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Author(s):  
Klaus Berger ◽  
Steffi Riedel-Heller ◽  
Alexander Pabst ◽  
Marcella Rietschel ◽  
Dirk Richter ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Mit Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie und der nachfolgenden Maßnahmen zu ihrer Eindämmung im Frühjahr 2020 ist rasch die Frage nach Auswirkungen der Beschränkung sozialer Kontakte auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung aufgekommen. Einsamkeit beschreibt eine wahrgenommene Qualität der eigenen Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen. Zahlreiche Studien haben einen Zusammenhang von Einsamkeit mit somatischen und psychischen Erkrankungen aufgezeigt. Ziel Auswertung der Häufigkeit von Einsamkeit und ihrer Beziehung zu Angst- und Depressionssymptomen in der ersten Welle der Pandemie im Mai 2020. Methoden Zwischen 2014 und 2019 hat die NAKO-Gesundheitsstudie 205.000 Personen im Alter zwischen 20 und 69 Jahren in 18 Studienzentren in Deutschland rekrutiert und untersucht. Die nachfolgende Zweituntersuchung musste aufgrund der Pandemie im Frühjahr 2020 unterbrochen werden. In dieser Zeit wurde ein COVID-19-bezogener Fragebogen entwickelt und an alle Teilnehmenden verschickt. Ausgewertet wurden die 113.928 Fragebögen, die innerhalb der ersten 30 Tage zurückgeschickt wurden. Einsamkeit wurde mit der 3‑Item UCLA Loneliness Scale, Angst und Depression mit den PHQ-9- und GAD-7-Skalen des Patient Health Questionnaire erhoben. Ergebnisse Im Mai 2020 nahmen sich 31,7 % der NAKO-Teilnehmenden als einsam wahr. Frauen und junge Menschen waren häufiger als Männer und ältere Personen betroffen. Mit steigender Wahrnehmung von Einsamkeit nahm der Schweregrad von Depressions- und Angstsymptomen stetig zu. Einsame Personen während der Pandemie hatten bereits zur NAKO-Basisuntersuchung mehr depressive und Angstsymptome angegeben als NAKO-Teilnehmende, die sich in der Pandemie nicht einsam fühlten. Schlussfolgerung In der NAKO-Gesundheitsstudie zeigte sich während der ersten Phase der Pandemie eine Zunahme von Einsamkeit und ihr deutlicher Zusammenhang mit schlechterer, psychischer Gesundheit.


2021 ◽  
Author(s):  
Klaus Berger ◽  
Steffi Riedel-Heller ◽  
Alexander Pabst ◽  
Marcella Rietschel ◽  
Dirk Richter

Hintergrund: Mit Beginn der SARS-CoV-2 Pandemie und der nachfolgenden Maßnahmen zu ihrer Eindämmung im Frühjahr 2020, ist rasch die Frage nach Auswirkungen einer Beschränkung sozialer Kontakte auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung aufgekommen. Einsamkeit beschreibt die wahrgenommene Qualität der eigenen Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen. Zahlreiche Studien haben einen Zusammenhang von Einsamkeit mit somatischen und psychischen Erkrankungen aufgezeigt. Ziel: Auswertung der Häufigkeit von Einsamkeit und ihrer Beziehung zu Angst- und Depressionssymptomen in der ersten Welle der Pandemie im Mai 2020. Methoden: Die NAKO-Gesundheitsstudie (NAKO) hat zwischen 2014 und 2019 205.000 Personen im Alter zwischen 20 und 69 Jahren in 18 Studienzentren in Deutschland rekrutiert und untersucht. Die nachfolgende Zweituntersuchung musste auf Grund der Pandemie im Frühjahr 2020 unterbrochen werden. In dieser Zeit wurde ein COVID-19 bezogener Fragebogen entwickelt und an alle Teilnehmenden verschickt. Ausgewertet wurden die 113.928 Fragebögen, die innerhalb der ersten 30 Tage zurückgeschickt wurden. Einsamkeit wurde mit der 3-Item UCLA-Loneliness-Scale, Angst und Depression mit den PHQ-9 und GAD-7 Skalen des Patient Health Questionnaire erhoben. Ergebnisse: Im Mai 2020 nahmen sich 31,7 % der NAKO-Teilnehmenden als einsam wahr. Frauen und junge Menschen waren häufiger als Männer und ältere Personen betroffen. Mit steigender Wahrnehmung von Einsamkeit nahm der Schweregrad von Depressions- und Angstsymptomen stetig zu. Einsame Personen während der Pandemie gaben bereits zur NAKO-Basisuntersuchung mehr depressive und Angstsymptome an als NAKOTeilnehmende, die in der Pandemie nicht einsam waren. Schlussfolgerung: In der NAKO-Gesundheitsstudie zeigte sich während der ersten Phase der Pandemie ein Zuwachs an Einsamkeit und ihr deutlicher Zusammenhang mit schlechterer, psychischer Gesundheit.


