neurologische komplikationen
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2021 ◽  
Vol 89 (12) ◽  
pp. 637-650
Author(s):  
Eileen Gülke ◽  
Christian Gerloff

Seit ersten Berichten einer neuen Atemwegsinfektion aus der Hauptstadt Wuhan der zentralchinesischen Provinz Hubei Ende 2019 breitet sich das Coronavirus SARS-CoV-2 weltweit aus. Mittlerweile ist bekannt, dass eine COVID-19-Infektion häufig begleitet wird von neurologischen Symptomen und Komplikationen. Dieser Artikel beleuchtet die klinische Relevanz der COVID-19-Pandemie für die Neurologie im Allgemeinen und insbesondere im Hinblick auf an Parkinson vorerkrankte Patienten.


2021 ◽  
Author(s):  
Alina Dahmen ◽  
Robin Roukens ◽  
Silvia Lindenberg ◽  
Klaus M. Peters

ZusammenfassungWährend pneumologische, kardiovaskuläre und neurologische Komplikationen einer SARS-CoV-2-Infektion schon gut erforscht sind, ist über Einflüsse auf das muskulo-skelettale System bisher noch relativ wenig bekannt.Vorgestellt wird ein 65-jähriger Patient, der eine Humeruskopffraktur erlitt, die konservativ behandelt wurde. Sechs Wochen nach dem Unfallereignis traten Husten und Fieber auf, und es wurde COVID-19 diagnostiziert. Es entwickelte sich ein schwerer Verlauf mit ARDS, Lungenarterienembolien, multiplen Hirninfarkten und Hemiparese links, der eine mehrwöchige Beatmung erforderlich machte. In der Folge bildeten sich ausgeprägte Ossifikationen im Bereich der linken Schulter und des linken Ellenbogens aus.Heterotope Ossifikationen nach Schädel-Hirn-Traumen, nach Verletzungen des Rückenmarks oder längerfristiger Beatmung sind bekannt. Zur Beantwortung der Frage, ob die heterotopen Ossifikationen durch proinflammatorische Prozesse im Rahmen der Immobilisierung und Beatmung oder durch noch unbekannte Pathomechanismen direkt durch SARS-CoV-2 entstanden sind, besteht noch Forschungsbedarf.


Author(s):  
P. Benedikt ◽  
J. Gottsberger ◽  
A. F. Zierer

ZusammenfassungDie chirurgische Versorgung der akuten Typ-A-Aortendissektion erfuhr in den letzten Jahrzehnten v. a. im Hinblick auf das Perfusions- und Temperaturmanagement eine ständige Entwicklung. Neurologische Komplikationen sind die Hauptursache der postoperativen Morbidität und Mortalität. Die Verwendung einer Herz-Lungen-Maschine, des Kreislaufstillstands in tiefer Hypothermie, die temporäre Unterbrechung der zerebralen Perfusion oder Hypoperfusion des Gehirns und die Manipulation an der Aorta können zu neurologischen Schäden führen. Der Kreislaufstillstand in tiefer Hypothermie ermöglicht Eingriffe an der thorakalen Aorta, die für die Sanierung einer akuten Dissektion notwendig sein können. Dies hat allerdings Limitationen: Einerseits ist die Eingriffszeit begrenzt, andererseits führt die tiefe Hypothermie selbst zu Schäden. Experimentelle und klinische Studien konnten zeigen, dass der Grad der Hypothermie einen Einfluss auf die Komplikationsrate hat. Auch über den Nutzen der retrograden Hirnperfusion besteht noch Uneinigkeit. Das Konzept des Kreislaufstillstands mit zusätzlicher Hirnperfusion, besonders wenn der Grad der Hypothermie entsprechend der erwarteten Kreislaufstillstandzeit angepasst wird, erwies sich als sichere Methode. Es ermöglicht komplexe Eingriffe an der Aorta bei geringen Komplikationsraten und wird zunehmend als Standardverfahren bei der Versorgung der akuten Typ-A-Dissektion angewandt.


2020 ◽  
Author(s):  
Felix Kleefeld ◽  
◽  
Gabriele Arendt ◽  
Eva Neuen-Jacob ◽  
Matthias Maschke ◽  
...  

Zusammenfassung Die chronische Hepatitis-C-Virus(HCV)-Infektion ist eine hochprävalente Systemerkrankung, die verschiedene neurologische Komplikationen verursachen kann. Es lassen sich HCV-assoziierte Symptome im zentralen und peripheren Nervensystem sowie der Muskulatur unterscheiden. Wichtige Pathomechanismen sind die HCV-assoziierte Autoimmunität (z. B. gemischte Kryoglobulinämie mit Polyneuropathie) und direkte Neurotoxizität (z. B. bei HCV-assoziierten kognitiven Defiziten). Die häufigsten neurologischen Komplikationen sind distal-symmetrische Polyneuropathien, Small-fiber-Neuropathien und kognitive Defizite. Die HCV-Infektion stellt außerdem einen Risikofaktor für ischämische und hämorrhagische Schlaganfälle sowie den Morbus Parkinson dar. Die frühe Identifikation und antivirale Behandlung HCV-positiver Patienten steht im Zentrum der Behandlung. Durch neue antivirale Therapien können >90 % der Patienten dauerhaft von der HCV-Infektion geheilt werden.


Author(s):  
Thomas Galetin ◽  
Alberto Lopez-Pastorini ◽  
Nils Kosse ◽  
Aris Koryllos ◽  
Erich Stoelben

Zusammenfassung Einleitung Videothorakoskopische Eingriffe (VATS) bei erhaltener Spontanatmung erfahren vor dem Hintergrund älterer und multimorbider Patienten international eine zunehmende Verbreitung. Daten zur Anwendung und Akzeptanz in Deutschland liegen bisher nicht vor. Methode Deutschlandweite, onlinebasierte Umfrage an den bei der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) registrierten thoraxchirurgischen Abteilungen zur Anwendung der VATS in Lokalanästhesie (LA). Ergebnisse 101 von 157 angeschriebenen Kliniken haben geantwortet (64%). 42% der Befragten führen Non-intubated VATS (NIVATS) durch, 31% VATS in LA. Gründe, VATS in LA nicht durchzuführen, sind mangelnde Erfahrung (51%), Zweifel an der Durchführbarkeit (29%) und fehlende Indikationen (24%). Unter den durchführenden Kliniken sind die häufigsten Prozeduren Anlage von Pleuraverweilkathetern (94%), Pleuraprobeexzisionen (87%) und Pleurodesen (87%). 42% der Kliniken führen Keilresektionen und 10% auch anatomische Resektionen in LA durch. Hauptzielgruppen sind multimorbide Patienten (77%), ältere Patienten (65%), Patienten mit Angst vor einer Allgemeinanästhesie (55%) und mit vorbestehenden Lungenerkrankungen (52%). In 97% der Kliniken führt die Anästhesie die Sedierung durch. Als technische Schwierigkeiten werden vor allem mangelnde Übersicht (39%), Hyperkapnie (29%) und Panikattacken (23%) genannt. Schmerzen spielen eine untergeordnete Rolle (3%). Diskussion Rund ⅓ der befragen Kliniken führt bereits VATS in LA durch, weitere haben Pläne zur Einführung der Methode. Die Mehrheit der Befragten sieht als Hauptzielgruppen multimorbide, ältere und lungenerkrankte Patienten, weil sie weniger inflammatorische, respiratorische und neurologische Komplikationen erwartet.


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