orale gesundheit
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2019 ◽  
Vol 128 (03) ◽  
pp. 107-112
Author(s):  
Tobias Odermatt ◽  
Andreas Schötzau ◽  
Irene Hoesli

Zusammenfassung Hintergrund und Fragestellung Die vorliegende Studie ging der Frage nach, wie gut die schwangeren Patientinnen über die Ursachen und Auswirkungen einer Schwangerschaftsgingivitis informiert waren. Die Faktoren Alter, Bildung und Herkunft sollten untersucht werde. Daten zum Mundhygieneverhalten sollten aufgenommen und Unterschiede zwischen ambulanten und stationären Schwangeren aufgezeigt werden. Mögliche Risikofaktoren bezüglich des Geburtsoutcomes galt es zu definieren. Methodik Anhand eines Fragebogens wurden 83 Patientinnen (40 ambulant/43 stationär) zum Mundhygieneverhalten und zum Wissensstand bezüglich den Ursachen und Auswirkungen einer Gingivitis befragt. Bei 50 Patientinnen wurden zusätzlich die Daten über das Geburtsoutcome erhoben. Ergebnisse Beim Vergleich wie gut die Schwangeren über die Auswirkungen einer Gingivitis informiert waren, schnitten die stationären Studienteilnehmerinnen signifikant besser ab, als die ambulanten Patientinnen. Die Bildung hatte mit einem p-Wert von 0,016 einen statistisch signifikanten Einfluss auf das Geburtsoutcome. 24% der Befragten wurden von ihrem Arzt oder Zahnarzt über besondere Mundhygienemassnahmen während der Schwangerschaft informiert. Subjektiv wahrgenommene Entzündungszeichen wie z. B. Bluten beim Zähneputzen traten bei mehr als der Hälfte der Befragten auf. Auch Emesis gehörte mit 31% zu einem häufig verbreiteten Schwangerschaftsgebrechen. 24% der Studienteilnehmerinnen gaben an, die Mundhygiene während der Schwangerschaft mit zusätzlichen Mundhygienehilfsmitteln zu verbessern. 27% der Befragten waren seit über einem Jahr nicht mehr in einer zahnärztlichen Kontrolle. Fazit Laut der vorliegenden Studie wurde nur jede vierte Schwangere von ihrem Gynäkologen über einen Zahnarztbesuch informiert. Diese tiefe Aufklärungsrate seitens der Gynäkologen mag zu einem Grossteil daran liegen, dass parodontale Erkrankungen dem Gynäkologen und Geburtshelfer nur wenig vertraut sind und daher auch weniger Beachtung finden. Sinnvollerweise würde die Gynäkologin bzw. der Gynäkologe der Schwangeren bereits beim ersten Kontrolluntersuch zu einem Besuch beim Zahnarzt raten. Insbesondere die Risikogruppen gilt es möglichst früh zu sensibilisieren und zur Verbesserung der Mundhygiene zu motivieren. Hier kommt der Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Zahnärzten eine besondere Bedeutung zu.


2018 ◽  
Vol 25 (05) ◽  
pp. 219-224
Author(s):  
Jennifer Polzer
Keyword(s):  

ZusammenfassungDie im Weltraum herrschenden Bedingungen stellen ein Risiko für die physische und psychische Integrität des menschlichen Körpers dar. Dass sowohl Kurzzeit- wie auch Langzeitaufenthalte in Schwerelosigkeit das Gleichgewicht des menschlichen Organismus gefährden und zu Störungen zum Beispiel des Herz-Kreislauf-, Muskel-, Knochen- und Immunsystems führen, ist gut dokumentiert. Im Gegensatz dazu wurden bisher nur wenige Studien publiziert, die sich mit der oralen Gesundheit unter Mikrogravitation und unter Raumflugbedingungen befassen. Die aeronautische Zahnmedizin als Teil der Weltraummedizin ist ein aufstrebendes Feld. Obwohl das Auftreten von zahnmedizinischen Ereignissen in der Raumfahrt bisher minimal war, wird bei Langzeitmissionen eine höhere Prävalenz für Karies, Parodontitis, Alveolarknochenverlust, Unterkieferfrakturen und Speichelsteine erwartet. Ursachen für dentale Probleme und deren Symptome sind vielfältig. Die zahnärztliche Behandlung unter Mikrogravitation ist eine Herausforderung und trotz Einschränkungen essenziell, um eine weitere Schädigung der menschlichen Gesundheit zu verhindern, einen möglichen Ausfall von Arbeitskräften zu begrenzen und schließlich den Missionserfolg sicherzustellen.