Author(s):  
Cora Pauli ◽  
Rhea Braunwalder ◽  
Veronika Hämmerle ◽  
Julia Reiner ◽  
Sabina Misoch

Zusammenfassung Hintergrund und Fragestellung Aktuelle Daten aus der Schweiz zeigen, dass zunehmend auch ältere Personen (65+) Instant-Messaging-Dienste nutzen. Am Beispiel von WhatsApp soll untersucht werden, ob und wie sich die Nutzung von WhatsApp auf unterschiedliche Formen des sozialen Kapitals älterer Menschen auswirkt, und ob die sozioemotionale Selektivitätstheorie auch im digitalen Raum angewendet werden kann. Untersuchungsmethoden Es wurde eine qualitative Studie mit 30 WhatsApp-Nutzer(innen) der Altersgruppe 65+ durchgeführt. Die Befragung fußte auf der Erstellung von egozentrierten Netzwerkkarten und der Durchführung von Interviews anhand eines semistrukturierten Leitfadens. Ergebnisse WhatsApp wird v. a. für die Kommunikation mit nahestehenden Personen genutzt. Die Nutzung von WhatsApp vereinfacht die Beziehungspflege, erhöht die Kontakthäufigkeit und kann zur Intensivierung von Beziehungen führen. Die Nutzung von WhatsApp kann zudem das Zugehörigkeitsgefühl zu Gruppen stärken. Das Medium wird als sehr niederschwellig beschrieben und erlaubt Spontaneität. Diskussion Die sozioemotionale Selektivitätstheorie ist auch im digitalen Raum anwendbar. Via WhatsApp wurden tendenziell positive Inhalte mit emotional bedeutsamen Personen des Netzwerks geteilt. Die Nutzung von WhatsApp erhöht sowohl das „bonding social capital“, da Beziehungen vertieft und verstärkt werden, als auch das „maintaining social capital“, da geografische Distanzen überbrückt werden können.


Standort ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Anika Zorn ◽  
Susann Schäfer ◽  
Uwe Kurmutz ◽  
Sophie Köhler

ZusammenfassungDer Klimawandel und die bauliche Beschaffenheit von Städten führen zu zunehmenden Hitzeereignissen in Städten, die Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohner*innen haben können. Urbane Grünflächen werden als stadtplanerische Möglichkeit betrachtet, das Mikroklima innerhalb der Stadt zu beeinflussen und das Wohlbefinden der Bewohner*innen zu erhöhen. Bisherige Studien zeigen jedoch, dass diese Form der stadtplanerischen Klimaanpassung Fragen der sozialen Gerechtigkeit aufwirft: Nicht alle Bewohner*innen der Städte haben gleichen Zugang zu kühlenden Grünflächen. Ausgehend von der Frage, welche räumlichen Strategien vulnerable Gruppen bei Hitzeereignissen verfolgen, wird in diesem Beitrag analysiert, inwiefern es soziale oder räumliche Unterschiede im Zugang zu urbanen Grünflächen gibt. Als Fallbeispiel dient hier die Stadt Jena (Thüringen). Datengrundlage stellt eine systematische, teilstandardisierte Befragung der Bewohner*innen der besonders hitzebelasteten Stadtteile aus dem Jahr 2018 dar. In dieser Studie wird dezidiert die Perspektive, das Verhalten und die Bedarfe der Stadtbewohner*innen erhoben. Die Ergebnisse legen nahe, dass ältere Personen an heißen Tagen eher in ihrer Wohnung bzw. ihrem Haus bleiben und öffentliche Räume meiden. Dieser Rückzug kann zum sozialen Ausschluss dieser Bevölkerungsgruppe führen, wenn nicht stadtplanerisch reagiert wird. Kühlende Grünflächen sind zwar in Jena prinzipiell zahlreich vorhanden – allerdings ungleich verteilt, was sich am Nutzungsverhalten der Befragten widerspiegelt. Der von vulnerablen sozialen Gruppen bewohnte Norden der Stadt ist weitgehend abgeschottet von Grünflächen, die den Bedarfen der Befragten entsprechen. Der Beitrag spricht Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklung aus und beleuchtet, wie die Stadt Jena auf die Studie reagiert hat.


