antimikrobielle therapie
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

67
(FIVE YEARS 5)

H-INDEX

4
(FIVE YEARS 0)

2021 ◽  
Vol 147 (01/02) ◽  
pp. 43-45
Author(s):  
Raphaël Tamò ◽  
Elisabeth Simons ◽  
Lars C. Huber

Zusammenfassung Anamnese Eine 35-jährige Patientin stellte sich mit akuten starken Kopfschmerzen, Photophobie und Fieber vor. Mehrere Mitglieder der Familie der Patientin litten vorgängig an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Status und Befunde Klinisch fiel ein prominenter Meningismus auf. Lumbalpunktion und kraniales Computertomogramm waren unauffällig. Im weiteren Verlauf fiel die PCR-Untersuchung des Liquors positiv für Enteroviren-Spezies-RNA aus. Diagnose und Therapie Bei bestätigter Enteroviren-Meningitis konnte die initial verabreichte antimikrobielle Therapie sistiert und auf weiterführende Diagnostik verzichtet werden. Verlauf Die Symptome waren rasch und vollständig regredient. Folgerungen Dieser Fall soll aufzeigen, dass bei typischer Klinik einer Meningitis ohne Liquorpleozytose die Enteroviren-Meningitis auch bei adulten Patienten eine wichtige Differenzialdiagnose darstellt.


OP-Journal ◽  
2021 ◽  
Vol 37 (03) ◽  
pp. 238-251
Author(s):  
Konrad Kamin ◽  
Dmitry Notov ◽  
Onays Al-Sadi ◽  
Christian Kleber ◽  
Florian Bönke ◽  
...  

ZusammenfassungEine erfolgreiche Behandlung von offenen Verletzungen von Frakturen hängt von vielen Einflussfaktoren ab (Inflammation, Perfusion, Kompartmetsyndrom). Neben lokalen Besonderheiten der verletzten Körperregion spielen patientenbezogene Grunderkrankungen eine wesentliche Rolle (Stoffwechselerkrankungen, Arteriosklerose). Der therapeutische Erfolg wird häufig nur interdisziplinär erzielt.Die initiale Therapie findet idealerweise schon am Unfallort statt. Luxationsfrakturen müssen zwingend reponiert und geschient werden, offene Frakturen im Anschluss steril abgedeckt. Neben der Stabilisierung der Vitalfunktion muss eine vollumfängliche körperliche Untersuchung und Diagnostik mit Gefäßdarstellung und Fotodokumentation im Schockraum stattfinden. Hier wird auch der Tetanusschutz eruiert und eine kalkulierte antimikrobielle Therapie eingeleitet.Offene Frakturen werden dann nach dem Damage Control Prinzip im OP exploriert, debrediert und transfixiert. Manifeste oder drohende Kompartmentsyndrome müssen gespalten werden, ggf. muss mithilfe der Gefäßchirurgie eine Revaskularisation angestrebt werden. Sollte eine plastisch-chirurgische Expertise vor Ort sein, so ist diese so früh wie möglich einzubinden. Häufig wird das Ausmaß des sekundären Gewebsschadens erst durch weitere Débridements und Gewinnung von Gewebeproben sichtbar. Der geeignete Zeitpunkt für die definitive Osteosynthese hängt vom Gesamtzustand des Patienten ab. Diaphysäre Frakturen werden in der Regel mit einem Verriegelungsmarknagel weichteilschonend operativ versorgt. Gelenk- oder metaphysäre Frakturen werden hingegen durch winkelstabile Plattensysteme stabilisiert. Der vital bedrohte Patient oder Patienten mit einem ausgedehnten Weichteilschaden können von einem Ilizarov-Hybridfixateur profitieren. Limitierend für jede Osteosynthese sind die Weichteilverhältnisse. Sollte die temporäre Weichteildeckung notwendig werden, so wird im eigenen Vorgehen zunächst ein Epigard gewählt mit second look nach 24 Stunden und Wechsel auf einen Vakuumversiegelungssystem (V. A. C. Therapy). Mittels plastisch-chirurgischer Konsultation lässt sich schon frühzeitig die optimale Deckung der posttraumatischen Defekte planen.


