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Author(s):  
Carolin Kaufung ◽  
Martin Holtmann ◽  
Isabel Boege

Zusammenfassung. Fragestellung: Im Rahmen der aktuellen Diskussionen um Medikamentenmissbrauch an Kindern in der Nachkriegszeit wurden zwei Kliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) hinsichtlich Psychopharmakotherapie und therapeutischer Verfahren untersucht. In den Fokus genommen wurde insbesondere der zunehmende Gebrauch von Psychopharmaka und die Frage nach der Vergabe von Versuchspräparaten. Methodik: Methodisch wurden 966 stationäre Akten aller Patienten der Jahrgänge 1952 und 1957 aus der KJP Weissenau und der KJP Gütersloh analysiert. Ergebnisse: Das Aufkommen und Verwenden von Neuroleptika verhielt sich in den zu vergleichenden Institutionen ähnlich, wohingegen die Anteile der damals schon gebräuchlichen Psychopharmaka insgesamt sich je nach Klinikkonzept anders entwickelten. Behandlungsmethoden wie medikamentös induzierte Schocktherapie mit Insulin und Fieberinduktion wurden auch 1957 noch angewandt. Vereinzelt ließen sich erste Ansätze von therapeutischen Verfahren erkennen. Versuchspräparate wurden eingesetzt, jedoch nicht im Sinne systematischer Medikamentenstudien verabreicht. Schlussfolgerung: Die unterschiedlichen Aufträge und Charakteristika der Institutionen brachten verschiedene Behandlungsmethoden und medikamentöse Behandlungsstrategien mit sich, ohne dass gefährliche Medikamentenstudien nachweisbar waren. Schlüsselwörter: Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychopharmaka, Neuroleptika, Versuchspräparate, Therapiemethoden


Author(s):  
Uwe-Jens Gerhard ◽  
Anke Schönberg

Zusammenfassung. Fragestellung: Die Ansätze einer differenzierten Neuropsychopharmakotherapie bei Kindern und Jugendlichen lassen sich bis in die 40er und 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückverfolgen. Bestimmte Störungsbilder aus den Bereichen der Psychiatrie und Neurologie konnte man bereits mit einer Vielzahl von Präparaten behandeln. Methodik: Eine umfangreiche Sichtung von exakt 700 stationären Krankenakten von unter 18-jährigen Patienten der Universitätsnervenklinik Jena der Jahre 1942 bis 1945 und 89 Ambulanzblättern der konsiliarisch betreuten Kinder des Trüperschen Erziehungsheimes in Jena von 1946 bis 1954 wurde unter diesem Gesichtspunkt vorgenommen. Ergebnisse: Eine differenzierte Therapie erfolgte zum Beispiel bei Angst- und Erregungszuständen, hyperkinetischen Syndromen, Enuresis, Migräne, Schlafstörungen, Epilepsie, Chorea minor, Spastik, Neuralgien, Neuritiden, Schwindel, Schmerzzuständen, Tetanien und Lues. Schlussfolgerung: Die Intervention bei psychischen Erkrankungen war allerdings vor der Ära der Entwicklung von Neuroleptika und Antidepressiva relativ unspezifisch. So fand bei neurovegetativen Störungen, Psychoneurosen und verschiedenen Psychopathieformen eine Vielfalt von Präparaten Anwendung. Eingesetzt wurden insbesondere die Barbiturate in reiner Form oder Kombination. Da psychische Störungen häufig durch körperliche Erkrankungen bedingt waren, konnten diese ursächlich durch den Einsatz von Chemotherapeutika behoben bzw. gebessert werden. Auch andere somatische Therapien, wie die Krampfbehandlung mit Kampfer und Cardiazol, die Malariakur und die Insulinschockbehandlung, aber auch die Elektrokrampftherapie, wurden insbesondere bei schizophrenen Patienten eingesetzt. Schlüsselwörter: Kinder- und Jugendpsychiatrie, Beginn der Neuropsychopharmakotherapie, Krampfbehandlung, Universitätsnervenklinik Jena, Erziehungsheim von Johannes Trüper


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