interpersonelle beziehungen
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2011 ◽  
pp. 84-100
Author(s):  
Aleksander Dimitrijevic

In der Geschichte der Psychoanalyse scheint das Konzept der Phantasie einen polarisierenden Einfluss auf die prominentesten Autoren und Schulen ausgeübt zu haben. Freud, Melanie Klein und ihre jeweiligen Nachfolger betrachteten Phantasie als ausserordentlich bedeutsam, zuweilen bedeutsamer als interpersonelle Beziehungen. Dagegen wird Phantasie in der Arbeit John Bowlbys und der Tradition der Bindungstheorie weitgehend vernachlässigt, und zwar zu Gunsten der frühen Kind-Pflegeperson-Beziehung und Traumatisierungen. Ich versuche, mit der Darstellung einer fünf Jahre dauernden Psychoanalyse im liegenden Setting an diese Kontroverse anzuknüpfen. Bei dieser zeigte sich, wie frühe Vernachlässigungserfahrungen der Patientin untrennbar von ihren Bindungsmustern, sexuellen Phantasien, und der Wahl ihrer Liebesobjekte waren. Diese Arbeit führt mich zur Schlussfolgerung, dass theoretische Polemiken die klinische Realität nicht abbilden. Ein Psychoanalytiker scheint kontinuierlich sowohl in ein «Trieb-Modell» als auch in ein «Trauma-Modell» verwoben zu sein.


2002 ◽  
Vol 31 (1) ◽  
pp. 14-21 ◽  
Author(s):  
Reinhard Eher ◽  
Harald Rau ◽  
Stefan Frühwald ◽  
Kristina Ritter ◽  
Christine Grünhut ◽  
...  

Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Klinische Beobachtungen und frühere empirische Untersuchungen zeigen, dass interpersonelle Beziehungen von Angstpatienten auffällig sind. Eine differenziertere Betrachtung eventueller Unterschiede in der interpersonellen Kommunikation zwischen Angstpatienten und Gesunden wurde noch nicht angestellt. Fragestellung: Es soll überprüft werden, ob sich Patienten mit der Diagnose einer Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie von Kontrollpersonen auf der Ebene subjektiv eingeschätzter Konfliktstile unterscheiden. In der Folge soll in der Patientengruppe untersucht werden, ob bestimmte Konfliktstile mit dem klinischen Ausprägungsgrad der Angst in einem Zusammenhang stehen. Methode: Gesunden Kontrollpersonen (N = 115) und nach DSM- IV ( American Psychiatric Association, 1994 ) diagnostizierten Patienten mit Panikstörung mit und ohne Agoraphobie (n = 51) wurde zur Messung der Konfliktsstile der Styles of Conflict Inventory ( Metz, 1993 ), und zur Erfassung des Ausmasses der klinschen Symptome das State-Trait-Anxiety Inventory ( Spielberger et al., 1970 ) und das Beck-Depression Inventory ( Hautzinger et al., 1991) vorgelegt. Ergebnisse: Die erhobenen Befunde zeigten beträchtliche qualitative Unterschiede in der Konfliktverarbeitung zwischen beiden Gruppen, wenngleich sich Konflikthäufigkeit und -heftigkeit nicht unterschieden. Patienten zeigten ein höheres Ausmass an submissiven und nicht assertiven Konfliktstilen. Ebenso zeigte sich in der Patientengruppe ein Zusammenhang zwischen Submissivität und klinischem Ausprägungsgrad der Angst. Schlussfolgerung: Gefundene Zusammenhänge zwischen Submissivität im Konflikt und Ausprägung der Angstsymptomatik werden vor dem Hintergrund einer gegenseitigen Beeinflussung von klinischer Symptomatik und Beziehungsgestaltung interpretiert.


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