kombinierte radiochemotherapie
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2018 ◽  
Vol 75 (10) ◽  
pp. 622-626
Author(s):  
Michèle Voegeli ◽  
Andreas Wicki

Zusammenfassung. Die neoadjuvante Behandlung spielt nur beim lokalisierten oder oligometastasierten Rektumkarzinom eine Rolle. Meistens kommt hier eine kombinierte Radiochemotherapie mit Capecitabine oder 5FU über 5 ½ Wochen zum Zug. Weitere 6 bis 9 Wochen später erfolgt die Operation. Beim kurativ operierten kolorektalen Karzinom im Stadium III (= befallene regionäre Lymphknoten) erhöht die adjuvante Chemotherapie die Heilungsrate um bis zu 20 %. Für die meisten Patienten ist eine Behandlung mit Capecitabine / Oxaliplatin während 3 Monaten angebracht. In der palliativen Situation ist eine sorgfältige Aufarbeitung der Biologie des Tumors der Grundstein für die Systemtherapie. Eine Next-Generation-Sequencing Analyse der Tumor DNA gehört heute zum Standard. Bei Mikrosatelliten-stabilen (MSS) kolorektalen Karzinomen verlängert die Chemotherapie das mediane Überleben von sechs auf ca. 30 Monate. Mikrosatelliten-instabile (MSI-h) Karzinome benötigen hingegen eine Immuntherapie. Diese kann zu langanhaltenden Remissionen führen.


2012 ◽  
Vol 31 (09) ◽  
pp. 615-620
Author(s):  
H. Welker ◽  
K. Keller ◽  
M. W. Münter

ZusammenfassungIn den vergangenen Jahren haben technologische Weiterentwicklungen die Radioonkologie sehr stark verändert und erlauben es nun, hohe Therapiedosen zielgenau zu applizieren und gleichzeitig das gesunde Gewebe maximal zu schonen. Daneben hat das bessere Verständnis von radiobiologischen Zusammenhängen dazu geführt, dass sich in den letzten Jahren die kombinierte Radiochemotherapie bei vielen Tumorerkrankungen fest etabliert hat und dass „zielgerichtete” systemische Therapiestrategien in Kombination mit einer Strahlentherapie verstärkt in klinischen Studien zum Einsatz kommen. Somit repräsentiert die Radiotherapie eine wichtige Therapieoption in der Behandlung der heterogenen Gruppe der neuroonkologischen Tumorerkrankungen. Zur Behandlung dieser Erkrankungen eignen sich moderne Therapieverfahren wie die stereotaktische Radiochirurgie (SRS), die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) sowie die bildgestützte Radiotherapie (IGRT). Zusätzlich hat sich, insbesondere in Deutschland, die Teilchentherapie mit Protonen und Schwerionen stark weiterentwickelt. Daneben konnte die Strahlentherapie erfolgreich mit systemischen Therapieansätzen im Rahmen multimodaler Konzepte in der Behandlung von neuroonkologischen Tumoren angewendet werden. Gleichzeitig wurden für das Glioblastom verschiedene prädiktive molekulare Marker gefunden, die gerade klinisch verifiziert und verstärkt in die Therapieentscheidung mit einbezogen werden. Im Rahmen dieser Übersichtsarbeit sollen die aktuellen Entwicklungen in der Radioonkologie zur Behandlung neuroonkologischer Tumore vorgestellt und die Anwendung der Strahlentherapie im Rahmen multimodaler Therapieansätze bei wichtigen Indikationen diskutiert werden.


Praxis ◽  
2004 ◽  
Vol 93 (49) ◽  
pp. 2057-2064
Author(s):  
Geissler ◽  
Schwacha ◽  
Eggstein ◽  
Usadel ◽  
Harder ◽  
...  

In den westlichen Industriestaaten sterben weiterhin nahezu 90% aller Patienten mit Ösophaguskarzinom an ihrer Tumorerkrankung. Hauptursache ist die späte Diagnosestellung mit Vorliegen eines fortgeschrittenen Tumors mit Lymphknotenmetastasen. Die Häufigkeit des Adenokarzinoms nimmt im Verhältnis zum Plattenepithelkarzinom in letzter Zeit zu. Die chirurgische Resektion wird weiterhin als Standardtherapie des Ösophaguskarzinoms angesehen. Die Prognose von Patienten mit lokalisierten Tumoren ist streng stadienabhängig. Eine Chemo-, Strahlen- oder kombinierte Radiochemotherapie ist bei frühen Tumoren (Tis-T1 N0-N1 M0) vor oder nach chirurgischer Resektion des Tumors nicht indiziert. Mit dem Stadium T2 steigt die Häufigkeit regionaler und entfernter Lymphknotenmetastasen auf über 60% und damit sinkt die Prognose der Patienten nach der Operation deutlich, obwohl bei diesen Tumoren (T2-T3 N0-N1 M0) häufig eine R0-Resektion gelingt. Nach derzeitiger Datenlage kann bei diesem Patientenkollektiv keine klare Empfehlung für eine alleinige Operation, die Durchführung einer neoadjuvanten Chemo- oder Radiochemotherapie ausgesprochen werden. Weiterhin scheint es eine Gruppe von Patienten zu geben, die nach einem Ansprechen auf eine Radiochemotherapie nicht mehr von einer weiteren Operation profitieren. Patienten mit lokal fortgeschrittenen Tumoren (T3-4 N0-1 M0) stellen Hochrisikopatienten dar, bei denen die alleinige Operation nicht als Standard definiert werden kann. Die Planung der Therapie bei diesen Patienten sollte interdisziplinär erfolgen, da die wirksamste Art der Vorbehandlung bislang nicht eindeutig definiert ist und nach Durchführung einer neoadjuvanten Radiochemotherapie trotz verbesserter lokaler Tumorkontrolle die Mehrzahl der Patienten an Fernmetastasen stirbt. Demzufolge sollten multimodale Therapiekonzepte nur im Rahmen von klinischen Studien durchgeführt werden. Patienten mit metastasiertem Ösophaguskarzinom leben nach Diagnosestellung in der Regel weniger als sechs Monate. Die palliativen Behandlungsmassnahmen müssen deshalb symptomorientiert sein. Die Sicherung der Ernährung steht dabei häufig im Vordergrund.


HNO ◽  
2001 ◽  
Vol 49 (9) ◽  
pp. 732-738 ◽  
Author(s):  
J. Daniilidis ◽  
J. Constantinidis ◽  
G. Fountzilas

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