Author(s):  
Annette Schaub ◽  
Clara Michel ◽  
Paula Beck ◽  
Peter Falkai

ZusammenfassungSeit Auftreten der neuen Coronavirus (COVID-19) Pandemie im März 2020 erkrankten viele Menschen in Deutschland. Dies bedeutete eine Herausforderung für die Versorgung psychisch kranker stationärer Personen. Es kam zu einem sozialen Shut-down in Bayern mit Abnahme der sozialen Kontakte. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Umsetzung der stationären psychiatrischen Versorgung durch Psychologen und Psychiater im homeoffice und in der Klinik. Psychologen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU München etablierten in der akuten Krise im homeoffice während der Quarantäne zusammen mit den in der Klinik tätigen Ärzten eine telefonische Patientenversorgung für stationäre Patienten, an der 23 Patienten mit depressiven und schizophrenen Störungen teilnahmen. Die Psychologen arbeiteten danach im stationären Setting mit 98 Teilnehmern. Die derzeitige Notlage und ihre Belastungen werden thematisiert und neue therapeutische Komponenten in die Versorgung integriert. Die Umsetzbarkeit von homeoffice, deren Möglichkeiten und Grenzen werden vorgestellt. Konzepte der stationären Patientenversorgung für Betroffene mit affektiven und schizophrenen Störungen sowie aktuelle Belastungsfaktoren und psychotherapeutische Konzepte werden thematisiert. Der aktuelle Ansatz wird von den Betroffenen und Ärzten positiv bewertet und bietet gute Möglichkeiten in der derzeitigen Situation. Mit Ausnahme der Patienten von der Akutstation konnten alle Patienten und selbst ältere von dieser Maßnahme profitieren. Während der Krise von März bis August arbeiteten alle Psychologen auf Ganztagsstellen mit der üblichen Behandlungsfrequenz von 1–2 Sitzungen die Woche, was insbesondere für ältere Personen von Bedeutung war. Während der akuten COVID-19 Krise pausierten lediglich stationsübergreifende Gruppen und Angehörigengruppen. Die Psychologen hatten wie die Ärzte und das Pflegepersonal eine systemrelevante Aufgabe.


Author(s):  
Suzana Kraljić
Keyword(s):  

Heutzutage sind wir Zeugen intensiver demografischer Veränderung. Die Bevölkerung wird älter und ältere Personen werden häufig als Belastung in der Gesellschaft angesehen. Ältere Personen sind erst in den letzten Jahren als eine besonders verletzliche Gesellschaftsgruppe im Menschenrechtsschutzsystem sichtbar geworden und wurden als Rechteträger wahrgenommen. Im Beitrag werden Ausgangspunkte der Altersdiskriminierung, in Verbindung mit ausgewählten Gesichtspunkten der Rechtsstellung, der älteren Personen, in der internationalen und slowenischen Perspektive, in den Mittelpunkt gestellt.


2021 ◽  
Vol 46 (02) ◽  
pp. 116-116
Keyword(s):  

Ältere Personen und Menschen mit metabolischen, kardiovaskulären oder respiratorischen Vorerkrankungen sind offenbar anfälliger für einen schweren COVID-19-Verlauf. Gilt dies auch für Patienten mit autoimmun bedingten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen? Und welche Risikofaktoren prädisponieren in diesem Patientenkollektiv bei einer SARS-CoV-2-Infektion für eine Klinikeinweisung? Diesen und anderen Fragen gingen spanische Forscher nach.


