erworbene thrombophilie
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Phlebologie ◽  
2002 ◽  
Vol 31 (01) ◽  
pp. 21-25
Author(s):  
Th. Hofer

ZusammenfassungZiel und Methode: Die Analyse der Kasuistiken und des perioperativen Zeitabschnitts soll helfen, vermeidbare Ursachen thromboembolischer (TE) Komplikationen im eigenen Kollektiv von Varizenoperierten zu finden, um in der Folge deren Rate zukünftig zu vermindern. Ein seit Juni 1996 zur Verfügung stehender Farbduplex war Anlass, dieses Kollektiv zu teilen und Gruppe 1 ohne Duplex mit einer zahlenmäßig sowie in ihrer Zusammensetzung praktisch identischen Gruppe 2 mit Duplex zu vergleichen. Ergebnis: In Gruppe 2 wurden fünf Patienten mit Phlebothrombosen (0,77%) und vier mit Lungenembolien (0,61%) beobachtet, die alle nach Spitalentlassung auftraten. Als begünstigender Faktor ließ sich fünfmal eine hereditäre Thrombophilie (4 heterozygote Faktor-V-Leiden-Mutationen, 1 erniedrigte Protein-C-Aktivität) und zweimal erworbene Thrombophilie (hormonelle Kontrazeptiva der 3. Generation; Adipositas und postoperative Hypovolämie) nachweisen. Schlussfolgerung: Varizenoperationen stellen ein hohes TE-Risiko dar. Eine generell hoch dosierte medikamentöse TE-Prophylaxe über mindestens 10 Tage wird empfohlen. Der direkte Zugriff zum Farbduplex erleichtert maßgeblich die Diagnostik thromboembolischer Komplikationen.


2002 ◽  
Vol 22 (03) ◽  
pp. 92-97
Author(s):  
G. Nowak

ZusammenfassungDirekte Thrombininhibitoren stehen im Fokus für angeborene oder erworbene Thrombophilie-Indikationen. Neben der Thromboseprophylaxe bei Operationen sind lebensbedrohliche kardiale Erkrankungen und der Schlaganfall von besonderem Interesse für diese neue Arzneimittelklasse. Die Langzeitprophylaxe bei angeborener oder erworbener Thrombophilie mit Hilfe der einzigen zurzeit verfügbaren Substanzklasse, der oral wirksamen Dicoumarolderivate, ist zeit- und kostenintensiv sowie mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen behaftet. Gegen das aktive Zentrum gerichtete Inhibitoren blockieren die zur hydrolytischen Spaltung erforderliche katalytische Triade im Thrombinmolekül mit Ki-Werten im nano- oder picomolaren Bereich. Für die Akuttherapie und kurzfristige Prophylaxe sollte die parenterale Applikation erfolgen, da diese Substanzen in der Leber metabolisiert und/oder durch die Nieren mit einer Eliminationshalbwertzeit von 0,3-2 Stunden eliminiert werden. Für die Langzeitprophylaxe sind oral resorbierbare Derivate dieser direkten Thrombininhibitoren mit Resorptionsraten von 10-30% verfügbar, die im Blut in die Muttersubstanz umgewandelt werden. Der therapeutische Bereich ist relativ groß, sodass eine orale Langzeitprophylaxe mit einer Standarddosis ohne Monitoring möglich sein kann. Der erste Vertreter dieser neuen Arzneimittelklasse, das Ximelagatran, eine oral resorbierbare Variante des Melagatrans, befindet sich derzeit in Phase-III-Prüfungen für verschiedene Indikationen. Mit einer oralen Gabe von zwei Teildosen pro Tag kann eine gute Compliance erwartet werden.


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