prädiktive validität
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2018 ◽  
Vol 38 (02) ◽  
pp. 97-102 ◽  
Author(s):  
C. Bliemel ◽  
R. Aigner ◽  
C. Rolfes ◽  
S. Ruchholtz ◽  
B. Buecking ◽  
...  

ZusammenfassungDie Inzidenz von Mangelernährung geriatrischer Patienten wird im Allgemeinen mit über 50 % angegeben. Mangelernährung bei geriatrischen Traumapatienten rangiert im Kollektiv der proximalen Femurfrakturen zwischen 30 und 50 %. Insgesamt erscheinen sowohl die angegebenen Häufigkeiten als auch die angewandten Messinstrumente inhomogen. Malnutrition führt zu einer Verschlechterung der Wundheilung, einer längeren postoperativen Immobilität, einem verlängerten Krankenhausaufenthalt sowie zu einer Steigerung der Mortalität. Unter Hinzuziehung bestehender Leitlinien erreichen das Mini Nutritional Assessment (MNA) sowie das Nutritional Risk Screening (NRS) eine ausreichende prädiktive Validität in diesem geriatrischen Patientengut, um ein Screening auf Mangelernährung durchzuführen. Bezüglich möglicher therapeutischer Interventionen ist die Studienlage limitiert: Vorhandene Studien zeigen oft eine geringe Patientenzahl und demente Patienten, die besonders häufig mangelernährt sind, wurden häufig ausgeschlossen. Eine Leitlinie explizit für dieses spezielle Patientengut existiert aktuell nicht. Ein suffizientes Screening des Ernährungszustandes sowie Daten zur Durchführbarkeit und Effizienz einer kurzfristigen perioperativen Nahrungsergänzung könnten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung dieser oft multimorbiden und fragilen Patienten leisten.


Diagnostica ◽  
2018 ◽  
Vol 64 (1) ◽  
pp. 14-25 ◽  
Author(s):  
Amelie Nikstat ◽  
Angelina Höft ◽  
Jessica Lehnhardt ◽  
Stephanie Hofmann ◽  
Christian Kandler

Zusammenfassung. Mit dem Fragebogeninventar für Freizeitinteressen (FIFI; Piepenburg & Kandler, 2016 ) steht nun erstmals ein deutschsprachiges Messinstrument für das Erwachsenenalter zur Verfügung, welches Freizeittätigkeiten hinsichtlich ihrer intrinsischen Wertigkeit (Freizeitinteresse) und Häufigkeit ihrer Ausübung (Freizeitaktivität) erfasst. Ziel der vorliegenden Arbeit war die Entwicklung einer Kurzversion (FIFI-K), um die Ökonomie der Erfassung bei gleichbleibender Heterogenität der Freizeitbereiche zu erhöhen. Das FIFI-K umfasst 67 Items, an denen die Struktur von Freizeitinteressenbereichen (21 Primärfaktoren und 5 Sekundärfaktoren) des FIFI bei 840 Probandinnen und Probanden mittels konfirmatorischer Faktorenanalysen bestätigt werden konnte. Basierend auf einer Substichprobe von 443 Probandinnen und Probanden fanden sich gute Retest-Reliabilitäten für entsprechende Freizeitbereiche. Zudem konnten konvergente Validität zwischen Freizeitinteresse und Freizeitaktivität und diskriminante Validität zwischen den Freizeitbereichen sowie prädiktive Validität von Freizeitinteressen und -aktivitäten zur Vorhersage psychischen Wohlbefindens bescheinigt werden. Das FIFI-K kann demnach als ökonomisches, reliables und valides Messinstrument für die individuelle Erfassung von Freizeitinteressen und -aktivitäten in Forschung und Praxis angewandt werden.


