perioperative betreuung
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Author(s):  
Maria A. Willis ◽  
Felix M. Engel ◽  
Charlotte Wiedemann ◽  
Cornelius van Beekum ◽  
Mark Coburn ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung Die perioperative Betreuung kolorektalchirurgischer Patienten nach dem Fast-Track-Konzept wurde in den letzten Jahren zunehmend standardisiert und ist als strukturierte Betreuungsmethode zur Reduktion perioperativer Komplikationen weithin akzeptiert. Erste Untersuchungen lassen sogar einen langfristigen positiven Effekt auf das onkologische Outcome vermuten, sofern eine Adhärenz der Einzelmaßnahmen von mindestens 70% besteht. Trotz eindeutiger Evidenz für die Wirksamkeit des modernen perioperativen Behandlungskonzeptes bleibt die Einhaltung des Protokolls im klinischen Alltag, insbesondere in Deutschland, eine Herausforderung. Ziel dieser Studie war es, die Adhärenzrate vor und nach Einführung einer SOP zu erfassen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Methoden Es erfolgte eine retrospektive Analyse der Patientendaten aller elektiven kolorektalchirurgischen Operationen der Bonner Universitätsklinik von 2017 bis 2020. 153 Patienten wurden vor der Implementierung der SOP im Januar 2019 operiert (Gruppe I), die restlichen 153 Patienten wurden nach der Implementierung der SOP operiert und entsprechend betreut (Gruppe II). Die Protokolladhärenz wurde sowohl für die einzelnen Schlüsselinterventionen als auch für das Gesamtkonzept analysiert. Ergebnisse Zwar konnte sowohl für verschiedene Einzelmaßnahmen (Prähabilitation Gruppe I: 5,9%, Gruppe II: 42,5%, p < 0,001; Darmvorbereitung I: 16,5%, II: 73,9%, p < 0,001; intraoperatives Volumenmanagement I: 14,00 ml/kgKG/h [KG: Körpergewicht], II: 9,12 ml/kgKG/h, p < 0,001; minimalinvasive Operationstechnik I: 53,6%, II: 73,9%, p < 0,001 etc.) als auch für das gesamte perioperative Behandlungskonzept (I: 39%, II: 54%, p = 0,02) eine signifikante Verbesserung der Compliance gezeigt werden, eine Adhärenz von mindestens 70% wurde jedoch bei Weitem nicht erreicht. Dennoch zeigt sich nach Einführung der SOP eine frühzeitigere Patientenautonomie (I: Tag 15, II: Tag 9, p < 0,001) und eine Verkürzung der postoperativen Krankenhausverweildauer (I: 14 [6 – 99] Tage, II: 11 [4 – 64]; p = 0,007). Fazit Obwohl die Implementierung der SOP zu einer signifikanten Verbesserung der Umsetzungsrate geführt hat, besteht noch weiterer Optimierungsbedarf, um die empfohlene Protokolladhärenz von 70% zu erreichen. Klinikintern kann hierbei neben der Gründung interdisziplinärer Fast-Track-Teams eine spezialisierte Fast-Track-Pflegekraft als Bindeglied zwischen Patienten, Pflege und Ärzten hilfreich sein. Für eine flächendeckende, deutschlandweite Implementierung hingegen sind Maßnahmen mit größerer Hebelkraft notwendig. Eine Hilfestellung wird hierbei die in Arbeit befindliche S3-Leitlinie zum perioperativen Management gastrointestinaler Tumoren geben, insbesondere als Argumentationsgrundlage gegenüber Kostenträgern.


2017 ◽  
Vol 74 (7) ◽  
pp. 339-343
Author(s):  
Christoph Czarnetzki ◽  
Benno Rehberg ◽  
Bernhard Walder

Zusammenfassung. Anhand von drei Beispielen soll in diesem Artikel gezeigt werden, wie die moderne Anästhesie sich von der blossen Bewusstseins- und Schmerzausschaltung hin zu einer Disziplin der perioperativen Medizin gewandelt hat. Am Beispiel der Entwicklung der Muskelrelaxation wird gezeigt, wie die moderne Pharmakologie in der Anästhesie entscheidend zur intra- und postoperativen Patientensicherheit beiträgt. In einem zweiten Beispiel wird anhand der Schmerztherapie demonstriert, dass die perioperative Betreuung durch die Anästhesie zu einer schmerzarmen, sicheren und rascheren Erholung der Patienten postoperativ führt. Das dritte Beispiel zeigt, wie wichtig eine Standardisierung der perioperativen Abläufe einerseits und ein individuelles Patientenmanagement andererseits für die prä-, intra-, und postoperative Betreuung der Patienten ist, und damit eine drastische Reduktion von Komplikationen erreicht werden kann.


2015 ◽  
Vol 64 (8) ◽  
pp. 625-639
Author(s):  
T. Krönauer ◽  
P. Friederich

2014 ◽  
Vol 63 (12) ◽  
pp. 951-957
Author(s):  
S. Heschl ◽  
C. Colantonio ◽  
B. Pieske ◽  
W. Toller

2013 ◽  
Vol 62 (8) ◽  
pp. 597-608
Author(s):  
C.L. Lassen ◽  
R. Abel ◽  
L. Eichler ◽  
Y.A. Zausig ◽  
B.M. Graf ◽  
...  

2009 ◽  
Vol 38 (9) ◽  
pp. 843-846 ◽  
Author(s):  
J. Spiegel

2007 ◽  
Vol 64 (9) ◽  
pp. 549-554 ◽  
Author(s):  
Stöckli ◽  
Müller ◽  
Wagner

In der Stomaberatung des Universitätsspitals Bern werden jährlich über 300 Patienten mit einer Enterostomie-Neuanlage durch speziell geschultes Fachpersonal für Stomapflege betreut. Die Betreuung umfasst das präoperative Informationsgespräch, die Stomamarkierung und die Schulung in der Stomapflege. Im Weiteren werden die Stomaträger bei der Wiedererlangung ihrer Selbständigkeit und Integration durch konsequente Schulung unterstützt und begleitet. Die ambulante Betreuung ermöglicht, Komplikationen vorzubeugen oder zu lösen. Der Rückhalt einer Fachstelle bietet Sicherheit, Effizienz und Kontinuität in der Betreuung des Stomaträgers und seiner Angehörigen. Dadurch können Ängste abgebaut und anfängliche Krisen überwunden werden. Jeder Stomaträger hat das Recht auf bestmögliche Unterstützung bei der Bewältigung seiner neuen Lebenssituation.


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