ZusammenfassungDie Zahl der Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen steigt aufgrund des zunehmenden Alters und der Lebensweise ständig. Damit einher geht das klinische Interesse, verbesserte Techniken zur Verfügung zu haben, die helfen, periphere Durchblutungsstörungen frühzeitig und mit geringem Aufwand zu diagnostizieren.Eine optische Methode mit dem Namen O2C (oxygen to see), die sowohl die Mikrozirkulation als auch die postkapilläre Sauerstoffsättigung und Blutmenge im Gewebe bestimmt, eröffnet zusätzliche diagnostische Möglichkeiten. Die Methode wird eingehend beschrieben und im Vergleich zu bekannten Untersuchungstechniken, z. B. der tcpO2, erörtert. Die Vorgehensweise zur Untersuchung von Patienten mit pAVK, Wunden und insbesondere mit venösen Abstromproblemen wird dargestellt. Differenziert wird das Vorgehen zur Untersuchung von intakter Haut, von Wunden oder von tiefer liegenden Geweben (z. B. Muskulatur) beschrieben. Besonderes Gewicht wird der Beurteilung des Sauerstoffumsatzes, als funktioneller Parameter, im Gewebe beigemessen. Der Bezug auf Normwerte aus der Literatur rundet die Einführung in die neue Methode ab und zeigt die klinischen Applikationsfelder auf.