Wir berichten über eine 36-jährige, aus Kamerun stammende Patientin mit rezidivierenden, transienten Schwellungen an den Extremitäten verbunden mit starkem Juckreiz. Zudem Augensymtome mit zeitweiligem Gefühl, «als ob ein Wurm ihr Auge durchquere». Die weitere Diagnostik ergab ein Eosinophilie und die Filarienserologie war positiv, sodass die Verdachtsdiagnose einer Loiasis mit rezidivierenden Kalabarschwellungen bestätigt werden konnte. Der Mikrofilariennachweis im Blut und Urin gelang nicht, was wir auf die geringe Mikrofilariendichte zurückführten. Unter einer Einmaldosis Ivermectin (43 × 3 mg) war die Patientin in der Folge beschwerdefrei. Die Loiasis kommt vorwiegend im tropischen Regenwald Zentral- und Westafrikas vor und gehört zu den Filariosen. Die Übertragung erfolgt durch die tagaktive Chrysopsfliege. Die Krankheit verursacht meist keine erntshaften Schäden, führt jedoch in endemischen Gebieten zu chronischen Beschwerden. Eine medikamentöse Therapie ist mit Diethylcarbamazine, Ivermectin oder auch Albendazol möglich. Prävention erfolgt durch schützende helle Kleidung, Anwendung von Insektensprays und allenfalls präventive Therapie mit Diethylcarbamazine oder Ivermectin.