alternative verfahren
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Author(s):  
Markus Zachäus ◽  
Michael Bartels ◽  
Andreas Flade ◽  
Andreas Schubert-Hartmann ◽  
Regina Lamberts ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die Standardtherapie der akuten Cholezystitis ist die laparoskopische Cholezystektomie. Bei Patienten mit hohem Operationsrisiko kommen alternative Verfahren zur Anwendung. Die perkutane Drainage ist allgemein verfügbar. Die alternative transpapilläre Drainage der Gallenblase über den Ductus cysticus hat nur begrenzte Erfolgsaussichten. Mit der weiten Verbreitung der interventionellen Endosonografie und der Entwicklung neuer Stentsysteme hat sich die endosonografische Gallenblasendrainage als sicheres und zuverlässiges Verfahren erwiesen. Material und Methode Wir berichten retrospektiv über unsere Erfahrungen mit der endosonografischen Gallenblasendrainage an 11 konsekutiven Patienten bei akuter Cholezystitis zwischen Dezember 2018 und Januar 2021. Ergebnisse Es wird über 11 Patienten mit akuter Cholezystitis mit einem mittleren Lebensalter von 84,5 Jahren (70–95 Jahre) berichtet. Bei allen Patienten lagen schwere allgemeine Begleitkrankheiten oder fortgeschrittene abdominelle Tumoren beziehungsweise die Kombination beider Konditionen vor. Nach interdisziplinärer Beratung wurde die Indikation zur interventionellen Therapie gestellt. Diese wurde in 9 Fällen mittels alleiniger endosonografischer Drainage und in 2 Fällen mittels perkutaner und zweizeitiger endosonografischer Drainage durchgeführt. Technischer Erfolg wurde bei 10 Fällen (91%), klinischer Erfolg bei 9 Fällen (82%) erzielt. Es gab in 2 Fällen prozedurenbezogene Komplikationen, die zur Operation führten. Schlussfolgerung Im Falle hoher Operationsrisiken stellt die endosonografische Drainage der Gallenblase eine sichere und definitive Therapie dar. Diese kann allein oder in Kombination mit einer perkutanen Drainage erfolgen. Die endosonografische Drainage ist der alleinigen perkutanen Drainage durch geringere Komplikationsraten und niedrigere Raten notwendiger Folgeeingriffe überlegen. Daher sollte in Fällen eines inadäquat hohen Operationsrisikos die endosonografische Drainage der Gallenblase der perkutanen vorgezogen worden, vor allem, wenn eine definitive Therapie erforderlich ist.


Author(s):  
Max Spazier ◽  
Frank Meyer ◽  
Rupert Bauersachs ◽  
Joerg Herold

ZusammenfassungPseudoaneurysmen (PSA) zählen zusammen mit den Hämatomen zu den häufigsten Komplikationen nach kathetergestützten Eingriffen. Ziel und Methode Die narrative kompakte Kurzübersicht umreißt sowohl die Entstehung und Charakteristika von Pseudoaneurysmen sowie die Optionen der Diagnostik und Therapie als auch deren mögliche Komplikationen. Ergebnisse Ätiopathogenese: Durch den nicht verschlossenen Stichkanal der Punktion kommt es zum kontinuierlichen Blutausstrom aus dem Gefäß, der im umliegenden Gewebe eine Pseudoaneurysmahöhle formt. Diese wird nicht wie beim wahren Aneurysma durch eine Gefäßwand begrenzt, sondern nur durch die umliegenden Gewebestrukturen eingedämmt. Dies ist aber meist nicht suffizient und es kommt zu einer raschen Ausbreitung und diffusen Einblutungen. Dadurch können umliegende Strukturen wie Nerven und Venen durch das expandierende Pseudoaneurysma komprimiert werden, woraus sich irreversible Schäden entwickeln können. Diagnostik: Die Duplexsonografie steht dominierend absolut im Vordergrund. Die CT-A, MR-A und DSA bleiben speziellen Fragestellungen oder klinischen Fallkonstellationen (z. B. Begleiterkrankungen etc.) vorbehalten – eine DSA ist stets mit Interventionsbereitschaft zu verbinden. Therapie: Mit der manuellen Kompression und der darauffolgenden Anlage eines Druckverbandes, einer ultraschallgestützten Kompression, der Thrombininjektion und der operativen Sanierung stehen mehrere Verfahren zur Auswahl. Die ultraschallgestützte Kompression sollte dabei immer sofort eingesetzt werden, da sie höchst effizient und ubiquitär verfügbar ist. Additiv zur Kompression kann die Thrombininjektion bei PSA ohne Nerven-/Gewebeirritation mit eingesetzt werden und bietet noch bessere Verschlussraten, ist jedoch anspruchsvoller in der Anwendung. Die operative Ausschaltung ist die effektivste Methode, bietet aber neben dem größten Aufwand die meisten Begleitkomplikationen wie Wundheilungsstörung bei mazeriertem Gewebe und den längsten Krankenhausaufenthalt. Alternative Verfahren zu den genannten haben sich bisher nicht durchsetzen können. Schlussfolgerung Das diagnostische und therapeutische Management von Pseudoaneurysmen stellt eine Herausforderung im interdisziplinären befund- und patientenadaptierten Vorgehen dar, das den erfahren Gefäßmediziner erfordert.


2020 ◽  
Vol 15 (06) ◽  
pp. 200-207
Author(s):  
Wolfgang Probst

Zusammenfassung Im Zuge von Untersuchungen zur Revision der Internationalen Norm ISO 9613-2 sind die mit diesem und mit anderen Verfahren prognostizierten Einflüsse von Boden und Meteorologie sowie von Schallschirmen verglichen worden. Dabei zeigte sich, dass das Zusammenwirken von Bodeneinfluss und Schirmdämpfung nur in Bezug auf das „Alternative Verfahren“ nach 7.3.2 konsistent gelöst ist, während es bei Anwendung des „Allgemeinen Verfahrens“ nach 7.3.1 bei großen Abständen und niedrigen Schirmen zu unplausiblen Ergebnissen führen kann. Die Ursachen, die aus der Historie zu erklären sind, wurden untersucht und es wird eine Modifizierung der Berechnungsalgorithmen vorgeschlagen, mit der das Problem im Zuge einer geplanten Revision der Norm voraussichtlich behoben werden kann. Summary In the course of investigations for a revision of the International Standard ISO 9613-2 the influences of ground and meteorology and the insertion loss of screens were calculated and compared for varying parameters. The results have shown that the interaction of ground effect and barrier attenuation was only solved consistently with the “Alternative Method” according to 7.3.2, while it can lead to implausible results with large distances between source and receiver and even low barriers with the “General Method” according to 7.3.1 of the Standard. The reason that can be explained from the history was investigated and a modification of the calculation algorithms is proposed that may solve the problem.


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