2021 ◽  
Vol 146 (19) ◽  
pp. 1258-1264
Author(s):  
Melanie Sasse ◽  
Fabian Reinhardt ◽  
Christoph Lübbert

Was ist neu? Erregerspektrum, Verlauf, Therapieoptionen Prinzipiell können Bakterien, Viren oder Parasiten eine Reisediarrhö verursachen. Im Vordergrund steht die symptomatische Behandlung der Reisediarrhö. Krankheitsbild und Erregerart beeinflussen das weitere Vorgehen. Diagnostik Eine spezifische Erregerdiagnostik ist bei unkomplizierten Durchfällen mit häufiger Selbstlimitierung meist nicht erforderlich. Kommt es zu prolongierten und blutigen Durchfällen, Fieber oder Exsikkose, ist eine spezielle Diagnostik indiziert. Präventionsmaßnahmen und reisemedizinische Beratung Umfassend und qualifiziert sollte sie vor jeder größeren Fernreise stattfinden und Präventionsmaßnahmen, Malaria-Chemoprophylaxe, Impfungen, Möglichkeiten der Selbsttherapie und Verhalten bei reiseassoziierten Erkrankungen beinhalten. Therapiestrategien Sie umfassen den Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich, die Gabe von Antidiarrhoika und die antimikrobielle Therapie.


Author(s):  
Reinhard Berner ◽  
Thomas Lehrnbecher

2019 ◽  
Vol 48 (11) ◽  
pp. 476-481
Author(s):  
Margarethe Konik ◽  
Lucia Bartonickova ◽  
Oliver Witzke

ZUSAMMENFASSUNGHarnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Infektionen im ambulanten Bereich und stellen auch die häufigsten nosokomialen Infektionen dar. Die typischen Symptome sind Schmerzen beim Wasserlassen (Algurie), häufiges Wasserlassen (Pollakisurie), imperativer Harndrang (Strangurie) und ggf. Hämaturie. Es wird eine unkomplizierte von einer komplizierten Harnwegsinfektion unterschieden, die sich im Keimspektrum und dadurch in der therapeutischen Strategie unterscheiden. Harnwegsinfekte bei Männern sollten in der Regel als komplizierte Infektionen eingeschätzt werden, da die Prostata mitbetroffen sein kann. Als Diagnostik stehen die Anamnese, die körperliche Untersuchung, die Urinuntersuchung durch Schnellstreifentest, die Mikroskopie und die Urinkultur zur Verfügung. Der häufigste Erreger von unkomplizierten Harnwegsinfektionen ist Escherichia coli, gefolgt mit Abstand von Staphylococcus saprophyticus, Proteus mirabilis und Klebsiella pneumoniae. Bei komplizierten Harnwegsinfektionen sollte der vorherige Erregernachweis berücksichtigt werden, wenn dieser bekannt ist. Bei einer akuten unkomplizierten Harnwegsinfektion ist eine orale kurzzeitige antimikrobielle Therapie empfohlen, um die klinischen Symptome rasch zu beenden. Die Dauer der Therapie orientiert sich am klinischen Verlauf.


intensiv ◽  
2019 ◽  
Vol 27 (03) ◽  
pp. 146-148
Author(s):  
Roland Schmitz ◽  
Frank M. Brunkhorst

ZusammenfassungDer Nachweis von Mikroorganismen durch die Blutkultur ist für die Diagnostik und adäquate antimikrobielle Therapie der Sepsis unabdingbare Voraussetzung. Erst die Kenntnis des Erregers und seiner Antibiotika-Empfindlichkeit erlaubt nach Einleitung einer empirischen Initialtherapie gezielte antiinfektive Maßnahmen und stellt die Weichen für das weitere diagnostische Vorgehen. Dies verbessert die Prognose, verkürzt die Liegedauer und hilft, eine antiinfektive Übertherapie zu vermeiden.


Author(s):  
Daniel Richter ◽  
Alexandra Heininger ◽  
Karsten Schmidt ◽  
Thomas Schmoch ◽  
Michael Bernhard ◽  
...  

ZusammenfassungIm Rahmen der Sepsis und des septischen Schocks spielen, trotz der zunehmenden Verbreitung von neuen molekularbiologischen Verfahren, der kulturelle Erregernachweis und die Resistenztestung weiterhin die entscheidende Rolle in der antimikrobiellen Therapie auf der Intensivstation. Hierbei kann der Erregernachweis für die antimikrobielle Therapie einerseits direkt aus dem Patientenblut, andererseits aber auch aus diversen anderen Probenmaterialien (respiratorische Sekrete, Punktat, intraoperative Abstriche etc.) geführt werden. Ein Nachteil konventioneller kultureller Verfahren im Kontext kritisch kranker Patienten ist die zeitliche Latenz bis zum Erregernachweis bzw. zum Ergebnis der Resistenztestung. Molekularbiologische Verfahren wie Techniken der Erregerdiagnostik und Resistenztestung, die auf Polymerase Chain Reaction (PCR) oder vor allem Next-Generation Sequencing (NGS) basieren, versprechen hier zwar kürzere Umlaufzeiten, sind aber aktuell noch kein klinischer Standard. Trotzdem besitzen diese Verfahren das Potenzial, einen Paradigmenwechsel in der Erregerdiagnostik herbeizuführen.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document