biomedizinische forschung
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2021 ◽  
pp. 27-54
Author(s):  
Andrea Martani ◽  
Patrik Hummel

ZusammenfassungIn einer zunehmend datafizierten Gesellschaft, in der Datenverarbeitung alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens durchdringt, ist Datenschutz von großer Bedeutung. Da sich Technologien und Praktiken der Datenverarbeitung beständig weiterentwickeln, kann Datenschutz nicht stillstehen. Zur Beschreibung des Wechselspiels von technologischem Fortschritt und Anpassungsprozessen des regulatorischen Rahmens spricht Mayer-Schönberger von aufeinanderfolgenden Generationen des Datenschutzes. Der vorliegende Beitrag untersucht, was eine solche Generation auszeichnen und aus welchen Gründen eine neue Generation gefordert werden könnte. Dafür arbeiten wir drei konzeptionelle Knotenpunkte im Datenschutzrecht heraus und argumentieren, dass – auch nach der kürzlichen Reform des europäischen Datenschutzes durch die DSGVO – Reflexion auf die markierten Grundsatzfragen für den Übergang zu einer neuen Generation erforderlich ist: der Gegenstandsbereich, der Schutzgegenstand und das Paradigma des Datenschutzes. Im Anschluss fokussieren wir die biomedizinische Forschung als einen Kontext, in dem sich weitere, bereichsspezifische Fragen bei der Weiterentwicklung des Datenschutzes stellen: die Formulierung von Ausnahmenormen für die Forschung und die Rolle der Einwilligung für Datenverarbeitung zu Forschungszwecken. Schließlich werden vor diesem Hintergrund Hypothesen formuliert, wie eine neue Generation des Datenschutzes ermöglicht werden könnte. Dabei wird argumentiert, dass nicht nur Gesetzgebung, sondern auch andere Ebenen des Rechts, insbesondere dessen konkrete operationale Ausgestaltung durch Rechtsformanten, für den Begriff einer Generation sowie für den Übergang zu einer neuen Generation entscheidend sind.


2019 ◽  
Vol 24 (7) ◽  
pp. 523-530 ◽  
Author(s):  
H. Dickten ◽  
C. Kratsch ◽  
B. Reiz

Zusammenfassung Die individuelle Zelle stellt die fundamentale Einheit des Lebens dar. Ihre Funktionsweise ist seit Jahrhunderten Gegenstand der biomedizinischen Forschung. Seit Kurzem erlaubt die sogenannte Einzelzellsequenzierung revolutionäre neue Einblicke in die Komposition von Geweben, die Interaktion zwischen Zellen und den Ablauf dynamischer Prozesse. Die damit verbundenen Daten, z. B. aus der Transkriptomik, stellen Analysten jedoch vor neue Herausforderungen. Die Daten sind typischerweise sehr groß, verrauscht und stark mit anderen Informationen vernetzt, sodass herkömmliche Verfahren ausscheiden. Neue, speziell adaptierte Algorithmen aus dem Feld der künstlichen Intelligenz können hier Abhilfe schaffen. In Verbindung stellen Einzelzellsequenzierung und künstliche Intelligenz mächtige neue Werkzeuge für die biomedizinische Forschung dar und erlauben Einblicke in höchster Auflösung. Wir geben einen kurzen Überblick über beide Technologien und liefern Beispiele für ihre Anwendung im medizinischen Bereich. Wir demonstrieren anschließend beispielhaft, wie Methoden der künstlichen Intelligenz erfolgreich für die Analyse von Einzelzelltranskriptomdaten eingesetzt werden können. Da der korrekte und gewinnbringende Einsatz dieser Methoden weiterhin detailliertes Hintergrundwissen verlangt, ist ein intensivierter Austausch zwischen den Disziplinen unumgänglich. Wir gehen deshalb abschließend auf den Einsatz neuer Plattformen zur Kollaboration und zum Wissensaustausch ein.


Neuroforum ◽  
2019 ◽  
Vol 25 (1) ◽  
pp. 25-37 ◽  
Author(s):  
Daniela Brunert ◽  
Markus Rothermel

Zusammenfassung In jedem Moment sind wir von einer Vielzahl von Informationen umgeben, die gleichzeitig von mehreren Sinnen empfangen werden. Eine enorme Menge an Daten muss daher in unserem Gehirn gleichzeitig verarbeitet werden, um unsere Umwelt richtig zu verstehen. Eine Anpassung der sensorischen Verarbeitung ist wichtig, um unsere Wahrnehmung kontextabhängig optimieren zu können, d. h. um adäquate Verhaltensreaktionen zu ermöglichen, muss eine effiziente sensorische Verarbeitung relevanter Stimuli gefördert und unwichtige Signale unterdrückt werden. Die zugrundeliegenden Mechanismen der sensorischen Informationsmodulation sind, insbesondere in frühen sensorischen Schaltkreisen, weitgehend unbekannt. Die Fähigkeit, diese Prozesse selektiv manipulieren zu können, wäre sowohl für die Grundlagenforschung als auch die translationale biomedizinische Forschung von großem Vorteil. Hier betrachten wir das olfaktorische System der Vertebraten als Modellsystem für die Untersuchung früher sensorische Verarbeitung und demonstrieren die Komplexität neuromodulatorischer Vorgänge anhand dieses Systems.


2015 ◽  
Vol 7 (3) ◽  
pp. 126-135
Author(s):  
Anja Meister ◽  
Andrea Kindler-Röhrborn ◽  
Bettina Pfleiderer

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