kognitive einschränkung
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

7
(FIVE YEARS 0)

H-INDEX

0
(FIVE YEARS 0)

2019 ◽  
Vol 231 (05) ◽  
pp. 262-268
Author(s):  
Juliane Schreiter ◽  
Mandy Vogel ◽  
Henriette Kiep ◽  
Ulrich Thome ◽  
Annett Bläser ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Der Konsum illegaler Substanzen in der Schwangerschaft ist eine große gesellschaftliche und medizinische Herausforderung. Hauptproblemsubstanzen der pränatalen Drogenexposition sind neben Tetrahydrocannabinol (THC) Opioide und Methampehtamin. Die Wirkung dieser Substanzen auf die langfristige Entwicklung der Kinder ist noch vielfach unbekannt. Methoden Seit 2012 werden am Universitätsklinikum Leipzig geborene Kinder mit pränataler Substanzexposition in der Kinderschutzambulanz langfristig nachbetreut. Von 42 Kindern mit pränataler Opioid- oder Methamphetaminexposition wurde im Alter von 2–3 Jahren eine Entwicklungsdiagnostik anhand der Bayley Scales (BSID III) durchgeführt. Als Kontrolle dienten 84 nicht exponierte Kinder. Das Matching erfolgte 1:2, adaptiert nach Alter, Geschlecht, Gestationsalter und Geburtsgewicht. Ergebnisse Die motorische Entwicklung zwischen pränatal methamphetamin-, opioidexponierten Kindern und der Kontrollgruppe unterscheidet sich nicht signifikant. Die Kinder mit pränataler Methamphetaminexposition (n=23) zeigen jedoch signifikant geringere Skalenwerte in Kognition und Sprache (79,1 gegenüber 95,9 der Kontrollgruppe), pränatal opioidexponierte Kinder eine leichtere kognitive Einschränkung mit einem Skalenwert von 91,7 (n=19). 56% der Kinder der Methamphetamin-Gruppe hatten formal eine Entwicklungsverzögerung zum Testzeitpunkt. Zusätzlich erreichten Kinder signifikant niedrigere Skalenwerte, deren Bezugsperson alleinerziehend und/oder eine geringe schulische und berufliche Bildung hatten. Beide Substanzen erhöhten trotz gleichem Gestationsalter in allen Gruppen (37,4–38,5 SSW) das Auftreten postnataler Adaptionsstörungen erheblich (46–53%). Schlussfolgerung Aus dieser Studie ergeben sich Hinweise darauf, dass Kinder mit pränataler Exposition gegenüber Methamphetamin oder Opioiden kognitive und sprachliche Defizite mit 2–3 Jahren zeigen und Methamphetamin einen stärkeren negativen Einfluss zu haben scheint. Die mit elterlichen Drogenabusus verbundenen psychosozialen Risikofaktoren haben dabei eine entscheidende Bedeutung für das Erreichen einer altersgerechten Entwicklung.


2018 ◽  
Vol 81 (08/09) ◽  
pp. 590-598
Author(s):  
Ralf Suhr ◽  
Kathrin Raeder ◽  
Simone Kuntz ◽  
Sandra Strube-Lahmann ◽  
Antje Latendorf ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung In den letzten Jahren kam es zu Veränderungen der ambulanten Pflege in Deutschland. Daher sollen die Strukturen ambulanter Pflegedienste in der vorliegenden Studie im Hinblick auf Personalqualifikation, Trägerschaft, Größe, Versorgungsregion und Fortbildungsbedarfe beschrieben werden. Darüber hinaus wird untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen diesen Strukturparametern und den pflegerisch relevanten Outcomes Dekubitus und Mangelernährung gibt. Methode 2015 wurde eine multizentrische Querschnittsstudie in ambulanten Diensten in Deutschland durchgeführt (IMKE-Studie). Es konnten Strukturdaten von 99 Pflegediensten und Daten zu Mangelernährung und Dekubitus von 903 Klient*innen berücksichtigt werden. Die Unterscheidung nach der Größe der Pflegedienste erfolgte durch den Median (<98 Klient*innen); eine Region mit weniger als 20 000 Einwohner*innen galt als ländlich. Für jeden Dienst wurde die durchschnittliche Dekubitusprävalenz sowie die Mangelernährungsprävalenz (BMI<20 Kg/m2) bestimmt, und der Einfluss der Strukturparameter mittels einer multiplen linearen Regression untersucht. Ergebnisse Der Anteil von Pflegefachkräften lag bei nicht-privaten (privaten) Pflegediensten bei 60,6% (52,3%). Der Anteil von Mitarbeiter*innen mit einer 200- h-Basisqualifikation war bei privaten (12,5 vs. 4,7%), kleineren Diensten (14,0 vs. 5,8%) und in städtischen Gebieten (11,5 vs. 5,7%) höher. In kleineren Diensten arbeiteten Pflegefachkräfte mit durchschnittlich 3,8 Wochenstunden je Klient*in signifikant länger bei diesen als in größeren Diensten (2,9 Wochenstunden je Klient*in). Im Unterschied zu Inkontinenz, Aggression und Mobilität wird der Fortbildungsbedarf zu den Themen Schmerz, Medikamente, und kognitive Einschränkung von den Leitungen der Pflegedienste deutlich höher eingeschätzt. Zur durchschnittlichen Dekubitusprävalenz zeigten sich keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zu den untersuchten Strukturparametern, bezogen auf Mangelernährung zeigte sich nur die Fachkraftquote mit einem standardisierten β von 0,28 statistisch signifikant. Schlussfolgerung Die vorliegende repräsentative Studie zeigt Unterschiede bezogen auf die Qualifikation des Pflegepersonals, die Trägerschaft sowie die Größe eines Dienstes. Ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Strukturparametern und pflegerischer Ergebnisqualität war nicht nachweisbar. Schulungsbedarf wurde zu den Themen Medikamente, Schmerzen und kognitive Einschränkungen aufgezeigt.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document