sozialer status
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2021 ◽  
Vol 101 (1) ◽  
pp. 11-14
Author(s):  
Christoph Butterwegge
Keyword(s):  

Zusammenfassung und SchlussfolgerungenStößt das neuartige Coronavirus auf Menschen, deren ökonomische Lage und/oder sozialer Status sich deutlich unterscheiden, weichen die gesundheitlichen Auswirkungen für die Betroffenen häufig stark voneinander ab. Infektions-, Morbiditäts- und Mortalitätsrisiken der einzelnen Bevölkerungsschichten differieren zum Teil ganz erheblich, sind mit Abstand am höchsten bei armen und am niedrigsten bei reichen Personen. Die wirtschaftlichen Kollateralschäden der Pandemie und der Infektionsschutzmaßnahmen des Staates (zweimaliger bundesweiter Lockdown) verteilen sich ebenfalls nicht gleichmäßig über alle Bewohner:innen der Bundesrepublik. Vielmehr gibt es Gewinner:innen und Verlierer:innen, sowohl in der Wirtschaft (Differenzierung zwischen einzelnen Branchen) als auch in der Gesamtgesellschaft (Polarisierung zwischen verschiedenen Klassen und Schichten). Schließlich weisen die bisherigen Hilfsmaßnahmen, Finanzspritzen und Rettungsschirme des Staates eine verteilungspolitische Schieflage auf, wodurch die sozioökonomische Ungleichheit wächst, statt abgemildert zu werden.Angesichts der bevorstehenden Konflikte um die Rückführung der hohen Staatsverschuldung, die Deutschland in den nächsten Jahren vor eine politische Zerreißprobe stellen dürften, sollte Verteilungsgerechtigkeit bei der Subventionsvergabe oberste Priorität haben. Wenn der Sozialstaat nicht in dem Sinne als „systemrelevant“ gelten will, dass er nur die bestehenden Herrschaftsverhältnisse, Machtstrukturen und Verteilungsmechanismen stabilisiert, muss er die Fehlkonstruktion der staatlichen Finanzhilfen zügig revidieren und künftig diejenigen Personengruppen stärker unterstützen, die auf den Märkten, insbesondere dem Arbeits- und dem Mietwohnungsmarkt, die geringsten Durchsetzungschancen haben.


2020 ◽  
Vol 12 (3) ◽  
pp. 343-369
Author(s):  
Julian Reif ◽  
Bernd Eisenstein ◽  
Dirk Schmücker ◽  
Ulf Sonntag

ZusammenfassungRäumlich mobilen Menschen werden in der Regel hoher sozialer Status, Leistungsbereitschaft, Erfolg und Flexibilität zugeschrieben. Die „dunkle Seite“ der räumlichen Mobilität wird hierbei von einer gesellschaftlichen Mobilitätsverherrlichung überstrahlt. Der vorliegende Beitrag fokussiert sich auf das Segment der Geschäftsreisen. Anhand von Daten der „RA Business“ wird aus Nachfragesicht das Zusammenspiel zwischen Geschäftsreisen und deren negativen Auswirkungen beleuchtet. Im Fokus stehen dabei die von den Geschäftsreisenden wahrgenommenen und aus ihren Reisen resultierenden negativen persönlichen Folgen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die persönlichen Vorteile von Geschäftsreisen deutlicher wahrgenommen werden, als die entsprechenden Nachteile. Andererseits zeigt sich, dass nahezu alle Geschäftsreisenden bereits Erfahrung mit Belastungen haben, die sich für sie in Verbindung mit der Geschäftsreisetätigkeit ergeben. Dabei können anhand der Anzahl der betroffenen Geschäftsreisenden drei Kategorien von Belastungsarten abgeleitet werden, bei denen bei einigen Belastungsarten ein Zusammenhang mit der Geschäftsreisehäufigkeit nachgewiesen werden kann. Die Mehrheit der Vielreisenden geht jedoch offenbar gerne auf Geschäftsreise. Belastungen werden dabei in Kauf genommen.


