adrian van Breda ◽  
Varda Mann-Feder

Care Leaver*innen stellen weltweit eine besonders vulnerable und benachteiligte Gruppe junger Menschen dar. Bislang sind jedoch kaum international vergleichende Studien vorhanden, die gesetzliche Regelungen für Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfeformen für junge Menschen in den Blick nehmen. Der Beitrag greift diese Forschungslücke auf und untersucht gesetzliche Rahmenbedingungen, sowie das Vorhandensein von Care Leaver-Selbstvertretungen, in 36 Ländern Amerikas, Europas, Asiens, Afrikas und Australiens. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar große Unterschiede zwischen einzelnen Ländern bestehen, Care Leaver*innen und junge Erwachsene aber weltweit kaum Hilfestellungen erhalten.


Author(s):  
Lena Wepner ◽  
Harald Andreas Färber ◽  
Anna Weber ◽  
Andreas Jaensch ◽  
Ludger Keilig ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund und Ziel Um bei kieferorthopädischen Behandlungen die Therapietreue von Kindern zu unterstützen, werden bei herausnehmbaren Apparaturen häufig Glitzerpartikel in den Kunststoff eingebettet, die Aluminium (Al) enthalten. Bei einer Tragedauer von bis zu 16 h täglich über 2–3 Jahre kann angenommen werden, dass über die Zeit Al-Ionen in den Speichel diffundieren. Ziel der Studie war es, die Freisetzung von Al-Ionen aus dem Kunststoff unter Verwendung verschiedener kieferorthopädischer Drähte zu untersuchen. Materialien und Methode Es wurden Prüfkörper (Oberfläche 5,65 cm2) aus kieferorthopädischem Kunststoff und verschiedenen Drähten angefertigt; die Hälfte enthielt Glitzerpartikel aus Aluminium. Die Prüfkörper wurden 7 Tage lang in Petrischalen mit 50 ml Korrosionsmedium (pH 2,3) gem. DIN EN ISO 10271 bei 37 °C eingelegt. Zur Quantifizierung der spezifischen Ionen in der Korrosionslösung wurde die induktiv gekoppelte Plasmamassenspektrometrie (inductively coupled plasma - mass spectrometry, ICP-MS) verwendet. Ergebnisse Die statistische Analyse zeigte einen signifikanten Unterschied in der Konzentration der Al-Ionen zwischen Proben mit und ohne Glitzerpartikel. Die Konzentrationen aus Proben mit Glitzer erreichten bis zu 14.474 μg/l Al-Ionen, Proben ohne Glitzer enthielten im Durchschnitt 1260 μg/l. Ein geringer Anteil der Al-Ionen kann aus den Legierungen der Drähte stammen. Schlussfolgerungen Es sollte untersucht werden, ob die Aluminiumkonzentration zu Gesundheitsrisiken für den Menschen führen kann. Angesichts der Befunde sollten Kieferorthopäden keine glitzerhaltigen Apparaturen anbieten, um die Aluminiumaufnahme mit dem Speichel zu minimieren. Es muss geklärt werden, ob die in der Mundhöhle vorgefundenen Bedingungen zu gleichen Ergebnissen führen wie unter den oben genannten. Gesetzliche Regelungen sollten entwickelt werden, um die Freisetzung von Aluminium aus kieferorthopädischen Produkten zu begrenzen.


Author(s):  
Berndt Keller

Der Beitrag behandelt in multidisziplinärer Perspektive Berufsgewerkschaften als neue, unabhängig-autonome Akteure der Tarifpolitik. Im Mittelpunkt stehen drei Fragestellungen: Wie kann ihre Mutation von Berufsverbänden zu Berufsgewerkschaften nicht nur beschrieben, sondern auch theoretisch erklärt werden? Wie sind aktuelle Entwicklungen, wie gesetzliche Regelungen sowie freiwillig-autonome Vereinbarungen der Verbände, einzuordnen? Welche Konsequenzen hat ihre Etablierung für die bestehenden Arbeitsbeziehungen auf Makro- und Branchenebene? ‒ Bei der Unterscheidung zwischen ökonomischen und organisatorischen Zielen zeigt der Beitrag, dass Berufsgewerkschaften in besonderem Maße ihre organisationspolitischen Eigeninteressen der dauerhaften, rechtlichen und faktischen Anerkennung als autonom-unabhängige Tarifpartner durchsetzen konnten.


2021 ◽  
Vol 50 (11) ◽  
pp. 10-15
Author(s):  
Carl-Christian Freidank

Die gegenwärtige Coronapandemie wirkt sich vielfach als Unternehmenskrise aus, die bei den Leitungs- und Überwachungsorganen zu Verunsicherung geführt hat, welche betriebswirtschaftlichen Konzepte und Instrumente zur Vermeidung von Fehlsteuerungen einzusetzen sind. Der Beitrag zeigt gesetzliche Regelungen und Maßnahmen auf, die im Rahmen einer Unternehmenskrise bezüglich der Rechnungslegung sowie der Bewertung von Unternehmen eine zentrale Rolle spielen.


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