reproduktive funktion
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2020 ◽  
Vol 40 (1 and 2-2020) ◽  
pp. 155-174
Author(s):  
Jens Kastner

Wie die Kunstproduktion mit der sie umgebenden Kultur verknüpft ist und wie sich beide gegenseitig beeinflussen, ist eine zentrale Fragestellung für die – nicht nur soziologisch motivierte – Kunst- und Kulturtheorie. Die Antworten des in Peru geborenen Kunstkritikers und Kulturtheoretikers Juan Acha (1916-1995) auf diese Frage machen sein Werk zu einem außerordentlichen Beitrag zu der disziplinübergreifenden Debatte um Kunstproduktion und Kultur, der im deutschsprachigen Raum bisher nicht wahrgenommen wurde. Denn Acha gibt diese Antworten vor dem Hintergrund einer präzisen Kenntnis globaler kunsttheoretischer Debatten einerseits und einer besonderen Berücksichtigung der lateinamerikanischen Situation andererseits, in der die kolonialen Grundlagen von Ökonomie und Kultur besonders betont werden. Die zentralen Thesen Achas einem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen, ist das primäre Ziel dieses Textes. Der Aufsatz beansprucht darüber hinaus, über die Diskussion des Spannungsverhältnisses, das sich im Werke Acha auftut, die Relevanz seines Werkes für heutige Debatten aufzuzeigen: Es handelt sich um die Spannung zwischen einer empirisch-theoretischen Einsicht in die reproduktive Funktion von Kunst auf der einen Seite und die emanzipatorischen Hoffnungen, die auf künstlerische Praktiken zugleich und trotzdem gesetzt werden andererseits. Der Text geht in fünf Schritten vor: Erstens wird das grundlegende Plädoyer Achas für eine Soziologie der Kunst und der dabei zentrale Begriff des no-objetualismo vorgestellt. Zweitens wird die Besonderheit von Achas Ansatz gegenüber anderen, vergleichbaren theoretischen Herangehensweisen an die Kunst herausgestrichen, die in der Bedeutung liegt, die Acha dem Kolonialismus einräumt. Mit dessen analytischer Bedeutung geht die normative Hinwendung zu einer Redefinition der Kunst einher. Drittens wird Achas Fokus auf den ästhetischen Konsum nachgezeichnet und seine relationale Methode skizziert, um dann viertens näher auf das politische Engagement einzugehen. Fünftens wird der Einfluss von Achas Werkes auf andere TheoretikerInnen und auf die künstlerischen Bewegungen seiner Zeit skizziert.


2009 ◽  
Vol 66 (12) ◽  
pp. 779-787
Author(s):  
Gideon A. Sartorius ◽  
Laila Bürgin ◽  
Fabrice Kaufmann ◽  
Christian De Geyter

Das Eintreten einer Schwangerschaft ist ein hochkomplexer Prozess, der auf mehreren Ebenen und durch mannigfaltige Störungen behindert werden kann. Mediziner verschiedener Fachrichtungen sind in ihrem Praxisalltag zunehmend mit Paaren konfrontiert, die unter ungewollter Kinderlosigkeit leiden. Diese Entwicklung ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass immer mehr Paare die Gründung einer Familie in die späte reproduktive Lebensphase verschieben, wenn beide Partner sich schon sozial und/oder beruflich etabliert haben. Die Zunahme des mittleren Alters beim ersten Kinderwunsch hat eine qualitative und quantitative Reduktion der Eizellfunktion zur Folge, was sich wiederum negativ auf die Fertilität auswirkt. Gleichzeitig geht ein erhöhtes mittleres Alter mit einer gesteigerten Prävalenz an Begleiterkrankungen einher, welche negative Effekte auf Fekundität und Fertilität haben können. Nebenbei haben gewisse systemische Erkrankungen auch unabhängig vom Alter einen Einfluss auf die reproduktive Funktion von Mann und Frau.Die vorliegende Übersichtsarbeit erläutert einige Zusammenhänge zwischen Fertilität und den häufigsten systemischen Erkrankungen.Insbesondere AllgemeinmedizinerInnen und GynäkologInnen sollten junge Frauen darauf aufmerksam machen, dass die fertile Phase Ihres Lebens endlich ist, und die Fruchtbarkeit nach dem 35. Lebensjahr deutlich abnimmt. Zudem müssen junge Paare darauf aufmerksam gemacht werden, dass ein „gesunder Lebenstil“ mit Vermeidung von Nikotinabusus, sexuell übertragbaren Ekrankungen sowie metabolischen Erkrankungen wie Diabetes und Adipositas einen negativen Effekt auf Fertilität und Schwangerschaftsverlauf haben kann.


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