2017 ◽  
Vol 68 (08) ◽  
pp. 361-368
Author(s):  
Juliana Schneider ◽  
Markus Zenger ◽  
Elmar Brähler ◽  
Yve Stöbel-Richter ◽  
Hendrik Berth

Zusammenfassung Einleitung Die Erfassung der subjektiv eingeschätzten körperlichen Gesundheit ist wichtig im Kontext vieler klinischer und Forschungsfragestellungen. In der vorliegenden Arbeit wird eine Untersuchung der psychometrischen Kriterien des G-Scores, einem 4 Items umfassenden Screeninginstrument zur Selbstbeurteilung der körperlichen Gesundheit, vorgenommen. Material und Methoden Es erfolgten Einschätzungen der Objektivität, der Validität und der Reliabilität, eine Itemanalyse und die Bestimmung eines geeigneten Cut-Off-Wertes zur Unterscheidung gesunder von körperlich auffälligen Personen anhand von Daten der Sächsischen Längsschnittstudie 1998–2013 (N=324–417 Personen der Normalbevölkerung). Ergebnisse Die Objektivität des G-Scores kann aufgrund seiner Standardisierung als gegeben angesehen werden. Als Cut-Off-Wert zur Unterscheidung körperlich auffälliger von gesunden Personen wird ein G-Score von 4 vorgeschlagen. Die Inhaltsvalidität ist anhand des a posteriori definierten Konstruktes der körperlichen Gesundheit als gut einzuschätzen. Die Korrelationen mit assoziierten und nicht-assoziierten Konstrukten sprechen für einen Zusammenhang körperlicher mit psychischen Beschwerden. Die prädiktive Validität des Instruments ist gut. Die Reliabilitätsanalysen ergeben Werte im zufriedenstellenden Bereich. Dies spricht für eine hohe Änderungssensitivität des erfassten Konstrukts. Diskussion und Schlussfolgerungen Aufgrund der Ergebnisse empfiehlt sich der G-Score für den Einsatz als Screeninginstrument im Forschungsbereich. Es sollten weitere psychometrische Untersuchungen des G-Scores an einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe und mit objektiven Vergleichsdaten durchgeführt werden.


2017 ◽  
Vol 67 (09/10) ◽  
pp. 391-400 ◽  
Author(s):  
Sonja Fankhauser ◽  
Barbara Hochstrasser ◽  
Marcus Sievers ◽  
Michael Soyka

Zusammenfassung Ziel Diese Studie untersuchte die Eignung der „Health of the Nation Outcome Scales“ (HoNOS) zur Erfassung des Verlaufs depressiver Symptomatik und des Schweregrads der Depression im stationären Setting. Methode Die Stichprobe umfasste 132 depressive Patienten (F32: n=102; F33: n=30). Die HoNOS wurden mittels bivariaten Korrelationen mit der selbstbeurteilten (BDI) und fremdbeurteilten Depressivität (HAMD) verglichen. Die prädiktive Validität wurde mit linearen Regressionsanalysen untersucht. Ergebnisse Die HoNOS differenzierten zwischen Patienten mit einer mittelgradigen versus schweren Depression (p<0,05) und korrelierten mit der Veränderung der fremdbeurteilten (r=0,25, p<0,008), jedoch nicht mit derjenigen der selbstbeurteilten Depressivität (r=0,19, p>0,008). Die HoNOS sagten die Depressivität bei Austritt nicht voraus (β=0,03, p>0,05). Schlussfolgerung Da die HoNOS den Verlauf und Schweregrad depressiver Symptomatik nur teilweise erfassen, sollten sie nur kombiniert mit anderen depressionsspezifischen Messinstrumenten angewendet werden.


Diagnostica ◽  
2016 ◽  
Vol 62 (3) ◽  
pp. 143-156 ◽  
Author(s):  
Beate Muschalla ◽  
Doris Fay ◽  
Karin Hoffmann

