spezialisierte ambulante palliativversorgung
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2022 ◽  
Vol 23 (01) ◽  
pp. 38-45
Author(s):  
Ulrich Kaiser ◽  
Ursula Vehling-Kaiser ◽  
Martin Kalteis ◽  
Ana Hoffmann ◽  
Jörg Schmidt ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Die Folgen der Covid-19-Pandemie (z. B. Schutzmaßnahmen, digitale Kommunikation) auf die Versorgungsrealität in der SAPV sollen aus Sicht von Mitarbeitern aus SAPV, Pflegeheimen und Hospizen untersucht werden. Methodik Insgesamt wurden jeweils 10 Mitarbeiter aus einer SAPV bzw. Leitungskräfte von Pflegeheimen/Hospiz mittels qualitativer Leitfadeninterviews befragt. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Ergebnisse Neue Schutzmaßnahmen waren für das SAPV-Team sehr bedeutsam. In der SAPV treten Belastungen v. a. durch Abstandsregelungen und erhöhte Arbeitsbelastungen auf. Zu digitalen Kommunikationsformen äußerte sich die Mehrzahl der Befragten positiv, persönlicher Kontakt (zu Patienten/zwischen Fachpersonal) bleibt wichtig. Schlussfolgerung Schutzmaßnahmen führen im Bereich Patientenversorgung und im Team zur Mehrbelastung, vermitteln aber Sicherheit und tragen zur Stressreduktion bei. COVID-19 kann zur Diagnoseverschiebung in der SAPV und zur engeren Zusammenarbeit mit Hausärzten führen.


2021 ◽  
Vol 42 (02) ◽  
pp. 117-124
Author(s):  
Katja Blaschke ◽  
Kerstin Hermes-Moll ◽  
Veronika Lappe ◽  
Peter Ihle ◽  
Walter Baumann ◽  
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Zusammenfassung Einleitung Palliativ versorgte Patientinnen und Patienten haben zu einem hohen Anteil onkologische Diagnosen. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) richtet sich an Erkrankte mit komplexem Symptomgeschehen und intensivem Betreuungsbedarf und soll eine Betreuung im häuslichen Umfeld bis zum Lebensende ermöglichen. In Hessen wurden ab 2009 die ersten SAPV-Angebote geschaffen. Entsprechend untersucht diese Studie (i) die Inanspruchnahme von SAPV und spezialisierten stationären palliativen Leistungen im letzten Lebensjahr von Krebserkrankten, (ii) die SAPV verordnende Arztgruppe und (iii) den Sterbeort und Krankenhausaufenthalte in den letzten 91 Lebenstagen. Methoden In der retrospektiven Sekundärdatenanalyse wurden Daten der AOK Hessen für 2009–2014 deskriptiv ausgewertet. Studienpopulation waren an Brust-, Prostata- oder Darmkrebs Erkrankte, die im jeweiligen Beobachtungsjahr (2010–2014) verstarben und 360 Tage vor ihrem Tod durchgängig versichert waren. Ergebnisse In die Studie konnten je nach Beobachtungsjahr 492–545 Personen mit Brust-, 546–625 mit Prostata- und 709–752 mit Darmkrebs eingeschlossen werden. In allen 3 Gruppen Krebserkrankter stieg zwischen 2010 und 2014 der Anteil mit Inanspruchnahme von mindestens einer Palliativleistung. Die Häufigkeit der Inanspruchnahme von SAPV-Leistungen lag bei den betrachteten Krebserkrankten meist höher im Vergleich zu Palliativstationen bzw. stationären Hospizen. SAPV wurde bei den 3 Krebsdiagnosen zu über 90 % von Hausärztinnen bzw. -ärzten verordnet. Sowohl der Anteil von Personen mit einem Krankenhausaufenthalt in den letzten 91 Lebenstagen als auch der im Krankenhaus Verstorbenen ging von 2010 bis 2014 bei allen 3 Krebsarten zurück. Schlussfolgerung Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund des Aufbaus der SAPV in Hessen zu bewerten. Die Zunahme an SAPV-Leistungen und der Rückgang an Krankenhauseinweisungen am Lebensende weist auf eine gelungene Etablierung der SAPV in Hessen hin.


