psychiatrische forschung
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2021 ◽  
Vol 48 (S 01) ◽  
pp. S21-S25
Author(s):  
Wanja Wiese

Zusammenfassung Ziel Ermittlung ethischer Probleme, die sich aus KI-Forschung und Computational Psychiatry für die psychiatrische Forschung und Praxis ergeben. Methode Begriffliche Analyse und Diskussion ethisch relevanter Projekte innerhalb der Computational Psychiatry. Ergebnisse Die Computational Psychiatry verspricht v. a. einen Beitrag zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie(-prognosen). Ethische Probleme betreffen u. a. den Umgang mit Datenschutz, Folgen für unser Selbstverständnis sowie das Risiko der Biologisierung und der Vernachlässigung des bewussten Erlebens. Schlussfolgerung Es ist erforderlich, sich jetzt mit möglichen Anwendungen der KI und Computational Psychiatry zu befassen, um die Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang in der Zukunft zu schaffen. Dies setzt Grundkenntnisse der Funktionsweise von KI-Anwendungen und der damit zusammenhängenden ethischen Probleme voraus.


2015 ◽  
Vol 12 (04) ◽  
pp. 228-234
Author(s):  
C. O. Jacke ◽  
H. J. Salize

Zusammenfassung Hintergrund: Spätestens seit den klassischen sozialpsychiatrischen Studien der 1950er- und 1960er-Jahre ist bekannt, dass Sozialstatus und psychische Gesundheit miteinander korrelieren. Trotz internationaler Finanz- und anderer Krisen, die vor allem auf die ärmeren Bevölkerungsgruppen durchschlagen, trägt die deutsche psychiatrische Forschung jedoch derzeit kaum etwas zur Analyse entsprechender Zusammenhänge bei. Der Mangel verschärft sich durch die krisenbedingte Beschleunigung des sozialen Wandels und dem Entstehen neuer Risikogruppen wie Flüchtlinge und Asylsuchende mit extrem hoher psychiatrischer und sozialer Gefährdungsexposition. Ergebnis: Das psychosoziale Versorgungsnetz in Deutschland ist für diese Entwicklung nicht gerüstet. Deshalb trifft die insgesamt bereits hohe psychiatrische Unterversorgung der Bevölkerung die sozial schwachen Risikogruppen besonders stark. Zusätzlich erschwert die Sozialgesetzgebung in Deutschland bzw. deren Umsetzung die bedarfsgerechte psychiatrische Versorgung alter und neuer Risikogruppen mit niedrigem Sozialstatus ganz erheblich. Die Sozialgesetzgebung strukturiert den Fluss finanzieller Mittel und damit die Qualität der psychiatrischen Versorgungspraxis. Sie ist deshalb mittelfristig entscheidend, um eine weitere systematische Ausgrenzung psychisch Kranker in den ärmsten Bevölkerungsteilen zu verhindern.


Schlaf ◽  
2015 ◽  
Vol 04 (03) ◽  
pp. 134-140
Author(s):  
Michael Wiegand ◽  
Saskia Hudjetz

In den letzten Jahren ist die therapeutische, präventive und rezidiv-prophylaktische Wirkung eines objektiv wie subjektiv „guten“ Schlafes in Hinblick auf psychische und körperliche Erkrankungen Gegenstand intensiver Forschungen gewesen, deren Ergebnisse durchgehend konvergieren und, nebenbei, eine Jahrhunderte alte Binsenweisheit bestätigen: schlechter Schlaf ist auf die Dauer gesundheitsschädlich, und guter Schlaf ist eines der besten (All-)Heilmittel. Dass unter bestimmten Bedingungen bei depressiven Patienten zumindest akut genau das Gegenteil gelten kann, ist ein bis heute wissenschaftlich ungeklärtes Paradoxon und eine bleibende Herausforderung für die psychiatrische Forschung.


2009 ◽  
Vol 6 (04) ◽  
pp. 191-198
Author(s):  
C. Konrad ◽  
A. Krug ◽  
T. Kircher

ZusammenfassungPsychiatrische Störungen sind zu einem großen Teil erblich beeinflusst. Ein verbessertes Verständnis der molekulargenetischen Grundlagen dieser Erblichkeit ist für Klassifikation, Erforschung der Pathogenese und Therapie bedeutsam. Die Gewinnung neuer Erkenntnisse hängt dabei entscheidend von der Auswahl des untersuchten Phänotyps ab. Die Varianz beobachtbarer Phänotypen wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren zu einem geringeren Anteil genetisch beeinflusst als die Varianz von Endophänotypen, die mit Hilfe der strukturellen und funktionellen Bildgebung beobachtet werden können. Wichtige Erkenntnisse aus der genetischen Depressions- und Schizophrenieforschung werden zu diesem Thema zusammengefasst. Der Einfluss von Kandidatengenen auf Erleben und Verhalten sowie auf strukturelle und funktionelle Bildgebungscharakteristika wird dargestellt, u.a. bezüglich des Serotonintransporter-Gens (5HTTLPR), Brain Derived Neurotrophic Factor (BDNF), Catechyl-O-Methyl-Transferase (COMT), Neuregulin1 (NRG1), Dysbindin (dystrobrevin binding protein 1, DTNBP1) und Zinkfinger Protein 804A (ZNF804A). Perspektiven für die psychiatrische Forschung werden diskutiert.


2009 ◽  
Vol 20 (3) ◽  
pp. 193-205 ◽  
Author(s):  
P. Fromberger ◽  
G. Stolpmann ◽  
K. Jordan ◽  
J. L. Müller

Die Schwierigkeit bei der Diagnostik pädophiler Sexualstraftäter liegt in der validen Einschätzung eines pädosexuellen Interesses. Die aktuell angewendeten Verfahren und Methoden können die psychometrischen Gütekriterien nur zum Teil erfüllen. Angesichts einer zunehmenden Fülle bildgebender Befunde zu den neuronalen Korrelaten pädophilen Erlebens scheinen sich neue Möglichkeiten für die Diagnostik pädosexueller Straftäter zu ergeben. Die Zusammenfassung aller bisherigen neurobiologischen Untersuchungen zeigt allerdings sehr heterogene Ergebnisse. Diagnostisch relevante Befunde, die auf die Einzelperson valide übertragen werden können, existieren noch nicht. Auch eine Überprüfung der psychometrischen Gütekriterien für die angewendeten neurobiologischen Paradigmen steht noch aus. Ihr Potential in Hinblick auf die Diagnostik pädosexueller Straftäter muss die neurobiologische forensisch-psychiatrische Forschung erst noch unter Beweis stellen.


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