perioperative antibiotikaprophylaxe
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2021 ◽  
Author(s):  
Florian Wagenlehner ◽  
Gernot Bonkat ◽  
Adrian Pilatz

ZusammenfassungInfektionskomplikationen nach Prostatabiopsie nehmen zu aufgrund zunehmender Antibiotikaresistenz insbesondere gegenüber Fluorchinolonen. Fluorchinolone sind als perioperative Antibiotikaprophylaxe in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht mehr zugelassen. Die Leitliniengruppe Urologische Infektionen der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) hat kürzlich eine Meta-Analyse in zwei Teilen auf der Basis randomisiert kontrollierter Studien (RCTs) veröffentlicht. Die transperineale Prostatabiopsie ist mit signifikant weniger Infektionskomplikationen assoziiert als die transrektale Biopsie und sollte deswegen bevorzugt werden. Sollte dennoch eine transrektale Biopsie durchgeführt werden, sind eine intrarektale Reinigung mit Povidon-Jod sowie eine antibiotische Prophylaxe ohne Fluorchinolone zu verwenden. Als antibiotische Prophylaxestrategien kommen die zielgerichtete Prophylaxe nach Empfindlichkeitstestung der Enddarmflora, die augmentierte Prophylaxe mit mehreren Antibiotika und die empirische Mono-Prophylaxe mit Nicht-Fluorchinolonen in Frage. Daten aus RCTs liegen hier für Aminoglykoside, 3. Generationscephalosporine und Fosfomycin trometamol vor.


2021 ◽  
pp. 95-111
Author(s):  
Johannes Landmesser ◽  
Mario W. Kramer

Der Urologe ◽  
2020 ◽  
Vol 59 (10) ◽  
pp. 1225-1230
Author(s):  
K. Günzel ◽  
S. Heinrich ◽  
J. Schlegel ◽  
C. Ri ◽  
M. Schostak ◽  
...  

Author(s):  
Michael Jan Engelhardt ◽  
Susanne Bornemann ◽  
Joachim Pfannschmidt ◽  
Holger Rüssmann ◽  
Nicolas Schönfeld ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Infektiöse Komplikationen nach lungenresezierenden Eingriffen sind mit erheblicher perioperativer Morbidität und Mortalität verbunden. Neben anderen Faktoren beeinflusst sowohl die perioperative Antibiotikaprophylaxe als auch das Management der postoperativen Pneumonie das Behandlungsergebnis. Ein lokaler Behandlungspfad soll helfen, eine rationale perioperative Antibiotikatherapie zu realisieren. Methoden Wir analysierten mikrobiologische Ergebnisse von 200 Patienten vor und nach lungenresezierenden Eingriffen von Oktober 2013 bis Oktober 2014. Unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien, der lokalen Erreger- und Resistenzsituation sowie Prinzipien der Antibiotic Stewardship wurde ein Behandlungspfad für die perioperative Antibiotikatherapie entwickelt. Ergebnisse Mehrheitlich wurden in der präoperativen (62%) und in der postoperativen Phase (78%) gramnegative Erreger nachgewiesen. Der Anteil der Erreger mit intrinsischer Resistenz gegenüber der gängigen perioperativen Antibiotikaprophylaxe war sowohl in der präoperativen (21%) als auch in der postoperativen Phase (39%) bedeutsam. Diese Erkenntnisse wurden in den lokalen Behandlungspfad integriert. Schlussfolgerung Die gängige perioperative Antibiotikaprophylaxe erfasst nur teilweise das Erregerspektrum der präoperativen tracheobronchialen Besiedelung sowie der postoperativen Pneumonie. Sie sollte daher nicht über den Operationszeitpunkt hinaus fortgeführt werden. Eine postoperative Pneumonie sollte nach den Grundsätzen einer nosokomialen Pneumonie therapiert werden und die lokale Erreger- und Resistenzsituation berücksichtigen.


2019 ◽  
Author(s):  
Samir G. Sakka ◽  
Jens Matten

Antibiotika sicher, schnell und effizient verordnen Patienten auf der Intensivstation sind in hohem Maße von Infektionen bedroht. Aktuelle Studien zeigen, dass die Behandlung mit Antibiotika bei lebensbedrohlich kranken Patienten sofort erfolgen muss. Häufig bedeuten schon wenige Stunden Zeitverzögerung für die Patienten ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko. Intensivmediziner müssen daher schnellstens eine adäquate antiinfektive Therapie einleiten, ohne dabei die Therapiekosten aus den Augen zu verlieren. Auch in der 3. überarbeiteten Auflage, ist es den Autoren gelungen, aktuelle Entscheidungshilfen für den intensivmedizinischen Klinikalltag zu geben. Aus dem Inhalt: - Neu: Aktuelle PEG-Leitlinie - Substanzklassen / Wirkmechanismen - Typische chirurgisch-intensivmedizinische Infektionen - Therapieversager - Perioperative Antibiotikaprophylaxe - Antibiotikatherapie bei Niereninsuffizienz und Nierenersatztherapie - Antiinfektive Therapie in der Schwangerschaft und Stillzeit - Antiinfektive Therapie bei Kindern und Jugendlichen - Antiinfektive Therapie bei Übergewichtigen -Therapiekosten


2018 ◽  
Vol 7 (06) ◽  
pp. 453-457
Author(s):  
Bernd Nowak ◽  
Felix Weise ◽  
Oliver Przibille

ZusammenfassungDie Infektion von Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren stellt ein zunehmendes Problem dar, da immer mehr komplexe Systeme bei multimorbiden Patienten implantiert werden. Wesentlich sind die Kenntnis der Risikofaktoren für eine Aggregatinfektion und die konsequente Prävention, u. a. durch eine perioperative Antibiotikaprophylaxe. Die Diagnostik kann, gerade bei latenten Infektionen, schwierig sein. Sie umfasst neben Blutkulturen die transthorakale und transösophageale Echokardiografie zur Abklärung von Vegetationen der Elektroden und/oder einer Endokarditis. In aller Regel ist neben einer verlängerten Antibiotikagabe die komplette Systemexplantation erforderlich. Die Indikation zur Reimplantation muss kritisch überprüft werden. Diese erfolgt nach vollständiger Ausheilung sofern möglich kontralateral. Alternativen können eine epikardiale Implantation oder elektrodenlose Systeme sein.


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