2020 ◽  
Author(s):  
Klaus Weckbecker ◽  
Marie-Therese Puth ◽  
JohannesMaximilian Just ◽  
Kirsten Horn ◽  
Ulrich Grabenhorst ◽  
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Zusammenfassung Ziel Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist ein wichtiger Baustein in der Versorgung Sterbender in Deutschland. Die Analyse einer repräsentativen Kohorte erlaubt wichtige Rückschlüsse für die Verbesserung der Situation Sterbender in Deutschland. Methode Wir analysieren die bei der Versorgung eines SAPV Teams erhobenen Routinedaten von 2691 palliativen Patienten. Statistische Analysen wurden mittels SPSS, Version 24, durchgeführt. Ergebnisse In der durch die SAPV betreuten Patientenkohorte verstarben ca. 3/4 der Patienten gesichert am Wohnort, der Rest der Patienten wechselte in eine andere Versorgungsform. Von den insgesamt 2691 Patienten waren 1972 Tumorpatienten, bei 719 Patienten war eine Nichttumordiagnose ursächlich für den Einschluss in die palliative Versorgung. Das Alter bei Erstkontakt zur SAPV liegt bei Nichttumorpatienten signifikant höher. Tumor- und Nichttumorpatienten unterscheiden sich weder bezüglich der Lebensqualität (Karnofskys Score) noch bezüglich Symptomhäufigkeit voneinander. Lediglich das Symptom Desorientiertheit wurde bei Nichttumorpatienten signifikant häufiger dokumentiert und war auch stärker ausgeprägt. Schlussfolgerung SAPV ermöglicht einem Großteil der behandelten Patienten am Wohnort zu versterben und erfüllt damit den mutmaßlichen Willen der Sterbenden.


2020 ◽  
Author(s):  
LD Trocan ◽  
L Dinkelbach ◽  
O Dechert ◽  
M Danneberg ◽  
A Heythausen ◽  
...  

2019 ◽  
Vol 82 (08/09) ◽  
pp. 702-709 ◽  
Author(s):  
Katja Blaschke ◽  
Kerstin Hermes-Moll ◽  
Veronika Lappe ◽  
Peter Ihle ◽  
Walter Baumann ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung Palliativ versorgte Patientinnen und Patienten haben zu einem hohen Anteil onkologische Diagnosen. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) richtet sich an Erkrankte mit komplexem Symptomgeschehen und intensivem Betreuungsbedarf und soll eine Betreuung im häuslichen Umfeld bis zum Lebensende ermöglichen. In Hessen wurden ab 2009 die ersten SAPV-Angebote geschaffen. Entsprechend untersucht diese Studie (i) die Inanspruchnahme von SAPV und spezialisierten stationären palliativen Leistungen im letzten Lebensjahr von Krebserkrankten, (ii) die SAPV verordnende Arztgruppe und (iii) den Sterbeort und Krankenhausaufenthalte in den letzten 91 Lebenstagen. Methoden In der retrospektiven Sekundärdatenanalyse wurden Daten der AOK Hessen für 2009–2014 deskriptiv ausgewertet. Studienpopulation waren an Brust-, Prostata- oder Darmkrebs Erkrankte, die im jeweiligen Beobachtungsjahr (2010–2014) verstarben und 360 Tage vor ihrem Tod durchgängig versichert waren. Ergebnisse In die Studie konnten je nach Beobachtungsjahr 492–545 Personen mit Brust-, 546–625 mit Prostata- und 709–752 mit Darmkrebs eingeschlossen werden. In allen 3 Gruppen Krebserkrankter stieg zwischen 2010 und 2014 der Anteil mit Inanspruchnahme von mindestens einer Palliativleistung. Die Häufigkeit der Inanspruchnahme von SAPV-Leistungen lag bei den betrachteten Krebserkrankten meist höher im Vergleich zu Palliativstationen bzw. stationären Hospizen. SAPV wurde bei den 3 Krebsdiagnosen zu über 90% von Hausärztinnen bzw. -ärzten verordnet. Sowohl der Anteil von Personen mit einem Krankenhausaufenthalt in den letzten 91 Lebenstagen als auch der im Krankenhaus Verstorbenen ging von 2010 bis 2014 bei allen 3 Krebsarten zurück. Schlussfolgerung Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund des Aufbaus der SAPV in Hessen zu bewerten. Die Zunahme an SAPV-Leistungen und der Rückgang an Krankenhauseinweisungen am Lebensende weist auf eine gelungene Etablierung der SAPV in Hessen hin.