Beethoven ◽  
2020 ◽  
pp. 415-428
Author(s):  
Jan Caeyers
Keyword(s):  

2019 ◽  
Vol 48 (3) ◽  
pp. 176-189
Author(s):  
Andreas Tutić ◽  
Ulf Liebe

ZusammenfassungDer Zusammenhang zwischen sozialem Status und prosozialen Handeln ist in der empirischen Sozialforschung umstritten. In der Sozialpsychologie dominiert, gestützt auf einer Vielzahl an Untersuchungen mit Probanden aus den USA und kleinen Fallzahlen, die Ansicht, dass statushohe Akteure weniger prosozial und unethischer handeln als statusniedrige Akteure. Soziologische Studien mit europäischen Probanden kommen im Allgemeinen zum konträren Befund. In unserer Studie haben 1003 Probanden aus den USA drei Arten von Diktatorspielen absolviert, die drei unterschiedliche Formen prosozialen Handelns – altruistisches Geben, direkte und indirekte Reziprozität – abbilden. Es zeigt sich durchweg, dass Akteure mit hohem Status mehr abgeben als Akteure mit geringem Status. Zugleich finden sich Anzeichen dafür, dass statushohe Akteure eher zu direkter Reziprozität und statusniedrige Akteure eher zu indirekter Reziprozität tendieren.


2018 ◽  
Vol 48 (4) ◽  
pp. 560-572
Author(s):  
Eike Emrich ◽  
Martin Hämmerle ◽  
Christoph Behrens ◽  
Tim Meyer ◽  
Christian Pierdzioch
Keyword(s):  

Author(s):  
Siegfried Weyerer ◽  
Martina Schäufele

Zusammenfassung. Ziel: Darstellung von Häufigkeit, Risiken und Folgen des Gebrauchs und Missbrauchs von Alkohol im höheren Alter und Aufzeigen von Möglichkeiten der Intervention. Methodik: Es wurde zu den einzelnen Themen an bereits vorhandene systematisch recherchierte, einschlägige Überblicksarbeiten angeknüpft, die um neuere Arbeiten ergänzt wurden. Diese wurden durch Recherchen in den einschlägigen Datenbanken und Literaturverzeichnissen der in Deutschland führenden epidemiologischen Forschungsinstitute auf diesem Gebiet ermittelt. Ergebnisse: Im höheren Alter zeigt sich ein deutlicher Rückgang riskanten Konsums sowie ein Anstieg der Alkoholabstinenz. Männer weisen dabei einen höheren riskanten Konsum und geringere Abstinenzraten auf. Neben dem Geschlecht sind mit riskantem Alkoholkonsum im höheren Alter assoziiert: Tabakrauchen, höheres Einkommen, höhere Bildung sowie höherer sozialer Status. Bei alkoholbezogenen Störungen, schädlichem Gebrauch/Missbrauch von Alkohol und Alkoholabhängigkeit, weisen die vorliegenden Studien auf einen altersbezogenen Rückgang hin. Bei älteren Menschen weitverbreitete Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Depression verschlechtern sich durch überhöhten Alkoholkonsum. Das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen und demenzielle Erkrankungen ist erheblich erhöht. Im Kontrast zu den Behandlungszahlen stehen die Ergebnisse von Therapiestudien, die die Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bei älteren Menschen mit alkoholbezogenen Störungen belegen. So zeigte sich, dass der kurzfristige Therapieerfolg bei Älteren ähnlich gut ist wie bei Jüngeren. Bei längeren Katamnesezeiträumen sind die Therapien bei älteren Patienten erfolgreicher als bei jüngeren. Schlussfolgerungen: Ein Ausbau von Therapieangeboten, die speziell auf ältere Menschen ausgerichtet sind, ist dringend geboten


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