entzündlicher rückenschmerz
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Praxis ◽  
2019 ◽  
Vol 108 (12) ◽  
pp. 799-806
Author(s):  
Solvey Schüle ◽  
Diana Frey ◽  
Luc Biedermann ◽  
Maude Martinho Grueber ◽  
Jonas Zeitz ◽  
...  

Zusammenfassung. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Inflammatory Bowel Diseases, IBD) können nicht-entzündliche Gelenkschmerzen und entzündliche Gelenkmanifestationen auftreten. Letztere gehören zur Gruppe der Spondyloarthritiden. Sie werden am Achsenskelett als entzündlicher Rückenschmerz mit nächtlichen Schmerzen, Morgensteifigkeit und Besserung unter Aktivität manifest. Einschränkungen der Gelenkfunktion sind ebenfalls möglich. Bei anderen Patienten stehen periphere Gelenkbeschwerden im Vordergrund. Als Schmerzmedikamente werden COX-2-selektive, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) empfohlen, da unselektive NSAR die zugrundeliegende IBD verschlimmern können. Am Achsenskelett werden Physiotherapie und Tumornekrosefaktor(TNF)-Inhibitoren eingesetzt, während bei peripherem Gelenkbefall Steroidinjektionen, Sulfasalazin und TNF-Inhibitoren wirksam sind. Entzündung, Malabsorption und Steroide führen bei IBD-Patienten zu Osteopenie und Osteoporose. Bei langdauernder Krankheitsaktivität bzw. langer Steroidgabe ist ein Screening mit DXA-Scan indiziert. Therapeutisch sollten ausreichend Kalzium und Vitamin D sowie gegebenenfalls Bisphosphonate gegeben werden.


2018 ◽  
Vol 38 (01) ◽  
pp. 22-26
Author(s):  
H.-J. Lakomek ◽  
B. Bokemeyer

ZusammenfassungSpondyloarthritiden unterteilen sich hinsichtlich der Skelettmanifestation in eine periphere und axiale Form und finden sich bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in ca. 25 % der Fälle als extraintestinale Manifestation. Die Diagnostik beruht auf typischen klinischen Merkmalen bei der axialen Spondyloarthritis. Hier findet sich ein tiefer entzündlicher Rückenschmerz und eine Sakroiliitis (konventionell-radiologisch oder mittels MRT nachgewiesen). Die Diagnose der peripheren Beteiligung bei Spondyloarthritis richtet sich nach dem klinischen Bild unter Berücksichtigung von Krankheitsmerkmalen wie Arthritis, Enthesitis und Daktylitis. Im Vordergrund der Therapie der Spondyloarthritiden mit chronisch- entzündlicher Darmerkrankung (CED) steht neben der intensiven Physiotherapie die kurzfristige Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), da bei längerer Einnahme von NSAR Schübe der CED ausgelöst werden können. Cox-2-Hemmer können hier eine Alternative zu den herkömmlichen NSAR darstellen. Bei der axialen Spondyloarthritis sind Sulfasalazin und MTX weniger wirksam, weshalb möglichst früh eine Therapie mit Biologika gestartet werden sollte. Bei der Spondyloarthritis mit einer peripheren Arthritis können initial kurzfristig verabreichte orale Kortikosteroide effektiv sein, bei persistierender Arthritis kann eine Behandlung mit Sulfasalazin oder Methotrexat versucht werden. Auch für diese Verlaufsformen der Spondylo - arthritis gilt, bei therapieresistenten Fällen möglichst frühzeitig Biologika einzusetzen.


2008 ◽  
Vol 28 (06) ◽  
pp. 333-334 ◽  
Author(s):  
H. Brandt

ZusammenfassungDie Identifikation von Patienten mit axialer Spondyloarthritis (SpA) innerhalb der großen Gruppe der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen stellt eine ebenso große Herausforderung dar wie die frühzeitige Diagnosestellung. Niedergelassene Orthopäden und Hausärzte werden gebeten, Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (Dauer >3 Monate, Beginn vor dem 45. Lebensjahr), in eine spezialisierte rheumatologische Ambulanz zur weiteren Diagnostik und Diagnosestellung zu überweisen, wenn mindestens einer der folgenden Screening-Parameter positiv bestimmt wurde: 1. entzündlicher Rückenschmerz (IBP), 2. HLA-B27, 3. Sakroiliitis in der Bildgebung. Die vorgeschlagenen Screening-Parameter erwiesen sich in der Praxis als sinnvoll und äußerst effektiv bei der Diagnosestellung von Patienten mit axialer SpA.


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