Zusammenfassung. Ein großer Anteil der Erwerbstätigen ist aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen einmalig oder mehrfach in seiner Berufsbiografie längere Zeit arbeitsunfähig. Auf Grundlage etablierter psychologischer Konstrukte und empirischer Befunde wurde ein spezifisch arbeitsbezogenes Inventar für Job-Coping und Rückkehrintention (JoCoRi) entwickelt. Der Selbsteinschätzungsfragebogen wurde an drei unabhängigen Stichproben (N = 243, N = 337, N = 111) von Rehabilitationspatienten aus Psychosomatik, Orthopädie, Kardiologie und Neurologie geprüft. Faktorenanalytische Ergebnisse der ersten Stichprobe bestätigen eine mehrfaktorielle Struktur. Das Inventar enthält 30 Items in 7 Skalen: 1. Arbeitsbezogene Rückkehrintention und -planung, 2. Arbeitsbezogene Selbstwirksamkeitserwartung, 3. Arbeitsbezogene Selbstberuhigung und Selbstinstruktion, 4. Arbeitsbezogene externale Kontrollüberzeugung, 5. Aktives Coping am Arbeitsplatz, 6. Bedeutung der Arbeit, 7. Kontrollüberzeugung bzgl. der Arbeitsaufnahme. Die Varianzaufklärung liegt bei 68 %. 25 Items haben Hauptladungen > .60. Interne Konsistenzen und Trennschärfen sind überwiegend zufriedenstellend. Die Modellgüte der konfirmatorischen Faktorenanalyse ist überzeugend. Das Modell ist in einer unabhängigen Stichprobe stabil (N = 337). Die Skalen wurden mit inhaltlich analogen Globalkonstrukten validiert. Die mehrfaktorielle Struktur kann in der zweiten Stichprobe repliziert werden. Eine längsschnittliche Analyse der dritten Stichprobe prüft die prädiktive Validität der Rückkehrintentionsskala; sie wird hinsichtlich Arbeitsunfähigkeitsdauer und Arbeitsfähigkeitsstatus bestätigt.


2014 ◽  
Vol 23 (01) ◽  
pp. 5-10
Author(s):  
E.C. Bliemel ◽  
R. Aigner ◽  
C. Rolfes ◽  
S. Ruchholtz ◽  
B. Buecking ◽  
...  

ZusammenfassungDie Inzidenz von Mangelernährung geriatrischer Patienten wird im Allgemeinen mit über 50 % angegeben. Mangelernährung bei geriatrischen Traumapatienten rangiert im Kollektiv der proximalen Femurfrakturen zwischen 30 und 50 %. Insgesamt erscheinen sowohl die angegebenen Häufigkeiten als auch die angewandten Messinstrumente inhomogen. Malnutrition führt zu einer Verschlechterung der Wundheilung, einer längeren postoperativen Immobilität, einem verlängerten Krankenhausaufenthalt sowie zu einer Steigerung der Mortalität. Unter Hinzuziehung bestehender Leitlinien erreichen das Mini Nutritional Assessment (MNA) sowie das Nutritional Risk Screening (NRS) eine ausreichende prädiktive Validität in diesem geriatrischen Patientengut, um ein Screening auf Mangelernährung durchzuführen. Bezüglich möglicher therapeutischer Interventionen ist die Studienlage limitiert: Vorhandene Studien zeigen oft eine geringe Patientenzahl und demente Patienten, die besonders häufig mangelernährt sind, wurden häufig ausgeschlossen. Eine Leitlinie explizit für dieses spezielle Patientengut existiert aktuell nicht. Ein suffizientes Screening des Ernährungszustandes sowie Daten zur Durchführbarkeit und Effizienz einer kurzfristigen perioperativen Nahrungsergänzung könnten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung dieser oft multimorbiden und fragilen Patienten leisten.


2013 ◽  
Vol 27 (4) ◽  
pp. 215-228 ◽  
Author(s):  
Valentina Piwowar

Klassenmanagement gilt als zentrales Merkmal guten Unterrichts. Psychometrisch zufriedenstellende Instrumente, die eine differenzierte Erfassung von Kompetenzen im Klassenmanagement ermöglichen, sind im deutschen Sprachraum bislang jedoch kaum etabliert. Die vorliegende Arbeit stellt einen Beobachter- und einen Schülerfragebogen zur mehrdimensionalen Erfassung von Klassenmanagement vor, die in einer Gelegenheitsstichprobe von 88 Sekundarschullehrkräften (und deren 1811 Schüler) implementiert wurden. Sowohl hinsichtlich verschiedener Reliabilitätsmaße als auch in ersten Validierungsanalysen konnten gute bis sehr gute Testeigenschaften der Instrumente nachgewiesen werden; es zeigten sich Zusammenhänge mit dem Störverhalten und der Beteiligung von Schülern. Explorative Faktorenanalysen extrahierten fünf von neun theoretisch abgeleiteten Klassenmanagementstrategien im individuellen Schülerurteil, die übrigen vier Strategien fielen zu zwei Faktoren zusammen. In der geteilten Wahrnehmung wurden drei übergeordnete Dimensionen differenziert. In weiterführenden Studien sollten die Sensitivität und prädiktive Validität der Instrumente überprüft werden.


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