2019 ◽  
Vol 82 (10) ◽  
pp. 770-776
Author(s):  
Robert Dengler ◽  
Colina Kirchgessner ◽  
Elisabeth Albrecht ◽  
Katharina Rockmann ◽  
Manfred Cassens

Zusammenfassung Hintergrund Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) soll Patienten mit aufwändiger Versorgung am Lebensende ein professionell begleitetes Sterben in vertrauter Umgebung ermöglichen. Untersuchungen zur Veränderungen von Patientencharakteristika oder Betreuungsinhalte im Zeitverlauf liegen bisher kaum vor. Ziel dieser Studie ist es, Versorgungsparameter und Änderungen zu evaluieren sowie eine qualitative Erfassung des Sterbeprozesses und der Belastung der Angehörigen vorzustellen. Methode Es wurden anonymisierte Routinedatensätze von Patienten der Zeiträume 2012–2016 retrospektiv analysiert sowie die Daten aus 2012 mit denen von 2016 verglichen, um den Aufwand, Versorgungsmerkmale sowie Entwicklungen der Arbeit im Zeitverlauf beurteilen zu können. Analog zum bei Aufnahme erfassten „palliative care problem severity score“ (PCPSS) wurde ein Instrument („Sorgepunkte“) zur Beschreibung der Qualität des Sterbeprozesses sowie der Belastung der Angehörigen entwickelt. Ergebnisse Im gesamten Beobachtungszeitraum wurden 1806 Fälle betreut. Das mittlere Alter betrug 74 Jahre. 82% hatten eine Tumordiagnose. Bei 36% fand ein Beratungsbesuch statt, 14% wurden als Koordination, 50% in Teilversorgung betreut. 98% der Patienten konnten am Wunschort versterben. Der Vergleich von 2012 zu 2016 zeigt: Die Patienten des Jahres 2016 sind im Vergleich zu 2012 älter, haben zunehmend nicht-onkologische Diagnosen, sind kränker zu Betreuungsbeginn, werden seltener ins Krankenhaus eingewiesen, werden intensiver betreut (steigende Besuchsdichte). Der Sterbeprozess gelingt ruhiger. Schlussfolgerung Versorgungsrelevante Daten dokumentieren die Veränderungen in der Komplexität sowie Verdichtung der Arbeit im Zeitverlauf. Die zur Beschreibung des Sterbeprozesses entwickelten Sorgepunkte können als Instrument für die Ergebnisqualität der Patienten- und Angehörigenbetreuung auch für andere SAPV-Teams hilfreich sein.


2019 ◽  
Vol 20 (01) ◽  
pp. 66-71
Author(s):  
Annette Becker-Annen ◽  
Klaus Lander

Im Zentrum der palliativen Versorgung steht die Verbesserung der Lebensqualität, nicht die Verlängerung der verbleibenden Lebenszeit der PatientInnen. Im Mittelpunkt der Arbeit eines SAPV-Teams stehen die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der PatientInnen. Durch Unterstützung der PatientInnen und deren Angehörigen soll es den Erkrankten ermöglicht werden, zuhause sterben zu können.


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