präfrontaler kortex
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2013 ◽  
Vol 64 (4) ◽  
pp. 208-216 ◽  
Author(s):  
Elisa Steinfurth ◽  
Julia Wendt ◽  
Alfons Hamm

Es gehört zu den zentralen menschlichen Fertigkeiten, Emotionen, welche durch externale oder internale Ereignisse ausgelöst werden gemäß der kurz- und langfristigen Handlungsziele zu regulieren. Diese Fertigkeiten werden über neuronale Netzwerke im präfrontalen Kortex vermittelt. Der dorsolaterale und ventromediale präfrontale Kortex ist entscheidend beteiligt, wenn Menschen über Neubewertung der Situation versuchen ihre Emotionen kognitiv zu modulieren. Die neuronalen Netzwerke dieser präfrontalen Kortexareale hemmen dabei die Aktivität der Amygdala und reduzieren somit die Signifikanz des emotionsauslösenden Ereignisses. Emotionsregulation wird daher als Zusammenspiel von emotionsgenerierenden Regionen (z. B. Amygdala, Insel etc.) und regulierenden Kontrollregionen (z. B. dorsolateraler und ventromedialer präfrontaler Kortex) betrachtet.


2012 ◽  
Vol 06 (03) ◽  
pp. 168-172
Author(s):  
S. Kabisch ◽  
B. Pleger ◽  
A. Villringer ◽  
A. Horstmann

ZusammenfassungGenetische, endokrinologische, kulturelle und soziale Faktoren bewirken bei der Entstehung und Ausprägung der Adipositas umfassende Geschlechterunterschiede. Diese lassen sich sowohl in allgemeinen als auch essensspezifischen Verhaltensmerkmalen erkennen.Das Geschlecht beeinflusst die globale und regionale Hirnstruktur bei normal- und übergewichtigen Menschen. Adipositasbedingte Abweichungen betreffen vor allem das Belohnungssystem (orbito- und präfrontaler Kortex, Corpus striatum). Funktionelle Geschlechterunterschiede erfassen alle Regulationsebenen, auch die homöostatische. Geschmacksund Geruchsreize werden bei Männern und Frauen regional und graduell unterschiedlich verarbeitet. Hedonische Nahrungsreize sprechen besonders bei adipösen Frauen die Belohnungsareale des Gehirns stärker an und können durch die Regionen der Verhaltenskontrolle (OFC, PFC) weniger effizient abgeschwächt werden.Dies gibt Anlass dazu, die Adipositas bei Männern und Frauen auf homöostatischer und hedonischer Ebene differenziell zu betrachten und zu therapieren. Nicht ausreichend berücksichtigte Geschlechterunterschiede bei Adipositas könnten die potenzielle Ursache diskrepanter Forschungsergebnisse sein.


2008 ◽  
Vol 27 (05) ◽  
pp. 394-402
Author(s):  
S. Krach ◽  
D. Leube ◽  
T. Kircher
Keyword(s):  

ZusammenfassungDas Spiegelneuronensystem (ventrolateraler präfrontaler Kortex, inferiorer Parietallappen, Sulcus temporalis superior) und dessen emotional-soziale Erweiterung (medialer Präfrontalkortex, Insula, Amygdala) sind aktiviert, wenn eigene Handlungen ausgeführt und wenn Handlungen anderer beobachtet werden, einschließlich subtiler emotionaler Verhaltensweisen. Die Fähigkeit zum Imitationslernen sowie zur Empathie könnte diesem Mechanismus zugrunde liegen. Die Gefahr besteht darin, dass eigene und fremdinitiierte Aktionen nicht mehr unterschieden werden können. Efferenzkopiemechanismen ermöglichen diese Selbst-/ Fremdunterscheidung von Handlungen. Es wird vermutet, dass dieser Mechanismus für das Gefühl der Agentenschaft von Handlungen, Gedanken und Gefühlen verantwortlich ist. Eine Störung des Spiegelneuronensystems könnte den Symptomen des Autismus und der Affektstörungen zugrunde liegen, eine Störung des Efferenzkopiemechanismus dem der Ich-Störungen und Halluzinationen bei Patienten mit Schizophrenie.


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