primäre pci
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2006 ◽  
Vol 26 (02) ◽  
pp. 138-146
Author(s):  
T. Wichter

ZusammenfassungBei Patienten mit akutem Koronarsyndrom erlangte die peri-interventionelle antithrombotische Therapie in den vergangenen Jahren zunehmend Bedeutung für die Wahl der bevorzugten Reperfusionsstrategie und der adjuvanten medikamentösen Behandlung vor, während und nach perkutanen Koronarinterventionen (PCI).Bei NSTE-ACS und früh-invasiver Therapiestrategie (<48 h) sollte möglichst frühzeitig eine Behandlung mit Azetylsalizylsäure (ASS), Clopidogrel und Heparin (UFH bevorzugt) eingeleitet werden. Direkte Thrombininhibitoren stellen insbesondere bei erhöhter Blutungsneigung oder heparininduzierter Thrombozytopenie eine Alternative zu unfraktioniertes Heparin (UFH) dar.Bei Patienten mit hohem Risiko sollte ,,upstream“ ein Glykoprotein-IIb/IIIa- Inhibitor (Eptifibatid, Tirofiban) eingesetzt werden. Bei STEMI stellt die primäre PCI die Reperfusionstherapie der Wahl dar und sollte durch frühzeitige Gabe von ASS, Clopidogrel, UFH und Glykoprotein-IIb/IIIa-Inhibitoren (Abciximab, Eptifibatid) unterstützt werden. UFH wird dabei gegenüber niedermolekularem Heparin wegen geringerer Blutungsraten und besserer Möglichkeit zur Antagonisierung favorisiert. Eine so genannte facilitated PCI mit Thrombolytika wird wegen höherer Mortalität und Komplikationsraten nicht empfohlen.


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