interdisziplinäres behandlungsteam
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Die Hebamme ◽  
2021 ◽  
Vol 34 (03) ◽  
pp. 59-66
Author(s):  
Elke Roeb

Etwa die Hälfte der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sind Frauen – die meisten davon sind im reproduktionsfähigen Alter. Die Auswirkungen der CED und ihrer Therapie auf Schwangerschaft und Stillzeit sowie die Auswirkungen einer Schwangerschaft auf die CED und die Gesundheit der Mütter werden häufig mit Angst und Sorge betrachtet. Oft brechen die Patientinnen die Therapie ab, was ein signifikantes Risiko für eine Verschlechterung der Krankheitsaktivität und somit das größte bekannte Risiko für Schwangerschaft und Geburt bedeutet. Um Frauen und Schwangere mit CED optimal betreuen zu können, ist immer ein interdisziplinäres Behandlungsteam erforderlich, das bei Diagnostik, Therapie und Prävention zusammenarbeitet.


2020 ◽  
Vol 77 (6) ◽  
pp. 274-280
Author(s):  
Florian Reisig ◽  
Michael Harnik

Zusammenfassung. Die Identifizierung und Behandlung von neuropathischen Schmerzen (NP) stellt auch heute noch eine grosse Herausforderung für ein interdisziplinäres Behandlungsteam dar. Die spezifische Pharmakotherapie ist eine wichtige Säule einer multimodalen Therapiestrategie, die langfristig einem biopsychosozialen Modell folgen sollte. Die klassischen WHO-Stufe-I-Analgetika versagen jedoch bei der Behandlung des reinen NP. Dauertherapien mit Opioiden der Stufe II und III bergen nach heutigen Kenntnissen langfristig Risiken für die Patienten, die den mittelfristigen Behandlungserfolg kaum mehr rechtfertigen. Deshalb sind Kenntnisse zur Dosierung, Anwendung und Nebenwirkungen der First-Line-Medikamente wie Trizyklische Antidepressiva (TCA), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hammer (SNRI) und Gabapentinoide essenziell. Man sollte stets dem Konzept «start low, go slow» folgen, eine gute Patientenedukation ist hierbei entscheidend. Auch topische Therapieformen wie Lidocain und Ambroxol können eine sinnvolle Ergänzung des Therapieregimes sein, das vom Patienten aktiv mitgetragen wird. Die Hochdosistherapie mit Capsaicin-Pflastern (8 %) bleibt jedoch in den Händen der Schmerzspezialisten. In der perioperativen Prävention neuropathischer Schmerzen konnte für systemische Medikamentengaben bisher kein nachhaltiger Nachweis erbracht werden. Für die perineurale Medikamentenapplikation von Lokalanästhetika durch Nervenblockaden ergeben sich jedoch für Thorax- und Mammachirurgische Eingriffe sowie für die Sectio caesarea Hinweise für eine Prävention von chronischen, postoperativen Schmerzen (CPOP). Bei Systemerkrankungen wie Diabetes mellitus, aktiver Herpes zoster, Multiple Sklerose, Mangelernährung u. v. m., die eine Polyneuropathie verursachen können, hat die kausale medikamentöse Therapieoptimierung ebenfalls präventiven Charakter.


2017 ◽  
Vol 74 (9) ◽  
pp. 471-477
Author(s):  
Thilo Müller

Zusammenfassung. Hirnverletzte Patienten mit besonders schwer ausgeprägten Störungen in kognitiven Funktionen, wie z. B. Orientierungs- und Gedächtnisleistungen, Aufmerksamkeits- und Exekutivleistungen, Wahrnehmungsverarbeitung und Kommunikation benötigen im Anschluss an die Akutversorgung möglichst zeitnah intensive stationäre Neurorehabilitation. Nicht selten scheitert die Integration dieser Patientengruppe in klassische Rehabilitationssettings aufgrund deliranter Symptomatik, starker Antriebsminderung oder Agitiertheit, fehlendem Störungsbewusstsein sowie fremd- und selbstgefährdendem Verhalten im Rahmen reduzierter Verhaltenssteuerung und Impulskontrolle. Die stationäre Neurorehabilitation dieser Patientenklientel erfordert daher ein flexibel am individuellen Bedarf orientiertes milieutherapeutisches Stationssetting, spezialisierte therapeutische, medizinische und pflegerische Angebote sowie ein eng kooperierendes interdisziplinäres Behandlungsteam. Der intensive Einbezug des sozialen und familiären Kontextes sowie ein langfristig angelegtes Rehabilitationskonzept sind von besonders hoher Bedeutung. Zielsetzung ist die Reduktion von nicht indizierten Verlegungen neurologischer Patienten in psychiatrische Behandlungsformen und Institutionen der Langzeitpflege sowie die Einleitung der Reintegration in den prämorbiden Lebenskontext.


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