interdisziplinäre studien
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2009 ◽  
Vol 28 (09) ◽  
pp. 602-609
Author(s):  
I. Blümcke

ZusammenfassungMit zunehmender Verfügbarkeit Epilepsie-chirurgischer Therapieverfahren stellen sich besondere Anforderungen an die neuropathologische Diagnostik. Die Durchsicht von 4 840 am Neuropathologischen Referenzzentrum für Epilepsie-Chirurgie gesammelten Fällen ergibt ein ungewöhnlich breites Spektrum histopathologischer Läsionen. Die häufige mesiale Temporallappensklerose ist durch segmentale Nervenzelluntergänge im Hippocampus gekennzeichnet. Eine neue histopathologische Klassifikation ist für die Prädiktion der postoperativen Anfallsfreiheit hilfreich. Bei Epilepsie-assoziierten Tumoren steht die Charakterisierung neuer Varianten und die Einstufung ihrer biologischen Wertigkeit im Mittelpunkt. Fehlbildungen der kortikalen Entwicklung finden sich in 14% der untersuchten Fälle. Bisherige Klassifikationsschemen berücksichtigen nur unzureichend die unterschiedlichen Läsionsmuster, vor allem in der Abgrenzung fokaler kortikalen Dysplasien. Weiterführende interdisziplinäre Studien sollen eine klinisch-genetische und pathologische Klassifikation zum besseren Verständnis der Ätiologie erarbeiten und die zielgerichtete Entwicklung neuer medikamentöser Therapiestrategien fördern.


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