chirurgische weiterbildung
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Der Chirurg ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Stefanie Brunner ◽  
Juliane Kröplin ◽  
Hans-Joachim Meyer ◽  
Thomas Schmitz‑Rixen ◽  
Tobias Fritz

Zusammenfassung Hintergrund Die chirurgische Facharztweiterbildung erfordert neben dem Erlernen theoretischen Wissens ebenfalls den Erwerb praktisch-chirurgischer Kompetenzen. Eine Alternative zur Aus- und Weiterbildung am Patienten stellen simulationsbasierte Lehrkonzepte dar. Ziel der vorliegenden Studie ist die Analyse der Verteilung und des Einsatzes chirurgischer Simulatoren in deutschen Kliniken. Methoden Die Datenanalyse erfolgte auf Basis eines individuellen Onlinefragebogens mit insgesamt 19 standardisierten Fragen. Dieser wurde über die E‑Mail-Verteiler der deutschen chirurgischen Fachgesellschaften an die leitenden chirurgischen Klinikärzte versendet. Ergebnisse Insgesamt 267 vollständige Antwortdatensätze wurden analysiert (Rücklaufquote 12,0 %). 84,0 % der Teilnehmer gaben ihre Tätigkeit an einem Lehrkrankenhaus an. Zum Zeitpunkt der Untersuchung waren 143 chirurgische Simulatoren an 35,0 % der in die Auswertung eingeschlossenen Kliniken vorhanden. Regional zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. 21,1 % der Teilnehmer, an deren Klinik kein Simulator zur Verfügung steht, planten eine Neubeschaffung. Studierende (41,1 %) und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW, 32,5 %) nutzten das Simulationstraining am häufigsten. Eine Integration in die chirurgische Weiterbildung bestand zu 81,8 % nicht. 94,0 % der beteiligten Kliniken zeigten Interesse an einer zukünftigen Integration in die chirurgische Facharztweiterbildung. Schlussfolgerung Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen die besondere Bedeutung des simulationsbasierten Trainings für die chirurgische Weiterbildung an deutschen Kliniken. Gleichzeitig bestehen deutliche Informationsdefizite über das Nutzungsverhalten sowie eine defizitär empfundene Integration des Simulationstrainings in die chirurgische Weiterbildung.


Author(s):  
Sophia M. Schmitz ◽  
Tom F. Ulmer ◽  
Steven W. M. Olde Damink ◽  
Ulf P. Neumann ◽  
Anjali A. Roeth

Zusammenfassung Einleitung Die Systeme der chirurgischen Weiterbildung unterscheiden sich welt- und auch europaweit stark. Im Rahmen des European Surgical Centers Aachen Maastricht ist unsere Klinik eng mit der chirurgischen Klinik der Maastrichter Uniklinik verbunden. Hierdurch werden die Unterschiede in der chirurgischen Weiterbildung besonders deutlich. In den Niederlanden findet nach jeder Operation eines Weiterbildungsassistenten (WBA) strukturiertes Feedback nach dem OSATS-Prinzip (Objective Structured Assessment of Technical Skills) statt. Ziel dieser Studie war es, das OSATS-Konzept aus Maastricht auch im Aachener Teil des European Surgical Centers Aachen Maastricht einzuführen und die Umsetzbarkeit sowie den Wert für die Weiterbildung zu evaluieren. Material und Methoden Für die Dauer von 3 Monaten wurde das OSATS-Feedbacksystem in unserer Klinik im Rahmen einer prospektiven Probandenstudie evaluiert. Sieben von 10 WBA, die sich während der Studie in einer Rotation innerhalb unserer Kernklinik befanden, nahmen an der Studie teil (70%). Von den teilnehmenden WBA bekam die Hälfte nach jeder vollständig selbst durchgeführten Operation schriftliches Feedback durch den Ausbilder. Zusätzlich wurde, ebenso wie in der Kontrollgruppe, eine Eigenevaluation nach dem OSATS-System durchgeführt. Primärer Endpunkt war die Umsetzbarkeit des OSATS-Systems, sekundäre Endpunkte waren der Nutzen für die WBA sowie die Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdevaluation. Ergebnisse Das OSATS-System ließ sich einfach in unserer Klinik umsetzen und wurde gut akzeptiert. Durchschnittlich wurden nach 70% der Operationen Feedback-Bögen ausgefüllt. Die Fremdevaluation wurde als sehr nützlich empfunden, die Selbstevaluation dagegen weniger. Das Ausfüllen der Bögen wurde als nicht zeitintensiv bewertet (unter 3 Minuten) und die Mehrzahl der WBA (86%) befürworten eine dauerhafte Einführung des OSATS-Systems in unserer Klinik. Schlussfolgerung Das OSATS-System ist eine Möglichkeit, während der chirurgischen Weiterbildung strukturiertes Feedback zum Ausbildungsstand und zu nächsten Schritten geben zu können. Es kann einfach in die chirurgische Weiterbildung in Deutschland integriert werden. Eine schriftliche Evaluation durch den Ausbildenden wird von den WBA als sehr nützlich empfunden.


