motorisches system
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Praxis ◽  
2016 ◽  
Vol 105 (12) ◽  
pp. 703-708
Author(s):  
Sivan Schipper ◽  
Andreas R. Gantenbein ◽  
Peter S. Sandor

Zusammenfassung. Die Migräne ist eine komplexe neurologische Störung, bei der mehrere Systeme des zentralen Nervensystems (autonomes Nervensystem, Affektsystem, kognitives, sensorisches und motorisches System) in unterschiedlichem Masse betroffen sind, was die ausgesprochene Variabilität und Heterogenität der Erkrankungsmanifestationen zu erklären vermag. Die Migräneaura, die gemäss heutigem Verständnis Folge einer langsam voranschreitenden, depolarisierenden und anschliessend hyperpolarisierenden Welle im Kortex ist, tritt bei ca. einem Viertel der Patienten auf. Am häufigsten ist die visuelle Aura, gefolgt von der somatosensiblen Aura. Jedoch können auch motorische Störungen bis hin zu Störungen der höheren kortikalen Funktionen (Denk-, Orientierungs-, Kohärenz- oder Konzentrationsstörungen) auftreten. Analog dem Kopfschmerzkalender kann ein Aurakalender wichtige Hilfe bei der Diagnosestellung der seltenen Migränemanifestationen liefern und einer Unterdiagnostizierung der ungewöhnlichen Migränemanifestationen entgegenwirken. Die komplexen Migränemanifestationen sind Ausschlussdiagnosen und bedürfen meist einer ausgedehnten Abklärung hinsichtlich gefährlicher neurologischer Pathologien. Bei den ungewöhnlichen Migränemanifestationen bestehen meist keine spezifischen Therapieempfehlungen, da kontrollierte randomisierte Studien fehlen.


2010 ◽  
Vol 17 (4) ◽  
pp. 109-119 ◽  
Author(s):  
Ricarda I. Schubotz
Keyword(s):  

Zusammenfassung. Imitieren oder im Wortsinne nach-vollziehen können wir weder unbelebte Ereignisse, wie etwa anbrandende Meereswellen, noch nicht-humane belebte, wie einen vorbeilaufenden Hund. Wir können aber antizipieren, wie sie sich entwickeln, und neuere Studien zeigen, dass dabei unser motorisches System aktiv ist. Diese Phänomene sind erklärlich, wenn man eine prädiktive Darstellung des motorischen Systems von der Handlungs- auf die Ereignis-Wahrnehmung generalisiert. Demnach sagen wir Ereignisse, die wir nicht selber reproduzieren können, auf der Grundlage audio- und visuo-motorischer Repräsentationen vorher, die ihrerseits niemals einer tatsächlichen Handlung entsprechen, weil ihnen propriozeptive und andere interozeptive Informationen fehlen. Diese Perspektive regt zu einer neuen Sichtweise auf das überkommene Konzept des „motorischen” Systems an.


Author(s):  
M. Illert ◽  
J. P. Kuhtz-Buschbeck
Keyword(s):  

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