Author(s):  
Pavel Grigoriev ◽  
Markéta Pechholdová ◽  
Michael Mühlichen ◽  
Rembrandt D. Scholz ◽  
Sebastian Klüsener
Keyword(s):  

Zusammenfassung Hintergrund Durch die deutsche Teilung wurden 2 kulturell sehr ähnliche Bevölkerungen sehr unterschiedlichen sozioökonomischen Bedingungen ausgesetzt, die sich nach 1989 wieder anglichen. Der Einfluss von Gesundheitsversorgung und Lebensumständen auf Sterblichkeitsunterschiede kann besser erfasst werden, wenn kulturelle Erklärungen weitgehend ausgeblendet werden können. Ziel der Arbeit Die Arbeit wertet harmonisierte Todesursachendaten erstmals detailliert nach Alter aus. Hierdurch kann aufgezeigt werden, welche Alter bzw. Geburtsjahrgänge besonders stark durch die deutsche Teilung und Wiedervereinigung in ihrer Mortalität beeinflusst wurden und auf welche Todesursachen dies zurückzuführen ist. Material und Methoden Die deutschen Todesursachenstatistiken wurden einem international standardisierten Harmonisierungsverfahren unterzogen, um Unterschieden und Brüchen in der Todesursachencodierung Rechnung zu tragen. Die Daten wurden mit Dekompositionsmethoden analysiert. Ergebnisse In den 1980er-Jahren stiegen die Ost-West-Unterschiede stark an, da Westdeutschland gerade in höheren Altern deutlich höhere Rückgänge bei der kardiovaskulären Mortalität erzielen konnte. Nach 1989 konnte Ostdeutschland in vielen Bereichen zum Westen aufholen. Dies gilt besonders für ältere Personen und Frauen, während gerade bei den stark von der ostdeutschen Transformationskrise betroffenen männlichen Geburtsjahrgängen (1950–1970) noch heute Ost-West-Unterschiede sichtbar sind. Diskussion Die geringere Lebenserwartung der ostdeutschen Bevölkerung Ende der 1980er-Jahre war primär durch Rückstände bei der kardiovaskulären Revolution bedingt. Die noch heute bestehenden Unterschiede sind eher Spätfolgen der ostdeutschen Transformationskrise als direkte Spätfolgen der Teilung.


Author(s):  
Ruben Rose ◽  
Damian Scherer ◽  
Gregor Maschkowitz ◽  
Christoph Läubrich ◽  
Helmut Fickenscher
Keyword(s):  

ZusammenfassungDie COVID-19-Pandemie stellt das deutsche Meldewesen im öffentlichen Infektionsschutz vor große Herausforderungen. Im Bundesland Schleswig-Holstein unterstützt die Landesmeldestelle die Gesundheitsämter durch tägliche und wöchentliche Auswertungen und hilft bei der Übermittlung der Meldedaten gemäß Infektionsschutzgesetz an das Robert Koch-Institut.In dem vorliegenden Bericht der Landesmeldestelle Schleswig-Holstein werden die SARS-CoV-2-Meldedaten aus dem Zeitraum März bis September 2020 ausgewertet. In Orientierung an der Entwicklung der Infektionszahlen wurde der Zeitraum in zwei Phasen ähnlichen Umfangs eingeteilt: März bis Mai und Juni bis September. Insgesamt wurden 4898 Infektionsfälle gemeldet. Bei dem Vergleich der Phasen zeigten sich besonders deutliche Unterschiede hinsichtlich der Hospitalisierung und Letalität, des Alters und der Staaten des Infektionsorts. In der ersten Phase waren besonders ältere Personen von einer hohen Hospitalisierungsrate und Sterblichkeit betroffen. In der zweiten Phase lagen das durchschnittliche Alter und die Hospitalisierungs- und Sterberaten deutlich niedriger und ein besonders großer Anteil war mit internationaler Reiseaktivität verbunden. Die Auswertung der Ausbruchsdokumentationen ergab den besonderen Schwerpunkt im Setting der privaten Haushalte. Dieser Artikel beschreibt die epidemische Situation in einem im Bundesvergleich Niedriginzidenzland.


2021 ◽  
Vol 89 (03) ◽  
pp. 72

Ältere Personen leiden häufig unter Depressionen. Dennoch werden depressive Symptome in dieser Personengruppe oft übersehen und nicht adäquat behandelt. Bewegung stellt einen vielversprechenden Ansatz zur Behandlung von Altersdepressionen dar. In Rahmen dieser Meta-Studie untersuchten die Forscher den Zusammenhang zwischen starker körperlicher Betätigung und depressiven Symptomen in älteren Personen über 60 Jahre.


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