2017 ◽  
Vol 221 (04) ◽  
pp. 180-186 ◽  
Author(s):  
Tobias Odermatt ◽  
Andreas Schötzau ◽  
Irene Hoesli

Zusammenfassung Hintergrund und Fragestellung  Die vorliegende Studie ging der Frage nach, wie gut die schwangeren Patientinnen über die Ursachen und Auswirkungen einer Schwangerschaftsgingivitis informiert waren. Die Faktoren Alter, Bildung und Herkunft sollten untersucht werde. Daten zum Mundhygieneverhalten sollten aufgenommen und Unterschiede zwischen ambulanten und stationären Schwangeren aufgezeigt werden. Mögliche Risikofaktoren bezüglich des Geburtsoutcomes galt es zu definieren. Methodik  Anhand eines Fragebogens wurden 83 Patientinnen (40 ambulant/43 stationär) zum Mundhygieneverhalten und zum Wissensstand bezüglich den Ursachen und Auswirkungen einer Gingivitis befragt. Bei 50 Patientinnen wurden zusätzlich die Daten über das Geburtsoutcome erhoben. Ergebnisse  Beim Vergleich wie gut die Schwangeren über die Auswirkungen einer Gingivitis informiert waren, schnitten die stationären Studienteilnehmerinnen signifikant besser ab, als die ambulanten Patientinnen. Die Bildung hatte mit einem p-Wert von 0,016 einen statistisch signifikanten Einfluss auf das Geburtsoutcome. 24% der Befragten wurden von ihrem Arzt oder Zahnarzt über besondere Mundhygienemassnahmen während der Schwangerschaft informiert. Subjektiv wahrgenommene Entzündungszeichen wie z.B. Bluten beim Zähneputzen traten bei mehr als der Hälfte der Befragten auf. Auch Emesis gehörte mit 31% zu einem häufig verbreiteten Schwangerschaftsgebrechen. 24% der Studienteilnehmerinnen gaben an, die Mundhygiene während der Schwangerschaft mit zusätzlichen Mundhygienehilfsmitteln zu verbessern. 27% der Befragten waren seit über einem Jahr nicht mehr in einer zahnärztlichen Kontrolle. Fazit Laut der vorliegenden Studie wurde nur jede vierte Schwangere von ihrem Gynäkologen über einen Zahnarztbesuch informiert. Diese tiefe Aufklärungsrate seitens der Gynäkologen mag zu einem Grossteil daran liegen, dass parodontale Erkrankungen dem Gynäkologen und Geburtshelfer nur wenig vertraut sind und daher auch weniger Beachtung finden. Sinnvollerweise würde die Gynäkologin bzw. der Gynäkologe der Schwangeren bereits beim ersten Kontrolluntersuch zu einem Besuch beim Zahnarzt raten. Insbesondere die Risikogruppen gilt es möglichst früh zu sensibilisieren und zur Verbesserung der Mundhygiene zu motivieren. Hier kommt der Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Zahnärzten eine besondere Bedeutung zu.


2017 ◽  
pp. 355-360
Author(s):  
Bernadette Drummond ◽  
Michael Sagner ◽  
Garry Egger
Keyword(s):  

2016 ◽  
Vol 41 (01) ◽  
pp. 27-35 ◽  
Author(s):  
C. Kiss ◽  
C. Besimo ◽  
A. Ulrich ◽  
R. Kressig

2009 ◽  
Vol 4 (2) ◽  
pp. 119-124 ◽  
Author(s):  
C.H. Splieth ◽  
A. Treuner ◽  
C. Berndt
Keyword(s):  

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