Der Chirurg ◽  
2020 ◽  
Vol 91 (12) ◽  
pp. 1044-1052
Author(s):  
C. Güsgen ◽  
◽  
F. Anger ◽  
T. Hauer ◽  
A. Willms ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die geringe Anzahl operativ zu versorgender Körperhöhlenverletzungen erfordert ein Umdenken in der chirurgischen Aus- und Weiterbildung. Ein entsprechendes Kursformat wird seit 2014 über die DGAV angeboten. Um Berechtigung, Bedarf, Nutzen und Erfolg eines solchen Kursformates zu erheben, erfolgte eine Evaluation durch die bisherigen Kursteilnehmer. Material und Methoden Kursevaluation und zusätzliche Onlinebefragung der bisherigen Kursteilnehmer hinsichtlich Alter, Geschlecht, Ausbildungsstand, Fachrichtung, Versorgungsstufe des Krankenhauses, notfallchirurgischer Erfahrungen, der Häufigkeit chirurgischer Notfallversorgungen, Teilnahme an anderen Kursformaten, Erfahrungen nach der Kursteilnahme, Einschätzung der aktuellen Fort- und Weiterbildungssituation und Finanzierung solcher Kurse. Ergebnisse Insgesamt 142 Kursteilnehmer evaluierten ihre Kursteilnahme, zusätzlich beantworteten 83 den Onlinefragebogen. Über 90 % berichteten von einem nachhaltigen positiven Einfluss des Kurses auf ihr notfallchirurgisches Handeln. Mehr als die Hälfte konnte von konkreten Notfallsituationen berichten, die sie aufgrund der Kursteilnahme besser bewältigen konnten. In der Notfallversorgung erfahrene Chirurgen bewerteten den eigenen Lernerfolg durch die Kursteilnahme signifikant häufiger positiv als ihre weniger erfahrenen Kollegen. Keinen Einfluss auf den Lernerfolg hatten eine Ober- oder Chefarztposition, die Versorgungsstufe des Krankenhauses, das Alter oder Geschlecht der Teilnehmer. Die Mehrheit der antwortenden Chirurgen befürwortet die Integration eines solchen Kursformates in die chirurgische Weiterbildung und fordert hierzu eine finanzielle Unterstützung. Schlussfolgerung Kursformate, in denen notfallchirurgische Strategien und Fähigkeiten vermittelt werden, sind etabliert und werden sehr positiv evaluiert. Die Fort- und Weiterbildung in notfallchirurgischen Fähigkeiten und Kenntnissen liegt im gesellschaftlichen Interesse und zumindest anteilig auch in ihrer Verantwortung.


Author(s):  
Susanne Fröhlich ◽  
Florian Göbel ◽  
Adrian Meder ◽  
Janine Wirkner ◽  
Udo Obertacke ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung Das Praktische Jahr stellt als letzter Abschnitt des Medizinstudiums eine prägende Zeit für den Studierenden dar, da medizinisches Wissen in ärztliche Kompetenzen überführt werden soll. Das Fachgebiet Chirurgie ist mit seinem Pflichttertial fest in der Ausbildungsstruktur verankert. In der vorliegenden Evaluation desselben sollen hier insbesondere die Zusammenhänge zwischen der Bewertung des PJ-Tertials Chirurgie und einem entsprechenden Spezialisierungswunsch in diesem Fach untersucht werden. Methoden Eine durch die AG Lehre der DGOU 2012 durchgeführte Onlineumfrage erbrachte vollständige Datensätze von insgesamt 9079 Teilnehmern. In die vorliegende Analyse gingen die Daten der Teilnehmer ein, die zum Zeitpunkt der Befragung bereits ihr PJ-Pflichttertial Chirurgie absolviert hatten (n = 184). Diese wurden zur Analyse 4 Gruppen eingeteilt: Entscheidung für eine Spezialisierung in der Chirurgie bereits vor dem PJ-Pflichttertial („Ja, vorher“; JV), während des PJ-Pflichttertials („Ja, während“; JW), und Entscheidung dagegen vor dem PJ-Pflichttertial („Nein, vorher“; NV) bzw. während des PJ-Pflichttertials („Nein, während“, NW). Die insgesamt 38 Umfrage-Items wurden unter Berücksichtigung der Entscheidung bez. der Fachspezialisierung zusammengefasst. Ergebnisse 57,9% der Befragten äußerten sich positiv bez. des Gesamteindrucks das chirurgische Pflichttertial betreffend. Besonders positiv unterschied sich die Gruppe JW im Vergleich zur Gruppe NW (Entscheid gegen die Chirurgie). Wir finden in allen analysierten Items signifikante Unterschiede: Integration in Team JW/NW (p ≤ 0,003), Erwerb von Kompetenzen (p ≤ 0,014), Lehrende (p ≤ 0,025), Qualität und Struktur der Lehre (p ≤ 0,043) und Gesamtzufriedenheit mit dem Pflichttertial (p ≤ 0,037). Diskussion Im Gegensatz zu anderen Fächern besteht im Bereich Chirurgie die Möglichkeit, Nachwuchs direkt im Rahmen des Pflichttertials zu rekrutieren. Die Ergebnisse aus studentischer Sicht offenbaren defizitäre Strukturen. Die mangelnde ärztliche Betreuung/Unterstützung, die unzureichende Einbeziehung in therapeutische Überlegungen, der mangelhafte Erwerb von fachlichem Wissen, der fehlende Kontakt zu den Lehrenden sind nur einige wesentliche Unterpunkte, die das Gesamtergebnis der Zufriedenheit der Studierenden mit dem Pflichttertial negativ beeinflussen. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit sollen als Anstoß dienen und in die Neustrukturierung der Pflichttertiale des Praktischen Jahres, die der Masterplan 2020 mit sich bringen wird, einfließen.


Author(s):  
S. Axt ◽  
J. Johannink ◽  
P. Storz ◽  
S. Mees ◽  
A. Röth ◽  
...  

Der Chirurg ◽  
2013 ◽  
Vol 84 (11) ◽  
pp. 977-977
Author(s):  
C. Lindlohr ◽  
M. Rose ◽  
H. Scheuerlein ◽  
U. Settmacher ◽  
M.M. Heiss ◽  
...  

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